Dropshipping im Onlinehandel leicht erklärt

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@ luislouro, depositphotos.com

Dropshipping gehört schon seit längerer Zeit zum Erfolgsrezept, was einen gewinnbringenden Onlinehandel angeht. Da bei diesem Verkaufskonzept so gut wie keine Investition in Logistik notwendig ist, können sich die Betreiber der Onlineshops vollständig auf die Beschaffung der Waren und natürlich auch auf den Aufbau eines neuen Kundenstammes konzentrieren. Auch müssen Sie sich nicht mit zeitaufwendigen Themen wie die entsprechende Verpackung der Ware oder komplizierten Transportproblemen herumärgern.

Dropshipping hat einen Riesenvorteil im Vergleich zum traditionellen Online-Handel, man kann ohne großes Eigenkapital mit etwas Glück und natürlich auch den notwendigen Kenntnissen schon in verhältnismäßig kurzer Zeit ein Vermögen verdienen.

Was ist überhaupt Dropshipping?

Dropshipping bedeutet soviel wie Streckengeschäft und ist eine besondere Handelsform über das Internet. Im normalen Handel muss man die Ware erst vom Hersteller kaufen, um diese dann gewinnbringend an die Kunden zu vermitteln. Beim Dropshipping ist man als Shop Betreiber eher eine Art von Vermittler, da die vom Kunden bestellte Ware direkt vom Hersteller geliefert wird. Für diese sensationelle Handelsmethode genügen in der Regel ein Computer mit Internetanschluss, sowie grundliegende kaufmännische Fähigkeiten.

Wie funktioniert Dropshipping in der Praxis?

Um Dropshipping erfolgreich in die Praxis umzusetzen ist man erst einmal auf einen verlässlichen Hersteller angewiesen. Bei der Auswahl geht es selbstverständlich erst einmal um die Auswahl der zum Verkauf geeigneten Produkte. Da man beim Dropshipping weder auf Lagerkosten noch auf Versandkosten angewiesen ist, kann man sich durchaus auch auf den Verkauf von verhältnismäßig großen Waren spezialisieren, wie beispielsweise Kühlschränke, Gartenhäuser, Autoteile, Möbel oder ähnliches. Selbstverständlich sollte man sich die Webseiten von anderen Anbietern erst einmal ansehen und die Preise und Angebote vergleichen. Eine Auswahl erprobter Großhändler, die das Dropshipping unterstützen, kann man auch in den jeweiligen Branchenverzeichnissen nachschlagen. Ein bekanntes Verzeichnis wird auf www.dropshipping.de angeboten. Hat man sich erst einmal für eine bestimmte Kategorie (oder natürlich auch mehrere) entschieden, dann setzt man sich mit den entsprechenden Herstellern in Verbindung um Preise und Lieferkonditionen auszuhandeln. Die Bestellung der Ware erfolgt also über den Online-Shop und wird von dort an den Großhändler oder Hersteller weitergegeben. Der Lieferant ist für die Verpackung und den Versand direkt an den Kunden zuständig. Der Gewinn liegt bei der Handelsspanne, was den Preis vom Einkauf beim Hersteller angeht, sowie dem Verkaufspreis über den E-Shop.

Bei welchen Großhändlern kann man Waren bestellen?

Wenn ein Großhändler schon Dropshipping anbietet, dann kann dies zwar durchaus ein positives Zeichen für einen verlässlichen Lieferanten sein, allerdings hat man dann schon vorab gleich mehrere Konkurrenten. Empfehlenswert ist deshalb, sich nach Produkten und Anbietern umzusehen, die Online noch nicht auf dem Markt bekannt sind, oder einfach bessere Preise anzubieten. Wichtig ist auf jeden Fall die Zuverlässigkeit des Großhändlers, denn wenn dieser die bestellte Ware nicht zum abgemachten Termin ausliefert, dann kommt der Online-Shop schon in kürzester Zeit bei mehreren Reklamationen in einen sehr schlechten Ruf, der fatale Folgen haben kann.

Mit welchen Produkten kann man erfolgreich handeln?

Massenprodukte sollte man bei dieser Handelsform eher vermeiden, da kleine Dropshipping Händler in der Regel beim Verkauf einfach nicht mit großen Konzernen mithalten können. Günstige Restposten und Nischenprodukte sind deshalb weitaus besser für den eigenen Deal über das Internet geeignet. Ansonsten lässt sich im Prinzip jedes Produkt was auch für den Versandhandel optimal ist, über Dropshipping bestens handeln. Der Schwerpunkt liegt bei Artikeln in der Preisklasse zwischen 10 und 150 Euro.

Welche Risiken gibt es im Dropshipping?

Die Zuverlässigkeit vom Hersteller oder Großhändler ist das größte Risiko überhaupt, vor allem dann, wenn der Kunde schon Vorauskasse geleistet hat. Wird die gekaufte Ware nicht zum vereinbarten Termin geliefert, dann geht der Kunde von Betrug aus und leitet juristische Schritte ein. Ansonsten ist das Risiko im Verhältnis zu anderen Geschäftsmodellen auch nicht viel anders. Der Unterschied liegt eigentlich nur darauf, dass man auf keiner nicht verkauften Ware als Verkäufer „sitzen bleibt“, sondern ein wenig gefragtes Produkt einfach gegen ein anderes austauschen kann, ohne dabei finanziellen Verlust zu erleiden. Wer einen erfolgreichen Handel mit Dropshipping aufbauen möchte, ist deshalb 100 % auf seinen Lieferanten angewiesen, sei es wegen der Lieferung, der Qualität der Ware und auch was eine gute Kommunikation zwischen beiden Handelspartnern angeht, da es dem Hersteller im Prinzip egal sein kann, ob ein Kunde verärgert ist oder nicht.

Erfahrungen im Dropshipping

Bis jetzt sind alleine in Deutschland über 350 erfolgreiche Händler im Dropshipping bekannt. Handelsplattformen wie E-Bay zum Beispiel eigenen sich hervorragend für den Weiterverkauf der Produkte. Da aber leider nicht jeder positive Erfahrungen mit seinem Großhändler oder Lieferanten aufweisen kann, kommt es natürlich auch zu negativen Erfahrungen, da sich ein schlechter Service im Internet in Minutenschnelle herumspricht und dabei sehr schnell von Betrug und Abzocke die Rede ist. Auch sollte man sich als Shopbetreiber nicht auf laufende Lizenzgebühren oder auf andere Zahlungen von Seiten der Großhändler einlassen, sondern sich wirklich nur auf sichere Anbieter verlassen.

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