Digitalisierung – Fluch oder Segen für Mensch und Umwelt

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digitalisierung smartphone
© nils.ackermann.gmail.com, depositphotos.com

Die Digitalisierung als eine reine Bezeichnung dürfte jedem Menschen etwas sagen. Heute leben wir in einer Gesellschaft, die vollkommen von der Digitalisierung geprägt ist.

Die Fragen, die dabei offensichtlich offenbleiben: brauchen wir die Digitalisierung auch wirklich und wie würde die Welt ohne die Digitalisierung aussehen?
Wir sind diesen Fragen ein wenig auf den Grund gegangen und möchten heute über dieses Thema sprechen.

Alles hat einen Anfang

Die Heimcomputerrevolution beginnt mit dem Jahr 1977. Auf einer Consumer Electronics Show, die im April desselben Jahres in Las Vegas (Staat Nevada) stattfand, wurden gleich drei Heimcomputer vorgestellt. Zu diesen drei Computern gehörte der preisgünstige TRS-80 von RadioShack, der teure Apple II von Apple und das All-in-One-Computer PET 2001.
Das waren die Anfänge der Computerrevolution und in den darauffolgenden Jahren entwickelte sich der Computermarkt rasant. Beinahe jedes Jahr kamen neue Produkte raus und überhäuften den Markt mit neuem elektronischen Schnickschnack. Die Nachfrage war natürlich da, denn jeder wollte etwas Neues und Außergewöhnliches haben. Zur damaligen Zeit wurden mehr Computer für die Unternehmen, als für die Privatpersonen verkauft. Das lag auch zum Teil daran, weil man als Privatperson nicht wirklich viel mit einem Computer anfangen konnte. Heute besitzt so gut wie jeder einen Heimcomputer, einen Laptop oder ein tragbares Tablet. In unseren Händen halten wir Smartphones, die mittlerweile so leistungsstark sind, dass man damit problemlos so gut wie jede Aufgabe erledigen kann, die man auch auf einem modernen Computer verrichtet.

Digitalisierung schreitet immer weiter voran

Heute benutzen die Kinder zum Schreiben in einigen entwickelten Schulen keine Collegeblöcke mehr, sondern Tablets. Man kann sagen, was man will, aber die Digitalisierung in Form von Computern, Smartphones, Tablets und co. hat unsere Welt verbessert. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob ein solches Verhalten überhaupt noch gesund für den Menschen sei. Schließlich verbringen viele von uns den halben Tag vor einem Computer. In der Freizeit holen wir unser Smartphone raus, um die neusten Nachrichten zu lesen, Facebook, Twitter, Instagram und Co. zu checken und mit unseren Freunden zu „Whatsappen“.

In Sachen Gesundheit

Nehmen wir unseren Körper und explizit unsere Augen als Beispiel. Egal, was die Hersteller uns erzählen und wie gut die Displays an unsere Augen angepasst werden – trotz all dem werden unsere Augen auf die Dauer durch das ständige in Kontakt geraten mit den elektronischen Geräten, geschädigt. Heutzutage trägt jeder Dritte eine Brille und das zum größten Teil nur, weil wir bereits seit Kindesalter an, mit der Digitalisierung konfrontiert werden.

Die Folgen für Kinder

Für die Kinder kann die Digitalisierung ebenfalls fatale Folgen nach sich ziehen. Kinder müssen sich mit Büchern, der Welt um sie herum und sozialen Kontakten weiterentwickeln. Drückt man aber einem Kind ein Tablet in die Hand, damit sich das Kind alleine beschäftigt, dann wird sich das Kind zwar mit dem Tablet ganz schnell anfreunden und zurechtkommen. Allerdings muss man sagen, dass sich ein solcher Umgang bereits im Kindesalter mit der digitalen Welt sehr schlecht auf die Entwicklung des Kindes auswirken wird. Die Kinder können keine sozialen Kontakte entwickelt und verlieren den Bezug zu der realen Welt. Des Weiteren verlangsamt sich die Entwicklung der motorischen Funktionen und des logischen Denkens. Ferner können auch physische Einschränkungen die Folge von einem zu frühen Kontakt mit der Digitalisierung die Folge sein. Genau wie bei den Erwachsenen können bei den Kindern Kopfschmerzen und Augenprobleme die größten physischen Probleme darstellen.

