Welcher Webhoster für meinen ersten Shop?

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Shop Hosting anbieter
© Imilian, depositphotos.com

Anbieter wie one.com, Strato, Host Europe, 1&1, domain factory, Alfahosting und andere bieten die Möglichkeit, den eigenen Online-Shop über ihre Server-Hardware zu hosten. Doch wie findet man den richtigen Anbieter für die eigenen Bedürfnisse? Ein Leitfaden.

Mittlerweile ist es kein Problem mehr, einen modernen Onlineshop einzurichten und selbst zu betreiben. Doch nicht immer hat man Zeit und Lust, sich um die Installation der Software auf einem Webhost zu kümmern. Hier bieten die Pakete verschiedener Anbieter eine gute Lösung, um das Hosting des eigenen Shops schnell und unkompliziert realisieren zu können

Für kleine Shops sind alle Shop-Hoster gut geeignet

Fast alle Hosting-Angebote lassen sich auch für das Hosting eines Online-Shops nutzen, wenn sie die technischen Voraussetzungen erfüllen. Diese Standard Angebote basieren immer darauf, dass man sich die Server mit anderen Nutzern teilt, was zumeist problemlos abläuft. Erst wenn ein Shop wirklich groß und sehr stark frequentiert wird, ist die Wahl eines dezidierten Servers angezeigt. Auch dies kann im Verbund geschehen. Die meisten Hoster bieten für diese Gelegenheit von vornherein die Möglichkeit eines Upgrades. Wer mit einem starken Wachstum seines Shops rechnet, sollte dies bei der Vorauswahl des Hosters beachten, um später nicht umziehen zu müssen.
Sehr große Plattformen wie eBay oder amazon agieren mittels Server-Housing: Dabei wird die Server-Hardware im Rechenzentrum des Hosters betrieben.

Mit einem kleinen Shop einfach und ohne Vorwissen starten: per Baukastensystem

Wer neu ins Online-Marketing einsteigt, ist mit einem Baukastensystem recht gut beraten, da sie mittlerweile sehr viel zu bieten haben. Hierbei erhält man fertige und leicht einzurichtende Lösungen, die sich bis zu einem gewissen Grad individualisieren lassen. Meist stehen Design-Vorlagen zur Verfügung, die sich anpassen lassen. Als Shop-Betreiber ist man jedoch an die technischen Gegebenheiten des Anbieters gebunden. Diese Möglichkeit eignet sich jedoch hervorragend, wenn man ohne viel Vorwissen starten will. Auch technisches Know-How ist nicht unbedingt nötig, um einen attraktiven Shop direkt beim Anbieter hosten zu können. Enthalten ist immer mindestens eine Domain, je nach Angebot auch verschiedene Subdomains, E-Mail Adressen, verschiedene Skripte und oft auch eine Blog-Funktion. Die Bedienung erfolgt über ein CMS System, welches das einfache Einstellen und Bearbeiten von Bildern und Texten erlaubt. Einen genauen Blick sollte man auch auf die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten werfen: Standard-Anwendungen wie Paypal sollten in dem gewählten Paket inklusive sein.

Zwingend notwendig: Die rechtlichen Grundlagen

Eines sollte man nicht vergessen, wenn man ins Online-Business einsteigt: Die rechtlichen Informationen, die sich an Verbraucher wenden. Das sind neben einem vollständigen Impressum natürlich auch die AGB und Widerrufsbelehrung, die man von einem Anwalt oder einem anderen Anbieter erstellen und aktualisieren lassen kann. Ohne diese korrekten rechtlichen Informationen kann das Verkaufen im Netz schnell zu einem finanziellen Risiko werden, denn findige Abmahn-Anwälte durchforsten das Netz nach Fehlern. Auch von Mitbewerbern können Verstöße angezeigt werden.
Weitere Grundlage: Es muss darauf geachtet werden, dass man mit Shop-Namen, -Logo und -Domain keine bestehenden Markenrechte verletzt. Eine Recherche beim Deutschen Patent- und Markenamt ist hier der erste Schritt. Auch bezüglich der Warnhinweise zum Beispiel bei Spielzeug, die auch online einsehbar sein müssen, herrschen strenge Vorgaben.

Die Nachteile von Baukasten-Systemen

Ein Nachteil eines solchen Shops kann sein, dass die Performance nicht immer optimal ist. Da man sich den Platz auf dem Server mit anderen teilt, hat man auch nur beschränkten Speicherplatz zur Verfügung. Solange man nur ein kleines bis mittleres Sortiment anbietet und nur eine gewisse Zahl an Besuchern hat, ist das auch kein Problem. Wächst der eigene Shop jedoch, bauen sich die Seiten zu langsam auf, beschweren sich Kunden über eine mangelhafte Usability, dann wird es Zeit, den Hosting-Vertrag zu erweitern oder auf einen anderen Anbieter umzusteigen.
Was dann in Frage kommt ist ein Managed Server. Dabei kümmert sich der Hoster um die Wartung und Verwaltung, während man sich selbst auf die Pflege des Shops konzentrieren kann. Den dezidierten Server, auf dem das eigene Angebot gehostet wird, hat man für sich allein. Das sorgt für eine bessere Erreichbarkeit und Performance. Die technischen Aufgaben wie zum Beispiel Linux-Administration, Shop-Software-Installation, nötige Wartungen oder Backups übernimmt der Anbieter. Ein solches Angebot ist natürlich preisintensiver als ein Shared Host, lohnt sich jedoch bei großen und sehr großen Sortimenten und vielen Besuchern.

Etwas preiswerter wird das Ganze, wenn virtuelle Server zum Einsatz kommen. Hierbei werden durch Virtualisierung mehrere Server erzeugt, die auf einem Verbund von Rechnern laufen. In der Performance gibt es zumeist keine Einschränkungen, diese Server sind auch gegen Ausfälle gut gerüstet.

Fazit

Wer mit einem kleinen Shop startet, ist mit einem Baukastensystem gut beraten. Diese sind nicht nur einfach zu bedienen, sondern auch preiswert und genügen den anfänglichen Ansprüchen. Wächst das eigene Geschäft, ist ein Wechsel jederzeit möglich. Eine Übersicht zu den Leistungen vieler Webhoster ist dabei hilfreich um sie miteinander vergleichen zu können um von Anfang an eine gute Wahl zu treffen.

1 Kommentar

  1. Neben den erwähnten Faktoren, gibt es meiner Meinung nach noch eine Vielzahl anderer, die man sich durch den Kopf gehen lassen sollte bevor man sich für einen Shop entscheidet. Sind bspw. die Themes auch responsive oder wird meine Seite auf Smartphones verzerrt dargestellt? Kann ich auch einen mehrsprachigen Shop aufbauen, also Multishops bei dem Anbieter hosten? Sind meine Daten sicher aufgehoben, z.B. in einer Cloud oder könnte mein Shop mit dem Server des Anbieters baden gehen? Wie ist der Kundenservice? Natürlich sind das viele Wenn’s und Aber’s, aber es lohnt wenn man dadurch einen Shopbetreiber findet, bei dem man eine All-in-one-Lösung geboten bekommt und lange Spaß an seinem Shop haben kann. Für mehr Inspirationen zum eCommerce und OnlineShops besucht doch einfach mal unseren Blog http://www.versacommerce.de/blog

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