Musik und wie sie die Arbeitsleistung steigern kann

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musik bei arbeit

Musik hat schon immer sehr viel Kraft. Sie ist eines der ältesten Kulturgüter der Menschen. Musik erzeugt Emotionen, hebt oder senkt die Stimmung, kann entspannend wirken, kann Therapie sein und sie verbindet die Menschen miteinander, die die gleiche Musik mögen. Als Hintergrundmusik im Job kann sie leistungsfähiger und produktiver machen.

Eine für alle – oder doch lieber individuell?

In vielen Unternehmen läuft Hintergrundmusik auf einer zentralen Lautsprecheranlage. Das erfreut unter Umständen den einen oder anderen Mitarbeiter. In manchen Bereichen kann es sich allerdings als Produktivitätsbremse erweisen, wenn alle die gleiche Musik hören müssen. Forscher haben nämlich herausgefunden, dass die Hintergrundmusik am besten so zu wählen ist, dass sie zur jeweiligen Aufgabe passt. Wer in seinem Unternehmen also die Möglichkeit hat, sollte sich individuell sein eigenes Radio aufstellen oder in Absprache mit den Kollegen. Robuste Radios, die mal einen Sturz verschmerzen und auch in schmutziger Werkstatt-Umgebung nicht gleich den Geist aufgeben, sind sogenannte Baustellenradios. Einige Modelle verfügen über einen USB-Anschluss, über den jeder seine ganz individuelle Lieblingsmusik abspielen kann. Für mehr Infos zu den Radios einfach im Vergleichsportal Elektrowerkzeugtest.de nachlesen.

Musik ist eine Leistungsdroge

Jeder hat das sicherlich schon bei sich selbst festgestellt, dass auch ungeliebte Arbeiten mit der richtigen Musik plötzlich ganz leicht von der Hand gehen. Die Laune verbessert sich schlagartig bei einem bestimmten Lied. Es ist tatsächlich so, dass sich Musik positiv auf Leistungsfähigkeit und Produktivität auswirkt. Dabei gibt es drei Musikrichtungen, die die Produktivität steigern:

  • Naturmusik

Wenn Regentropfen auf ein Fenster prasseln, der Wind durch die Blätter weht, wenn ein Fluss vor sich hinplätschert oder Delfine singen, wirkt das sehr beruhigend. Das führt dazu, dass die Mitarbeiter entspannter und konzentrierter sind. Zusätzlich steigern diese Klänge aus der Natur die kognitiven Fähigkeiten.

  • Klassische Musik

Klassische Musik ist am Arbeitsplatz sehr beliebt. Einer Studie zufolge steigert sie die Produktivität und die Konzentration. Darüber hinaus verbessert sie sehr stark die Laune.

  • Epische Musik

Epische Musik, wie sie aus großen Filmen bekannt ist, um besonders dramatische oder wichtige Ereignisse zu betonen, funktioniert auch bei der Arbeit. Läuft bei der Arbeit epische Musik, fühlen sich plötzlich alle Aufgaben wichtig an, das steigert die Motivation.

Welche Musik ist für welche Aufgaben am besten geeignet?

Hintergrundmusik am Arbeitsplatz ist per se also eine gute Sache. Passt die Musik dann noch zur jeweiligen Aufgabe, ist das einfach perfekt.

  • Für kreative Aufgaben

Wer sich gerade auf ein Brainstorming vorbereitet oder eine komplexe und komplizierte Aufgabe lösen muss, der kann die Musik als Warm-up einsetzen. Für die kreative Phase ist Stille jedoch am besten.

  • Schreiben und Lesen

Wer viel schreiben und lesen muss, kennt das. Die Worte fließen nicht immer gleich gut. Wer dann Hintergrundmusik mit seichten Popmusiktexten hört, wird eher abgelenkt als gefördert. Das gilt besonders, wenn die Musik in derselben Sprache ist wie der zu schreibende Text. Diese Songtexte hindern auch beim Lesen und lenken ab. Für diese Art Arbeit ist am besten klassische oder instrumentale und Lounge- oder Chill-out-Musik geeignet.

