Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wettbewerbsstrategie

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© Olivier26, depositphotos.com

Eine erfolgreiche Wettbewerbsstrategie nimmt die Konkurrenten in den Blick und definiert eine ideale Positionierung für ein Unternehmen am Markt. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es drei unterschiedliche Strategien, die auf den Wirtschaftswissenschaftler Michael E. Porter zurückgehen.

Damit Unternehmen sich so am Markt positionieren, dass sie gegenüber den Konkurrenten einen Wettbewerbsvorteil haben, ist eine erfolgreiche Strategie von Nöten. Um diese auch wirklich erfolgreich zu machen, muss zuvor der Wettbewerb und der Markt analysiert werden.

Welche Branchen nutzen bereits Wettbewerbsstrategien?

Die Wettbewerbsstrategie wurde durch den Wirtschaftswissenschaftler Michael E. Porter im Jahr 1980 eingeführt. Seitdem sind systematische Markt- und Wettbewerbsanalysen im Endkundenbereich für Unternehmen weit verbreitet, während deren Vorteile in anderen Bereichen gerade erst entdeckt werden. So hat sich zum Beispiel MEYER INDUSTRY RESEARCH auf Analysen und Strategieentwicklungen in den Bereichen Märkte und Kunden sowie Wettbewerb für Industrieunternehmen und B2B-Branchen spezialisiert, in denen diese Instrumente bislang noch wenig Anwendung fanden. Dazu gehören im Einzelnen strategische Marktanalysen, systematische Branchenanalysen, individuelle Marktstudien, Marktrecherche und Marktdaten, Unternehmensrecherchen, Marktpotential- und Wettbewerbsanalysen sowie die Wettbewerbsbeobachtung. Grundsätzlich ist es bei komplexeren, nicht so einfach zu durchdringenden Branchen wie der Industrie sinnvoll, sich von solchen spezialisierten Anbietern beraten zu lassen, die bereits eine gewisse Erfahrung aufgebaut haben.

Unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Branche definiert Porter drei grundlegende Wettbewerbsstrategie-Typen: Kostenführerschaft, Differenzierungsstrategie und Nischenstrategie.

Was verbirgt sich hinter den drei Basisstrategien Kostenführerschaft, Differenzierungs- und Nischenstrategie?

Basisstrategien
Bei der Strategie der Kostenführerschaft verfolgt ein Unternehmen das Ziel, einen Wettbewerbsvorteil mithilfe von geringen Kosten und somit niedrigen Preisen für seine Produkte zu erreichen. Mit dieser Strategie ist ein Unternehmen nicht nur für preisbewusste Kunden attraktiver, sondern auch so aufgestellt, dass es bei einem Preiskrieg noch immer Gewinne machen kann, während die Mitwettbewerber bereits in die Verlustzone abgerutscht sind. Voraussetzungen für diese Strategie können das konsequente Ausschöpfen von Einsparpotentialen und die Einführung von standardisierten Abläufen sein.

Mit der Differenzierungsstrategie wird dagegen das Ziel verfolgt, dass die Produkte eines Unternehmens besondere Eigenschaften aufweisen, die Kunden dazu bewegen, einen Mehrpreis zu zahlen. Die Produkte heben sich also von denen der Wettbewerber ab, etwa durch eine besondere Qualität, ein unverwechselbares Design oder ein bestimmtes Alleinstellungsmerkmal. Auch das Image eines Produktes oder einer Marke kann hierbei ein Wettbewerbsvorteil sein.

Eine dritte Strategie besteht darin, dass sich ein Unternehmen auf einen Teil- oder Nischenmarkt konzentriert, oder auf eine bestimmte Kundengruppe, deren Anforderungen es besser bedienen kann, als andere Unternehmen, die den Gesamtmarkt im Auge haben und somit viel breiter und unspezifischer aufgestellt sind. Dieser Teilmarkt kann auch auf ein geographisches Gebiet beschränkt sein.

Welche der drei Basisstrategien für ein Unternehmen den größten Wettbewerbsvorteil bringt, oder ob je nach Geschäftsbereich eher eine Strategie-Mischung in Frage kommt, hängt von einer Vielzahl von Faktoren und einer fundierten Analyse ab. Dass die Wettbewerbsstrategie Unternehmen dabei hilft, sich profitabler zu positionieren, erweist sich in vielen Branchen bereits seit Jahrzehnten in der Praxis.

Fazit

Eine erfolgreiche Wettbewerbsstrategie setzt eine fundierte Analyse voraus. Während die systematische Entwicklung von Wettbewerbsstrategien im Endkundenbereich bereits seit Langem verbreitet ist, ist dies für den Industrie- und B2B-Bereich noch Neuland, dementsprechend sind spezialisierte Berater gefragt. Nach Michael E. Porter gibt es drei Basisstrategien: Kostenführerschaft, Differenzierungsstrategie und Nischenstrategie. Welche Strategie für welches Unternehmen geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab.

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