Samstag, September 19, 2020
Fintech E-Commerce Wertvolle Tipps im Umgang mit Produktcodes

Wertvolle Tipps im Umgang mit Produktcodes

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Produktcodes sind die Nummern, die sich unter dem Barcode befinden. Sie sind für den Online-Handel unerlässlich, da Google diese Codes für die Suchanfragen nach Produkten benutzt. Bei Amazon beispielsweise sind sie schon seit langem Pflicht.

Ein bestimmter Artikel wird bei diesem Anbieter nur einmalig im Katalog aufgenommen, weshalb der Produktkatalog von Amazon auch sehr übersichtlich ist. Da allerdings auch andere Händler den gleichen Artikel anbieten, wird auf die bereits vorhandene Seite der Produktdetails verwiesen. Die Händler können also nur durch die Buy-Box untereinander konkurrieren.

Produkte ohne diesen Codes können zumindest bei Amazon, nur durch besondere Ausnahmeregelungen angeboten werden. Dadurch wird mehr als deutlich, welche wichtige Rolle die Produktcodes für den Online-Handel spielen.

Welche Produktcodes gibt es?

Nicht alle Produktcodes haben die gleiche Bezeichnung. Die EAN (European Article Number) als Beispiel, ist schon längst veraltet und wurde bereits 2009 durch die Global Trade Item Nummer ersetzt, also die GTIN.

GTIN – Bei der GTIN oder Global Trade Item Number handelt es sich um eine internationale Produktkennzeichnung, die sich aus 8 oder 13 Ziffern zusamensetzt. Ein GTIN-8 Produktcode weist in der Regel auf einen sehr kleinen Artikel hin, da der übliche 13 Zahlencode sonst etwa ¼ der Verpackung ausmachen würde. Obwohl der GTIN Barcode schon seit zig Jahren verwendet wird, ist die veraltete EAN-Bezeichnung immer noch im Sprachgebrauch. Die Produktnummern können übrigens bei der Global Standars One (GS1) beantragt werden oder natürlich auch bei diversen Wiederverkäufern. Nach dem Antrag werden die Nummern dann normalerweise innerhalb von zwei Arbeitstagen zugeteilt. Die Kosten hierfür ergeben sich aus der Nummernkapazität und einem gestaffelten Umsatz und beginnen bei etwa 700,00 Euro netto.

ISBN – Diese internationale Standardbuchnummer ist nicht nur für Bücher notwendig, sondern auch für Software oder andere Multimedia-Produkte, die selbständige Veröffentlichungen beinhalten. Dadurch können diese Artikel eindeutig identifiziert werden. Bei Büchern beispielsweise ist die ISBN-Nummer auf der Rückseite vorhanden. Dieser Produktcode setzt sich aus 13 Ziffern zusammen, bis 2007 handelt es sich noch um 10-stellige Ziffern.

UPC – Die UPC Nummer ist der Universal Product Code. Dieser Strichcode aus 12 Ziffern kommt vorwiegend in den USA und speziell in Nordamerika zum Einsatz, sowie auch bei internationalen Transaktionen, als GTIN-12. Wie bei den anderen Produktcodes auch, steht die UPC in der Regel in Verbindung mit dem aufgedruckten Barcode.

JAN – Bei dem JAN-Code handelt es sich um die Japanese Article Number. Die 8 oder 13 Ziffern werden nur in Japan verwendet und sind auch unter dem Namen GTIN-13 bekannt.

ASIN – Dieser Produktcode bezieht sich auf die Identifikationsnummer bei Amazon, die sich aus 10 Buchstaben oder Ziffern zusammensetzt. Bei jedem neuen Produkt wird eine neue ASIN  von diesem Online-Händler angelegt, die Codes sind dann auf der Detailseite von den Produkten zu sehen.

MPN – Der MPN-Code ist die Teilenummer vom Hersteller, die weltweit verwendet wird. Die Anzahl der alphanumerischen Zeichen ist verschieden. Durch diese Nummer kann der Artikel dem Hersteller zugeordnet werden.

Welchen Nutzen kann man durch die Produktcodes gezielt erhalten?

Die Produktkennzeichnungen werden im Online-Handel immer wichtiger. Zusammen mit der Marke oder dem Hersteller können diese Informationen den Verkauferfolg deutlich erhöhen. Durch die Angabe der Produktidentifikation erfolgt eine optimierte Listung in den Suchmaschinen, so dass dadurch natürlich auch eine besssere Auffindbarkeit gewährleistet wird. Die meisten Suchmaschinen setzen den GTIN-Produktcode bei den meisten Artikeln voraus, sind diese Daten nicht vorhanden, dann können die Angebote beim Google-Shopping auch nicht angezeigt oder aufgenommen werden.

Wer seine Produkte erfolgreich verkaufen will, muss sich also rechtzeitig um die Artikelmerkmale kümmern, um gefunden zu werden. Zu diesen Merkmalen zählen die Einordnung in die richtige Kategorie, der Markenname, Produktbeschreibung und der Produktcode. Die meisten Käufer suchen zwar nicht unbedingt nach den Nummern, aber sie verwenden die vorhandenen Filterfunktionen für ihre Produktsuche.

Für den Rankingfaktor ist beim Verkauf der Produkte auf folgende Fakten zu achten:

  • Produkttitel
  • Produktbeschreibung
  • Produktdaten mit dem entsprechenden Code
  • Kategorisierung

Wer also als Verkäufer die Artikelmerkmale nicht ausreichend pflegt, geht das Risiko ein, überhaupt nicht gefunden zu werden. Die Produktkennzeichnungen sind seit Juli 2017 auch bei eBay Pflicht, Angebote ohne GTIN oder andere Codes, werden von eBay dann nur blockiert. Damit man als Anbieter keine Umsatzeinbußen riskiert, ist es deshalb empfehlenswert, alle veröffentlichten Artikel erst einmal zu überprüfen, ob auch wirklich eine gültige Produktkennzeichnung vorhanden ist. Werden allerdings Artikel veräußert, bei denen kein Produktcode vorhanden ist, dann sollten diese Informationen im Datenfeed angegeben werden. Bei Google Shopping als Beispiel wird das im Feed als „identifier exists“  angegeben, das bedeutet, dass das Produkt keine Marke, kein MPN oder auch keine GTIN-Nummer hat. Amazon hingegen fordert schon seit Längerem von seinen Handelspartnern einen Produktcode, wenn sie Produkte einstellen wollen. Je nach dem welche Produkte verkauft werden, wird dabei die ISBN, die EAN, den UPC oder die ASIN gefordert. Problematisch wird es bei Produkten, die bisher nicht im Amazon-Katalog vertreten sind und zum Beispiel Eigenproduktionen sind. Für diese muss dann eine Produktcode-Nummer beantragt werden.

Fazit

Es ist sehr wichtig, dass man sich als Anbieter rechtzeitig um die Produktcodes kümmert, da die Produktkennzeichnungen schon jetzt bei sehr vielen Online-Marktplätzen Pflicht ist. Die eigenen Artikel lassen sich dadurch nicht nur besser in den Suchmaschinen bewerben, sondern auch in Themenwelten und in den meisten Online-Katalogen. Wenn man selbst Produkte herstellt, dann kann man übrigens bei der GS1 nicht nur die GTIN-Nummer beantragen, sondern auch eine Global Location Number. Der GLN-Code ist die Auszeichnung als Produzent im weltweiten Warenhandel.

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