In Sachen Umwelt

Doch was bedeutet die Digitalisierung im Klartext für die Umwelt. Nun ja, mit der Umwelt sieht die ganze Situation auch nicht rosig aus. Heute haben wir Milliarden von den sogenannten Gadgets im Umlauf. In der Regel in Europa und in den Ländern der sogenannten Ersten Welt wechseln die Menschen Ihre Smartphones, Tablets und Laptops alle zwei Jahre. Das bedeutet für die Umwelt, dass immer mehr Schadstoffe bei den Riesenproduktionen in die Luft gepustet werden. Darüber hinaus müssen die alten Geräte irgendwie entsorgt werden und hier gelangen wir an das größte Problem, welches mit der Umwelt verbunden ist.
Nur die wenigsten Hersteller lassen Ihre Produkte recyceln. Dabei muss man sich die Situation so vorstellen: Bei so vielen elektronischen Geräten, die zum größten Teil aus gesundheitsschädlichem Plastik bestehen, landen diese bestenfalls auf der Müllkippe.

Konsumverhalten spielt eine große Rolle

Leider setzten auch diverse Unternehmen immer mehr auf Quantität vor Qualität und so ergibt sich das folgende Szenario: Sie kaufen zum Beispiel ein Smartphone für eine Menge Geld (600 Euro). In zwei Jahren können Sie Ihr Smartphone so gut wie gar nicht mehr benutzen, da es einfach zu langsam geworden ist oder einfach nur nicht mehr funktioniert. Sie werden somit gezwungen sich ein Neues Gerät zu kaufen und das Jahr für Jahr. Es gibt aber auch Hersteller, bei den das nicht so ist, doch wiederum gibt es Menschen, die trotzdem jedes oder jedes zweite Jahr ein Neues Gerät wollen. Im Endeffekt bedeutet das für unsere Umwelt nur eins: mehr Schadstoffe und mehr Abgase landen in der Luft und verschmutzen unsere Umwelt. Die Hersteller verlangsamen unsere Gadgets gezielt, damit wir neue kaufen und Geld ausgeben, oder wir möchten schlichtweg jedes Jahr etwas Neues haben. Der Vorteil zeichnet sich nur auf den Konten der Hersteller aus und die schlimmste Rechnung zahlen wir mit der schlechten Umwelt und sich dadurch immer mehr ausbreitenden Krankheiten.

Was können wir tun

Allerdings können wir unser Konsumverhalten in der digitalen Welt etwas zügeln und das würde schon eine enorme Abhilfe für unsere Umwelt schaffen. In erster Linie müssen wir als Endverbraucher versuchen nicht jedes Jahr oder jedes zweite Jahr ein neues elektronisches Endgerät zu kaufen. Viele würden jetzt sagen: „leichter gesagt, als getan“ und damit würde man gar nicht so falsch liegen, dennoch ist es bei einigen elektronischen Geräten möglich, diese nicht alle zwei Jahre oder öfter, zu erneuern. Wenn Sie zum Beispiel einen Heimcomputer oder Laptop kaufen, dann können Sie diesen in der Regel ganz leicht auch alleine Zuhause aufrüsten, falls der Computer mal langsam werden sollte. Kennen Sie sich nicht so gut mit den Computern aus, dann können Sie in einen zertifizierten Shop gehen und dort wird Ihr Computer fachgerecht repariert oder aufgerüstet. Bei den Smartphones und Tablets gestaltet sich das Ganze ein wenig schwieriger, denn hierbei kann man die Geräte nicht eigenständigen aufrüsten. Der Speicher ist fest mit der Mutterplatine verlötet und der Aufwand lohnt sich überhaupt nicht. Nutzen Sie viele mobile Geräte, wie Smartphones oder Tablets, dann kann man nur empfehlen, zu Modellen oder Herstellern zu greifen, die Ihre Smartphones oder Tablets lange mit Softwareupdates versorgen und somit das System bestmöglich erneuern, was wiederum in der Regel ein wenig Abhilfe verschafft. Folglich, wenn Sie Produkte von dem richtigen Smartphone oder Tablet Hersteller kaufen, der die Geräte lange unterstützt, können Sie von diesen Geräten lange profitieren und problemlos bis zu fünf Jahren nutzen.
Wenn sich wenigstens nur die Hälfte der Smartphone-, Tablet- oder Computernutzer so verhalten würde, dann würde unsere Umwelt deutlich von den Schadstoffen entlastet werden, denn es würden nicht jährlich so viele Endgeräte produziert, wenn die Nachfrage nicht so groß wäre.

Fazit

Jeder Mensch muss für sich selbst entscheiden – brauche ich die Digitalisierung oder kann ich ohne leben. Natürlich kann man sich ein Smartphone oder einen Computer nicht mehr wegdenken, denn sie erleichtern unseren Alltag drastisch. Doch brauche ich jedes oder jedes zweite Jahr ein neues Gerät oder kann ich noch einige Jahre mit dem Alten auskommen? Sollte ich mein Kind vor das Tablet bereits mit zwei Jahren setzen oder lese ich ihm etwas aus einem Buch vor? Das sind die Fragen, die nur jeder für sich selbst beantworten kann!

 

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