Chinas wirtschaftlicher Aufstieg und eine Prognose

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Shanghai Metropole
@ chungking, depositphotos.com

Die Volksrepublik China belegt weltweit Spitzenpositionen nicht nur in der Produktion von Reis, sondern auch von Getreide und Kartoffeln. Aber auch Rohstoffe wie Gold, Blei und auch Zink werden von diesem Land gefördert.

Die Devisenreserven in China beliefen sich vor 40 Jahren noch auf rund 167 Milliarden USD, Ende September 2017 stiegen sie dann bis auf 3,1085 Billionen USD. Auch wenn Chinas Devisenreserven letztes Jahr um einiges gefallen sind, zählen sie noch immer mit zu den größten der Welt. Angeblich will China bis 2030 sich jetzt viel mehr auf die inländischen wirtschaftlichen Innovationen und den Konsum konzentrieren und nicht mehr verstärkt auf Investitionen und Exporten wie in den vorherigen Jahren.

Die wirtschaftliche Entwicklung von China kann mit einem modernen Wirtschaftswunder verglichen werden, da rund 500 Millionen Chinesen in den letzten 30 Jahren der existentiellen Armut entkamen.

Chinesische Unternehmen beispielsweise sind in vielen Branchen weltweite Marktführer und die Tendenz liegt auch weiterhin am Steigen. Auch sind chinesische Großhändler bereits seit Längerem weltweit aktiv und tragen so zum positiven Handelsvolumen bei. Der Aufstieg ist sicherlich auch auf die Wertpapierbörsen in Shanghai und Shenzhen zurückzuführen, die 1990 gegründet wurden und sich mittlerweile mehr als konsolidiert haben. Obwohl dieses Land mit Sicherheit auch große Risikopotenziale mit sich bringt, hat die Zukunft auch noch weiterhin sehr gute Entwicklungschancen.

Wie sind die Prognosen für 2018?

Obwohl die Auslandsinvestitionen im letzten Jahr in China mehr als deutlich gesunken sind, ist sicherlich auch 2018 mit einigen Überraschungen zu rechnen. Investitionen aus Deutschland erlitten beispielsweise einen Rückgang von über 40 %, wie das chinesische Handelsministerium verlauten ließ. Allerdings sind sich die meisten Unternehmer sicher, dass sie trotz den fehlenden Investitionen ihre Geschäftsziele erreichen werden. Grund dafür ist der Optimismus der chinesischen Verbraucher. Man geht davon aus, dass der Konsum in den nächsten vier Jahren um ca. 40 % steigen wird, da China jetzt viel mehr auch auf jüngere Konsumenten achten wird. Ganz klar, dass hier auch die digitalen Kauftransaktionen eine sehr wichtige Rolle spielen werden.

Ansonsten ist China natürlich auch im Außenhandel sehr aktiv. 2017 wurden fast 20 % mehr Waren aus dem Ausland importiert, wobei das Hauptaugenmerk auf Konsumgüter, sowie auf Investitionswaren lag. Allerdings besteht bei der chinesischen Wirtschaft auch das Risiko vom Trump-Effekt. China ist der größte Kreditgeber für die USA, die sich 3 Milliarden USD täglich für ihr Handelsdefizit leihen müssen. Politische Konflikte, sowie selbstverständlich auch eine Umschichtung in Hinsicht auf die Devisenreserven könnten in einer Katastrophe enden. In diesem Fall ginge es dann nicht nur um die amerikanische Wirtschaft, sondern auch China könnte in die Rezession geraten, da die Dollar-Reserven dadurch extrem entwertet werden.

Allerdings gibt es Hinweise, dass China in Zukunft auch noch in andere Währungen verstärkt investieren wird, darunter angeblich auch in Euro. Die Stabilisierung der chinesischen Devisenreserve ist auf den Handelsbilanzüberschuss zurückzuführen, sowie auch auf die vorgenommenen Kontrollen in Hinsicht auf den Kapitalverkehr.

Wie sieht es mit den internationalen Währungsreserven aus?

China hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg seine internationalen Währungsreserven wieder ausgebaut und konnte das vergangene Defizit wieder auf 3,14 Billionen USD im Dezember erhöhen, nachdem die 3 Billionen Grenze unterschritten wurde. Zum Devisenbestand zählen USD und Euro, japanische Yen, das britische Pfund, sowie auch die Schweizer Franken.

China liegt nach wie vor an der Spitze der Länder mit den höchsten Währungsreserven, gefolgt von Japan mit 1.322,4 Milliarden USD, Schweiz mit 798,8 Milliarden USD und Russland mit 431,6 Mrd. US-Dollar. Diese Angaben der Währungsreserven beziehen sich auf eine Statistik vom November 2017 und auf Länder, die dem Internationalen Währungsfonds ihren Reservestand mitteilen. Die Währungsreserve von Deutschland betrug zu diesem Zeitpunkt übrigens rund 200,9 Milliarden.

Bei den Währungsreserven im Verhältnis zum BIP sieht es allerdings etwas anders aus. In diesem Fall steht Hongkong als Sonderverwaltungszone an erster Stelle auf der Liste mit mehr als 331 Mrd. Euro und knapp dahinter der Libanon mit einer jährlichen Wirtschaftsleistung von 40,8 Mrd. Euro. An dritter Stelle steht die Schweiz und dahinter Saudi-Arabien, sowie auch Singapur.

Fazit

2017 waren deutsche Firmen für chinesische Investoren die erste Wahl, da es zu über 50 Transaktionen kam. Laut einer interessanten Studie der EY-Unternehmensberatung stiegen die Übernahmswerte auf über 13,5 Milliarden Dollar. Europaweit gesehen kam es allerdings zu einem Rückgang. Dies kann auf verstärkte Kontrollen der chinesischen Regierung zurückzuführen sein, um einen verstärkten Kapitalfluss zu verhindern. Die größte Transaktion europaweit war die Übernahme von Logicor, einem bekannten Lagerhaus Unternehmen, das für 13,7 Mrd. Dollar verkauft wurde, aber auch der Verkauf von Ista, dem Energiedienstleister aus Essen für 6,7 Mrd. Dollar sorgte für große Schlagzeilen.

Nach wie vor besteht von chinesischer Seite aus sehr großes Interesse an europäischen Unternehmen. Grund dafür ist unter anderem auch das 2013 forcierte Projekt der Neuen Seidenstraße, bekannt auch unter dem Namen One Belt, One Road. Dabei handelt es sich um ein 900 Mrd. Dollar Projekt, welches die asiatischen, europäischen und afrikanischen Staaten miteinander über Handelswege in der Luft, Wasser und zu Land verbinden soll.

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