Mein Start-Up wächst nicht – was ist zu tun?

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@ peshkova, depositphotos.com

Das Wachstum von Start-ups lässt sich leider nicht nur durch eine gute Geschäftsidee und eine gesicherte Finanzierung beeinflussen. Die dynamische Gründerlaune ist schnell vorbei, wenn keine neuen Kunden gewonnen werden können.

Es handelt sich dabei um die größte Herausforderung. Wird keine geeignete Lösung gefunden, dann ist man schnell zum Scheitern verurteilt.

Zielgruppe und Einkaufsverhalten erkennen 

Fehlendes Wachstum kann darauf zurückzuführen sein, dass man die Kernzielgruppe überhaupt nicht kennt oder sie nicht richtig einschätzen kann. Dadurch kann dann die eigene Marke natürlich auch überhaupt nicht bekannt werden. Um neue Kunden akquirieren zu können, muss man die geeignetsten Vertriebskanäle gezielt einsetzen. Das geht aber nur, wenn man das Einkaufsverhalten der Kunden kennt und sich von der Konkurrenz unterscheidet.

Konkurrenz im Auge behalten

Ein Blick auf die Konkurrenz ist notwendig, um im Wettbewerb als Start-up überleben zu können. Je besser wir die Zielgruppe und auch die Mitstreiter kennenlernen, desto einfacher wird es, deutliche Unterschiede zu markieren und auf diese aufmerksam zu machen. Wenn man beispielsweise vom Verkaufspreis her nicht mithalten kann, dann sollte auf andere Vorteile hingewiesen werden. Dies kann beispielsweise ein extrem guter Kundenservice sein, Garantie oder sonstige positiven Vorzüge, die den zukünftigen Kunden einen echten Mehrwert bieten.

Geeignete Marketing- und Vertriebskanäle

Nachdem man seine Zielgruppe besser kennt, lassen sich auch die Vertriebskanäle viel besser und vor allem gezielt ausnützen. Ein Erfolgsrezept gibt es nicht, aber auch in diesem Fall können uns die Marketingstrategien der Konkurrenz einen guten Hinweis liefern. Die passenden Vertriebskanäle sind auch davon abhängig, inwiefern lange Erklärungen für das Produkt oder die Dienstleistung notwendig sind. Egal für welche Alternative man sich letztendlich entscheidet, wichtig ist, dass auf eine gute Interaktion mit den Interessenten oder Kunden geachtet wird.

Nicht den Überblick verlieren

Gerade als Start-up in Krisensituationen muss man lernen, auf keinen Fall den Überblick zu verlieren. Häufig werden leider falsche Entscheidungen aufgrund von einem fehlenden Überblick und unter extremen Zeitdruck getroffen. Man sollte sich als Gründer also vorwiegend auf nur wenige wichtige Themen konzentrieren, damit das vorgesehene Projekt auch wirklich erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden kann. Es bringt in der Regel überhaupt nichts, wenn man zu viele Themen zur gleichen Zeit angehen will.

Realistische Zielsetzung und Planung

Die Zielsetzung ist natürlich unbedingt wichtig, um überhaupt eine Planung vornehmen zu können. Allerdings sollte die Zielsetzung auch wirklich realistisch sein und auch die Erwartungen von den Stakeholdern erfüllt werden können. Leistungen und Erfolge lassen sich mit den KPIs messen. Die Key Performance Indicators sind im Prinzip nichts anderes, als Leistungsindikatoren. Sie werden in Kennzahlen dargestellt und sind auf die Anforderungen des Unternehmens ausgerichtet. Beispiele für KPIs sind beispielsweise bei der Produktion die täglich hergestellte Stückzahl, der Umsatz durch ein neues Vertriebssystem bei Neukunden oder auch positive Medienberichte über das Start-up.

Hilfe in Anspruch nehmen

Gründer können es sich nicht leisten, aus reinem Stolz auf Hilfe zu verzichten. Stolz und auch der Wunsch, alles selber zu machen, kann der Grund für mangelndes Wachstum sein. Das Wachstum vom Start-up kann durchaus auch durch Skalierungen gefördert werden. Wer offen seine Schwächen und natürlich auch die Stärken zugeben kann, hat weitaus größere Wachstumschancen. In vielen Fällen haben die Investoren ausgezeichnete Kontakte, die zum Wachstum extrem nützlich sind. Ansonsten kann man natürlich auch durch zeitaufwendige Recherchen zum gleichen Resultat kommen. Wichtig ist allerdings, sich professionelle Unterstützung zu holen.

Mitarbeiter nicht außer Acht lassen

Zufriedene Mitarbeiter sind für jedes Start-up extrem wichtig, um erfolgreich zu sein. Bevor man allerdings als Gründer auf die Talentsuche geht, sollte man sich erst einmal fragen, was von zukünftigen Angestellten überhaupt erwartet wird, nach welchen Kriterien sie ausgesucht werden wollen und natürlich auch, wie es mit der Bezahlung aussieht. Bei mehreren Mitarbeitern ist es notwendig, auch wirklich klare Spielregeln und einheitliche Prozesse in der Hand zu haben. Gegebenenfalls kann ein HR-Experte hierzu beitragen, um nicht unnötige Zeit und Geld zu verlieren, da sich diese Profis dann natürlich auch um Themen wie die Gehaltsabrechnungen kümmern.

Persönliche Einstellung als Gründer

Die persönliche Einstellung als Gründer spielt eine entscheidende Rolle, denn wer nicht demütig bleibt, wird auch nicht mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen können. Erfolge können sich deshalb auch negativ auf das Wachstum auswirken. Wer nur ehrgeizig nach seinen eigenen Zielen strebt, läuft Gefahr, sich viel zu überspannte und unrealistische Ziele zu setzen. Um als Start-up auch langfristig Erfolg zu haben, sollte man sich erst einmal Schritt für Schritt eine sichere Existenz aufbauen können und sich erst einmal langsam und vorsichtig herantasten. Wer es zu eilig hat, kann dabei mit seinem Start-up extrem schnell unnötige Risiken eingehen.

Fazit

Ein Start-up ist also wirklich eine sehr große Herausforderung in beruflicher und auch in persönlicher Hinsicht. Ein Erfolgsrezept gibt es dabei nicht. Allerdings ist man als Gründer unbedingt auf viel Geduld und Durchhaltevermögen angewiesen, denn auch die ersten wirtschaftlichen Erfolge sind noch lange keine ausreichende Garantie, dass in Zukunft alle geplanten Ziele erreicht werden können. Man sollte also zu seinen Stärken und Schwächen stehen können, um Misserfolge zu vermeiden.

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