Chance Corporate Blog: transparentes und authentisches Content Marketing

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© roobcio, depositphotos.com

Mit einem Corporate Blog beschreitet Ihr Unternehmen einen wirksamen Weg, um im Netz wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig können Sie durch ihn die Kommunikations- oder auch Marketingziele verfolgen und transparentes und authentisches Content Marketing betreiben.

Sie wollen wissen, wie Sie dieses Potential voll ausschöpfen können? Lesen Sie unsere 9 Tipps für einen qualitativ hochwertigen Unternehmensblog.

Was kann ein Corporate Blog?

Kommen wir direkt zu der spannenden Frage: Warum sollten Sie einen Blog für Ihre Unternehmenskommunikation einsetzen? Hier sind die Gründe:

  • Kundenbindung: (Potenzielle) Kunden nutzen Unternehmensblogs, um sich über das Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen zu informieren.
  • Informieren über B2B-Partner: Unternehmer im B2B-Bereich informieren sich durch das Lesen von Blogartikeln über Ihre Gesprächspartner.
  • Kompetenz zeigen: Sie können sich bzw. Ihr Unternehmen als Experte in Ihrer Branche positionieren und Ihre Kompetenz und Ihr Wissen unter Beweis stellen.
  • Dialog mit Kunden: Sie treten mit Kunden in Dialog. Im Idealfall entwickelt sich ausgehend vom Blog sogar eine Community, die Ihre Leistungen weiterempfiehlt.
  • SEO: Ihr Blog trägt zur Suchmaschinenoptimierung bei und wirkt sich auf die Rankings in Suchmaschinen aus.
  • Social Media: Sie können den Blog-Content in verschiedenen sozialen Netzwerken teilen.
  • Weiterverwendung: Sie könnten die besten Beiträge unter anderem für ein E-Book nutzen, das Sie auf Ihrer Homepage als Download anbieten und worüber Sie neue Kunden gewinnen können.

Was kann ein Corporate Blog nicht?

  • Wenig Arbeit: Das Betreiben eines Blogs ist zeitintensiv. Beiträge werden nicht „mal eben“ geschrieben, sondern benötigen Zeit, um Ihren Lesern einen echten Mehrwert liefern zu können.
  • Automatisch besseres SEO: Der bloße Einsatz eines Blogs führt nicht automatisch zu besseren Rankings in den Suchmaschinen. Der Content darf nicht beliebig sein, sondern muss durch Relevanz überzeugen.
  • Gewinne ab dem ersten Beitrag: Erst wenn ein Blog mehrere Artikel präsentieren kann, also auf verschiedene Fragen eine Antwort liefert, werden ihn mehr Menschen finden. Geben Sie Ihrem Unternehmensblog dafür die nötige Anlaufzeit.
  • Geringe Investitionen: Ein einzelner Blog-Beitrag kostet mehr als Anzeigen auf Facebook oder Google. Die Investitionen lohnen sich jedoch auf lange Sicht, weil der Blogbeitrag für immer im Internet verfügbar ist und dadurch jeden Tag die Chance hat, neue Kunden anzusprechen.
  • Erfolge durch kurzfristige Themen: Ein Angebot, das nur für kurze Zeit gilt, wird durch einen Blogbeitrag kaum spontane Erfolge erzielen können.

9 Tipps für einen qualitativ hochwertigen Unternehmensblog

Damit sich Ihr Firmenblog etabliert, sollten Sie sich über die „Machart“ der Artikel Gedanken machen: Wen spricht der Artikel an, welches Thema wird behandelt und wie gut ist er geschrieben? Hinzu kommen Kriterien nach denen die Suchmaschinenoptimierung funktioniert.

Erfahren Sie in den folgenden 9 Tipps, wie Sie einen richtig guten Unternehmensblog schreiben können.

1)     Für die Zielgruppe schreiben

Machen Sie nicht den Fehler einfach drauf los zu tippen, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Ein erfolgreicher Corporate Blog beginnt nämlich gerade nicht mit Worten, sondern mit Gedanken. Wer wird meinen Blog lesen? Aus welchem Grund und mit welchem Ziel? Was möchte ich selbst erreichen?

Buyer Persona – Für wen schreibe ich?

Stellen Sie sich als erstes eine fiktive Person vor, der Sie einen Namen geben. Wie sieht sie aus? Welche Interessen hat sie? Durch eine detaillierte Vorstellung von der Person, die man Buyer Persona nennt, werden Sie Ihre Blogartikel zielgerichteter verfassen können. „Liebe Elvira Schubert, Sie fragen sich, was eine Buyer Persona ist?“

Eine Buyer Persona ist Ihnen Orientierung und Leitfaden beim Schreiben und wird Ihnen dabei helfen, ein einheitliches Bild der Blog-Beiträge sicherzustellen.

