Kosten senken und die Umwelt schonen durch Nachhaltigkeit in den Büros

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nachhaltigkeit im buero
© AndreyPopov, depositphotos.com

Das Thema Nachhaltigkeit in Büros wird von vielen Firmenchefs noch immer vernachlässigt. Viele stellen sich die Frage, wozu man in teure Ausstattung investieren oder den Mitarbeitern Umstellungen auf neue Systeme oder Geräte zumuten sollte. Die Antwort ist jedoch denkbar einfach: Nur wer investiert, der kann langfristig Geld sparen.

Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet haben, wie z.B. die hier vorgestellten Unternehmen, und die sich für eine Integration von

  • ökonomischen,
  • ökologischen und
  • sozialen

Komponenten in ihre Unternehmenskultur einsetzen. Jedoch kann jedes Unternehmen das einfach in sein Tagesgeschäft integrieren. Ein Büro zum Beispiel bietet zahlreiche Möglichkeiten nachhaltig zu arbeiten. Dies beginnt bereits bei der Anschaffung der Einrichtung und den Geräten und endet bei fast schon banalen Kleinigkeiten, wie Büromaterialien oder der Kaffeemaschine, bei der es ebenfalls Einsparungspotenzial gibt. Bei den Stromkosten für PC-Arbeitsplätze können bereits durch einfache Maßnahmen die Energiekosten um mehr als die Hälfte reduziert werden. Nachhaltigkeit in Büros wirkt sich nicht nur finanziell aus, die Mitarbeiterzufriedenheit steigt und nicht zuletzt schaffen sich damit Unternehmen ein positives Image, welches auch bei Kunden ankommt.

Nachhaltig Arbeitsplätze gestalten

Ökologische und nachhaltige Möbel haben ihren Preis, dafür investieren Unternehmen jedoch in eine gesunde Arbeitsumgebung. Nachhaltige Möbel sind nicht nur aus heimischen Hölzern und haben somit keine weiten Wege zurückgelegt – die Tische, Schränke und Stühle sind auch nicht belastet durch Bindemittel oder Lacke mit bedenklichen Inhaltsstoffen. Dies wiederum hat für Unternehmen den Vorteil, dass auch die spätere Entsorgung deutlich günstiger wird, denn biologisch abbaubare Möbel können einfacher weiter verarbeitet werden oder man kann sie verrotten lassen. Zudem haben naturbelassene Möbel einen deutlich besseren Einfluss auf das Raumklima, da sie beispielsweise durch die Aufnahme von Feuchtigkeit die Raumluft verbessern.

Wiederverwertung und fachgerechte Entsorgung

Recycling und die richtige Entsorgung von Abfall in Büros ist ein wichtiges Thema. Nicht nur Möbel müssen nach Verschleiß fachgerecht entsorgt werden – jeglicher Müll sollte genau getrennt werden. Bei Altpapier, welches geschreddert in den Papier-Container wandert, ist die Entsorgung noch einfach. Plastik-, Metall- und Biomüll sind ebenfalls kein Problem, dafür stellen die Verwaltungen von Gemeinden und Städten geeignete Container zur Verfügung. Schwieriger ist die Entsorgung etwa von Druckerpatronen oder Datenträgern. Gerade bei Druckerpatronen ist es unnötig sie wegzuwerfen, denn sie könnten problemlos recycelt werden. Mittlerweile gibt es Unternehmen, die die Patronen kostenlos abholen und im Gegenzug wieder befüllte Druckerpatronen, zu deutlich günstigeren Preisen anbieten. Dadurch können Unternehmen im Jahr einiges an Druckkosten einsparen und müssen sich selbst nicht um die Entsorgung kümmern.

Sparsame Geräte nutzen

Unternehmen haben gerade bei Wasser und Strom ein großes Einsparungspotenzial. Grundsätzlich sollte bei der Neuanschaffung von Geräten auf die Energieeffizienz geachtet werden. Zudem lohnt es sich auf energiesparende LED-Lampen umzusteigen, deren Licht zudem bei den Mitarbeitern häufig besser ankommt, da es keinen gelblichen Ton hat und somit die Räume heller erleuchten kann. Energie sparen kann man ebenfalls bei der Kaffeemaschine, wenn man auf sparsame Geräte umsteigt. Der Verzicht auf Kapsel-Maschinen und der Umstieg auf z.B. Vollautomaten, welche den Kaffee mit Bohnen

Zubereiten, schont zusätzlich die Umwelt.

Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern

Nicht nur die Unternehmensleitung ist gefordert, wenn es um Nachhaltigkeit geht, sondern jeder einzelne Mitarbeiter. Daher ist es wichtig, die Mitarbeiter dahin gehend zu sensibilisieren. Die Mitarbeiter sollten sich selbst fragen, ob es wirklich notwendig ist ein Dokument auszudrucken oder nicht. Mittlerweile gibt es sogar digitale Zertifikate, mithilfe derer es möglich ist, Dateien fälschungssicher zu archivieren. Wer dann noch Cloud-Dienste für Back-ups und Dokumentenmanagementsysteme nutzt, der kann sogar darauf verzichten, Datenträger lokal zu lagern. Durch das bewusste Drucken kann sogar auf Recyclingpapier umgestiegen werden, da durch den Wegfall unnötiger Kopien, die Einsparungen oft so groß sind, dass der Umstieg auf teureres Papier aus recyceltem Grundstoff, dennoch nicht teurer kommt.

Der Letzte macht das Licht aus!

Als Letzter alles abzuschalten lernt man bereits von Kindesbeinen an – viele vergessen dies jedoch im Berufsalltag. Hier sind wiederum die Firmenchefs gefordert nicht nur selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen, sondern auch die Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass alle Geräte, die nicht zwingend in der Nacht laufen müssen, abgeschaltet werden. Wird häufig in der Nacht gearbeitet, ist es sinnvoll auf eine intelligente Beleuchtung umzustellen, die sich mittels Bewegungssensor automatisch anschaltet, wodurch Kosten und Energie gespart werden können. Ähnlich ist es auch beim Wasser. Durch die Installation von wassersparenden Spülkästen in den Toiletten und Wasserhähnen, die sich von selbst abstellen, kann einiges an Wasser gespart werden. Außerdem sollten tropfende Hähne sofort repariert werden, da dies ebenfalls nur unnötige Kosten verursacht. Gespart werden kann auch bei der Lüftung bzw. Heizung. Wer regelmäßig lüftet, kann seine Heizkosten senken und natürlich gilt es auch hier, wer das Büro als Letzter verlässt, sollte die Heizung runterregeln.

Nachhaltigkeit im Büro fängt mit kleinen Aktionen an, wie dem Umstieg auf Recyclingpapier oder Energiekosteneinsparungen durch das Abschalten von nicht genutzten Geräten. In jedem Unternehmen gibt es Möglichkeiten Nachhaltigkeit zu leben und damit nicht nur die Kosten zu senken, sondern auch etwas für eine lebenswerte Zukunft zu tun und unsere Umwelt zu schonen.

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