  • Stupide Arbeiten
putzen mit musik
Mit der richtigen Musik macht sogar das Putzen Spaß.

Routinearbeiten, wie E-Mails nacharbeiten, beantworten und löschen, Daten erfassen oder Akten sortieren, gibt es bei jedem Job und auch zu Hause. Diese Arbeiten sind meist stumpfsinnig und ohne viel Nachdenken zu erledigen. Spaß ist etwas anderes. Damit diese Aufgaben dennoch gut von der Hand gehen und schnell erledigt sind, helfen schnelle Beats, wie Popmusik aller Couleur, aktuelle Chartmusik oder Sommerhits. Schnulzige Herzschmerz-Musik gehört eher nicht dazu.

Musik am Arbeitsplatz – was ist mit GEMA und GEZ?

In manchen Unternehmen gilt noch heute, dass Arbeiten nicht dem Vergnügen dient. Daher sind dort auch Radios nicht erlaubt. Rechtlich gesehen dürfen Arbeitnehmer Musik am Arbeitsplatz hören, wenn es die Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt. Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, also wenn der Arbeitgeber den Eindruck hat, die Arbeitsleistung ist beeinträchtigt, darf er die Musik verbieten. Ein Verbot wäre dann unverhältnismäßig, wenn alle ihre Arbeit gewissenhaft erledigen, keiner der Kollegen sich belästigt fühlt und der Kundenverkehr nicht gestört ist.

Läuft die Musik nur im Büro oder in Nebenräumen, beispielsweise von CD oder MP3, handelt es sich nicht um die öffentliche Wiedergabe von Musik. Auch wenn der Kunde die Musik im Verkaufsraum noch wahrnehmen kann, sind keine Lizenzgebühren an die GEMA zu zahlen. Bei den Rundfunkgebühren gelten bestimmte Regeln und Beiträge, die monatlich zu entrichten sind und sich nach der Anzahl der Mitarbeiter pro Betriebsstätte richten. Auf der Seite Rundfunkbeitrag.de gibt es einen Beitragsrechner für Unternehmen und Institutionen.

Hintergrundmusik als Störfaktor

Leseschreibschwaeche
Musik kann jedoch auch zum Störfaktor werden und ähnliche Symptome hervorrufen wie die Lese-Rechtschreib-Schwäche. Dann wird aus Worten und Texten ein nicht mehr identifizierbarer Buchstabensalat.

Musik kann die Arbeitsleistung beeinflussen, das geht zum Positiven, also zu mehr Leistung und Produktivität. Das geht allerdings auch zum Negativen, wenn Musik zum Störfaktor wird. Die falsche Musik kann die Leistung massiv beeinträchtigen. In extremen Fällen kann sie Symptome hervorrufen, wie sie Menschen mit Dyslexie haben, die unfähig sind Wörter richtig zu lesen, zu verstehen und wiederzugeben. Häufig wechselnde und aggressive Rhythmen können die Konzentration stören und die Wirkung von Musik ins Gegenteil verkehren. Durch die falsche Musik kann Lärmstress entstehen, der sich sehr negativ auf das gesamte Wohlbefinden auswirken kann, wie die Redaktion von ergo-online.de beschreibt.

Anstandsregeln für die Musik im Büro

  • Die Lautstärke

Die Musik sollte so laut eingestellt sein, dass es immer noch möglich ist, miteinander zu reden oder das Telefon zu hören. Wer Kopfhörer benutzt, nimmt die Ohrstöpsel selbstverständlich heraus, wenn er mit Kollegen redet.

  • Allgemeinbeschallung

In einem Großraumbüro ist es nicht so einfach mit der Musik. Spätestens wenn Kollegen gleich von zwei Seiten beschallt werden, ist es mit der Konzentration vorbei. Daher gilt hier: Ohrstöpsel benutzen.

  • Mitsingen

Selbst wer singt wie Elton John, sollte im Büro nicht laut mitsingen. Das lenkt die Kollegen stark ab und kann ein nervender Faktor sein.

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