Kryptowährungen erzeugen Turbulenzen in der Finanzwelt

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@ kaprikM, depositphotos.com

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple sorgen schon seit Jahren für Turbulenzen und natürlich auch für sehr viele Schlagzeilen. Digitale Währungen werden nicht nur bei Anlegern immer beliebter, sondern anscheinend auch bei Unternehmen und Staaten.

Das beste Beispiel hierzu ist sicherlich Venezuela mit seiner eigenen Kryptowährung, die unter dem Namen Petro bekannt und durch natürliche Ressourcen in Form vom einheimischen Erdöl gedeckt ist. Laut Nicolas Maduro, dem venezolanischen Staatspräsident wurden bereits über drei Milliarden US-Dollar dadurch eingenommen. Es ist kein Geheimnis, dass dadurch die leere Staatskasse wieder aufgefüllt werden soll. Aber Venezuela ist anscheinend nicht die einzige Kryptowährung, die auf Rohstoffe basieren soll, da England, Schweden und auch Singapur ebenfalls mit weiteren Kryptowährungen nachziehen wollen. Das bedeutet, dass Kryptowährungen auch weiterhin für Turbulenzen sorgen werden, da es sich dabei um eine deutliche Änderung in Hinsicht auf das ursprüngliche Konzept dieses digitalen Geldes handeln wird. Allerdings wird auch in Zukunft die Blockchain-Technologie sicherlich die Basis für die neuen Kryptowährungen sein, die auf materiellen Grundlagen basieren werden.

Was sind die Vor- und Nachteile der Kryptowährungen?

Digitale Währungen wie der klassische Bitcoin als Beispiel haben den Vorteil der Dezentralisierung durch die Blockchain auf ihrer Seite. Transaktionen können deshalb viel schneller, sicherer und auch anonymer vorgenommen werden, als bei Banken. Auf Mittelsmänner wird bei dieser Technologie verzichtet. Inwiefern eine Transaktion stattgefunden hat, können Millionen von Nutzern über das Bitcoin Netzwerk im Zweifelsfall nachvollziehen. Auch gibt es mittlerweile immer mehr Anwendungszwecke für digitale Währungen. Bitcoin, Litecoin, Ethereum, Dash oder Monero werden nicht nur in einigen Online Casinos oder für den Kauf von PC-Games akzeptiert, sondern auch in Online-Shops, Restaurants und in Hotels. Es gibt weltweit schon viele Akzeptanzstellen für digitale Währungen. Wer eine gute Hand für Investitionen hat, kann mit Kryptowährungen auf hohe Gewinne hoffen, allerdings sind hierzu gute Nerven und auch Kapital notwendig. Mit der größte Vorteil allerdings ist bei den Blockchains zu finden, da sie nicht nur smarte Verträge ermöglichen, sondern auch fälschungssichere Wahlen oder sogar eine komplette Digitalisierung, wie das bereits in Estland der Fall ist.

Was die Nachteile der Kryptowährungen angeht, so mangelt es in vielen Fällen noch an Verständnis und vor allem auch an Vertrauen. Nicht jeder Mensch vertraut in ein neues Finanzsystem oder hat Zeit und Lust, dieses erst einmal ausführlich zu hinterfragen und kennenzulernen. Auch wenn man häufig seiner eigenen Bank nicht traut, vermittelt das aktuelle System doch eine gewisse Sicherheit, die bei Kryptowährungen noch lange nicht der Fall sind, zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Digitale Währungen sind aber auch noch verhältnismäßig jung, obwohl es sich dabei sicherlich um weit mehr, als nur um einen Hype handelt. Ein weiterer Nachteil ist auch die Legalisierung in einigen Ländern, denn je mehr Kryptowährungen international offiziell akzeptiert werden, desto größer wird auch die Beliebtheit werden.

Wie geht es weiter?

Klar, dass die Zukunft in so gut wie jeder Hinsicht noch in den Sternen steht, allerdings steht fest, dass nach der venezolanischen Kryptowährung auch noch andere Staaten nachziehen werden. Digitale Währungen werden also weit mehr sein, als nur ein modernes Zahlungsmittel. Interessant ist aber auch, dass Unternehmen wie z.B. Amazon großes Interesse an Kryptogeldern zeigen. Der Versandriese hat bereits 2013 die UR amazonbitcoin.com gesichert, sowie im Oktober 2017 weitere Cryptocurrency-Seiten. Schon jetzt warten viele Kunden darauf, mit Bitcoin bezahlen zu können, allerdings sind zumindest bis jetzt, die Transaktionen der Kryptogelder noch viel zu langsam. Angeblich wurden im Amazon Prime Sale pro Sekunde 600 Transaktionen verarbeitet, was natürlich ein sehr triftiger Grund ist, warum es in dieser Hinsicht noch keine offiziellen Neuigkeiten vom weltweiten Onlinesupermarkt gibt.

Wenn Unternehmen wie Amazon in Zukunft in den Kryptowährungsmarkt einsteigen, dann kann man auch als Laie davon ausgehen, dass virtuelle Gelder sicherlich noch eine viel höhere Akzeptanz bekommen werden, auch dann, wenn sie ihr eigenes Kryptogeld schaffen, anstatt Bitcoin, Litecoin, Ripple oder Ethereum zu akzeptieren. Laut einer Kundenumfrage, wären die meisten von ihnen bereit, für ihre Einkäufe mit einer Kryptowährung zu bezahlen. Aber nicht nur bei Amazon ist an ein neues Kryptogeld zu denken, sondern auch bei Google und Facebook. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, wer als erstes von diesen finanziellen Giganten seine eigene digitale Währung etablieren kann. Fest steht auf jeden Fall, dass Kryptowährungen dadurch viel glaubwürdiger werden und die Kunden das Gefühl bekommen, sie werden bei diesem alternativen Zahlungssystem nicht über das Ohr gehauen.

Fazit

Kryptowährungen können also durch den Einstieg von Staaten und Unternehmen durchaus viel mehr Glaubwürdigkeit erhalten, wobei es allerdings noch einige wichtige Faktoren zu beachten gibt. In Venezuela als Beispiel ist es noch lange nicht klar, ob es sich dabei um einen Vorabverkauf vom Rohmaterial handelt, oder ob durch das als Sicherheit garantierte Erdöl die Schuldaufnahmen gedeckt werden sollten. Ob die hoch verschuldete Ölindustrie in diesem Land durch die eigene Kryptowährung jetzt auch wirklich gesichert werden kann, ist auf jeden Fall noch abzuwarten.

 

 

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