Marktforschung ist auch bei Existenzgründung wichtig

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© Rawpixel, depositphotos.com

Immer wieder hört man, dass die Marktforschung für die Existenzgründung sehr wichtig ist, aber nur die wenigsten wissen warum, oder wie sie diese Daten überhaupt sinnvoll verwenden können.

Was ist Marktforschung?

Marktforschung ist ein wichtiger Bestandteil vom Marketing, da sich aufgrund der gesammelten Zahlen und Fakten der Absatzmarkt viel besser bestimmen lässt. Marktforschung ermöglicht die genauen Kundenbedürfnisse und neue Trends rechtzeitig zu erkennen. Grundlagen sind die Markt- und die Unternehmensanalyse, bei der sich beispielsweise identische Handelsprodukte erkennen lassen, sowie wichtige Unternehmensstandorte. Mit der Marktforschung kann das Marktvolumen ermittelt werden, sowie auch das Verhalten der Konkurrenz. Immer beliebter wird dabei die Online-Marktforschung. Dort handelt es sich beispielsweise um Online-Umfragen, wie sie zum Beispiel von appinio.de angeboten werden.

Informationsquellen bieten Branchenverbände, IHKs, Marktstudien der Banken, Wirtschaftsprüfer und Beratungsgesellschaften, sowie auch die gelben Seiten. Ansonsten kann man selbstverständlich auch auf eigene Faust Marktforschung betreiben und die Konkurrenz genauer unter die Lupe nehmen. Die eingeholten aktuellen Informationen werden als primäre Forschung gründlich analysiert. Allerdings sollte man dabei mindestens 50 Kunden systematisch befragen, damit die Kundenmeinungen auch wirklich relevant verwertet werden können.

Zu jedem Businessplan gehört eine gründliche Marktforschung, bei der als erster Schritt erst einmal der Zielmarkt ermittelt werden muss, bevor man sich mit dem eigentlichen Marktvolumen beschäftigt. Die Absatzplanung ist von diesen Daten abhängig.

Was bietet Marktforschung für Existenzgründer?

Nur wer den Markt ausgiebig kennt, kann bei einer Existenzgründung auch richtig Erfolg haben. Ein konkretes Wissen hilft die oft unvollständigen Geschäftsideen zu verbessern und zu optimieren. Leistungslücken werden durch die Marktforschung für Existenzgründer deutlich ersichtlich. Aktuelle Trends lassen sich dadurch hervorheben und gezielte Unternehmensmaßnahmen ausarbeiten. Bei der Marktforschung kommt natürlich auch die Konkurrenz nicht zu kurz. Man kann mit den erforschten Daten sehr viele Vergleiche anstellen und in den meisten Fällen findet man dadurch noch unzählige Faktoren die bis zu diesem Zeitpunkt aus Mangel an Erfahrung übersehen wurden.

Ein weiterer Vorteil von der Marktforschung bei der Existenzgründung ist, dass man eine solide Grundlage für das Unternehmen aufweisen kann. Ressourcen können dadurch besser ausgenutzt werden. Der Businessplan für die Unternehmensgründung kann dadurch auch als Plan für die Zukunft genutzt werden. Aufgrund der ausgearbeiteten Daten können sich die Firmen durchaus an individuelle Situationen anpassen.
Marktforschung bietet einen hervorragenden Einblick was Angebot und Nachfrage angeht, sowie das Kundenverhalten. Der Unternehmensstandort und Wettbewerbsanalysen sind ebenfalls sehr wichtige Daten die man bei einer Existenzgründung beachten sollte.

Marktforschung ist nicht nur alleine für den Businessplan bei der Existenzgründung sehr wichtig, sondern auch für gezielte Marketingstrategien um beispielsweise ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, um ein bestimmtes Produkt besser auf den Bedarf der Kunden anzupassen und natürlich auch um neue Kunden zu gewinnen. Selbstverständlich ist auch beim Expandieren eines Unternehmens die Marktforschung von sehr großer Bedeutung.

Marktforschung ist also für die Existenzgründung fundamental, aber auch für mögliche Fördermittel oder Kapitalgeber ist eine Marktanalyse sehr wichtig. Bei vielen Unternehmensgründungen kommt die Marktforschung viel zu kurz, eigene Produkte finden z.B. schon einen überschwemmten Marktplatz wo man vor allem als Anfänger schlechte Chancen für einen guten Start hat. Realistische Daten und Fakten sind für die Planung einer Unternehmensgründung unerlässlich, da die meisten Menschen ihre Erwartungen viel zu hoch, und deshalb absolut unrealistisch, ansetzen.

Mit Online-Marktforschung neue Möglichkeiten

Die Online-Marktforschung hat vorwiegend den Vorteil, dass der finanzielle Aufwand im Verhältnis zur herkömmlichen Marktforschung viel geringer ist. Einen wesentlichen Teil machen hier Onlineumfragen aus. Aber auch Gruppendiskussionen, Dateianalysen durch Logdateien oder Protokolldateien sind eine gern genutzte Methode. Das Internet ist dabei der Kanal für die Forschungen und natürlich auch ein wichtiger Untersuchungsgegenstand. Daten werden systematisch gesammelt und verhältnismäßig schnell ausgewertet.

Durch den geringen Aufwand lassen sich sehr viele Menschen erreichen, die Erreichbarkeit ist deshalb für verschiedenartige Überprüfungen viel größer, da die meisten Leute über einen Internetanschluss verfügen. Zu den Online-Marktforschungsmethoden zählen übrigens auch Feedbacks, Experiment-Tests und natürlich auch die bestimmten Fokusgruppen.

Nachteile der Online-Marktforschung sind eigentlich nur die Einbegrenzungen, weshalb auch keine genauen Rückschlüsse ausgewertet werden können. Auch hat leider nicht jeder Haushalt einen Internetanschluss. Ansonsten gibt es zahlreiche Webseiten, die Kunden oder Mitmacher bei Umfragen durch Preise zum mitmachen motivieren, weshalb diese Auswertungen nicht unbedingt relevant und zuverlässig sind.

Insgesamt gesehen ist die Marktforschung nicht nur bei der Existenzgründung ein sehr wichtiger Faktor, der unbedingt beachtet werden soll. Besonders schwierige Zielgruppen lassen sich beispielsweise besser durch die Online-Marktforschung besser erreichen, aber mitunter ist auch die traditionelle Weise verlässlich, z.B. wenn man vor der Konkurrenz Posten bezieht oder selbst als vermutlicher Verkäufer in einem Geschäft auftaucht um wichtige Informationen zu beschaffen und aus Fehlern zu lernen.

Marktforschung sollte man als Newbie allerdings lieber den Experten überlassen, denn die Qualität der Interviews und natürlich auch der nachstehenden Analyse ist für den Erfolg des Unternehmens sehr entscheidend!

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