2)     Themen gründlich recherchieren

Ihre Zielgruppe kennen Sie? Dann können Sie nun Themen auswählen, die besonders gut ankommen. Im Idealfall gefällt den Lesern ein Beitrag so gut, dass sie im Anschluss auf der Webseite zusätzliche Informationen abrufen – so erhöht sich die Verweildauer auf Ihrer Website und die Absprungrate der Leser zurück zu den Suchergebnissen nimmt ab. Solche Faktoren wirken sich positiv auf das Ranking in Suchmaschinen aus, aber dazu später noch mehr.

Themenliste: Gut durchdacht, ist halb gebloggt
Wie finden Sie gute Themen für Ihren Firmenblog? Mit einer Themenliste können Sie planen, wann Ihr Blogartikel erscheinen sollen und mit welchen Inhalten. Nehmen Sie sich Zeit für diese Arbeit und Sie werden sich in den nächsten Monaten selbst danken.

Gute Themen – So funktioniert die Auswahl
Werfen Sie einen Blick auf Ihr Unternehmen: In welcher Branche ist es angesiedelt? Greifen Sie für Ihre Branche die naheliegenden Inhalte heraus und planen Sie fundierte Artikel für Ihre Leser. Lassen Sie Ihren Blick auch etwas weiter schweifen und nehmen Sie sich verwandte oder entferntere Themen vor, die für Ihre Zielgruppe ebenfalls interessant sein können.

Artikel zu häufig gestellten Fragen
Sammeln Sie für Ihre Themenliste Fragen, die Ihnen Kunden häufig stellen. Haken Sie bei Ihrem Kundendienst nach, welche Probleme regelmäßig auftreten und verfassen Sie dazu einige hilfreiche Blogartikel. Die Leser werden nicht nur konsumieren, sondern Ihnen dafür danken. Hilfreiche Blogartikel sind die besten Blogartikel.

Eine Nutzerfragen-Analyse kann Ihnen helfen, weitere Themen zu finden. Auf http://answerthepublic.com/ finden Sie userrelevante Fragen, mit denen Sie Texte inhaltlich anreichern können.

Aktuelle Informationen
Wenn Sie einen Firmenblog schreiben, kommen Sie um regelmäßige Aktualisierungen nicht herum. Im Gegenteil: Sie sind Pflicht! Ein Blog lebt davon, ständig Neuigkeiten und aktuelle Informationen bereit zu stellen, für die sich ein Besuch lohnt.

3)     Die richtigen Worte finden

Im Wesentlichen sollten Sie drei Faktoren für einen gelungenen Blogartikel berücksichtigen:

  • einen relevanten Inhalt
  • die Optimierung für Suchmaschinen
  • eine gute Schreibe

Den ersten Punkt haben wir uns eben angesehen und der Zweite folgt in den nächsten Abschnitten. Soweit fühlen Sie sich wahrscheinlich auf der sicheren Seite? Vielen Menschen macht der dritte Punkt Bauchschmerzen: Wie bekommen Sie eine „gute Schreibe“?

Grundlagen für Blogartikel

Sprachgefühl hilft Ihnen beim Texten auf jeden Fall weiter, doch Schreiben ist auch ein Handwerk, das Sie erlernen können. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, sondern – um bei Sprichwörtern zu bleiben – Übung macht den Meister. Eignen Sie sich Wissen über das Schreibhandwerk an und setzen Sie Ihre Kenntnisse immer und immer wieder ein. Probieren Sie aus und üben Sie.

Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, werden Ihre Texte bereits an Qualität und „guter Schreibe“ dazu gewinnen:

  • Bringen Sie die wichtigste Information in die Überschrift (H1).
  • Verwenden Sie ein Verb in Ihrer Überschrift. Sie wird dynamischer klingen und Kunden zum Lesen animieren.
  • Gliedern Sie Ihren Text in Absätze (50-60 Wörter/Absatz) mit aussagekräftigen Zwischenüberschriften (H2).
  • Lockern Sie Texte durch Aufzählungen, Tabellen und Bilder auf.
  • Vermeiden Sie Substantivierungen.
  • Vermeiden Sie Fachbegriffe. Sollte trotzdem einer notwendig sein, erklären Sie ihn.
  • Formulieren Sie (einige) Zwischenüberschriften als Fragen. Sie sprechen den Leser direkt an und lockern den Text auf.
  • Erweitern Sie Ihren Wortschatz. Rufen Sie Duden online auf und schauen Sie, welche Synonyme der Duden für ein Wort vorschlägt. Bei der Vielzahl an Synonymen finden Sie sicher ein Wort, das Ihren Text abwechslungsreicher klingen lässt.

4)     Keywords definieren

Wie schaffen Sie es, dass Ihr Unternehmensblog in den Suchmaschinen oben gelistet wird? Um dieses Ziel zu erreichen, lohnt es sich, Keywords zu definieren. Das sind Wörter oder Wortgruppen, nach denen Nutzer in Suchmaschinen suchen. Wenn Sie Texte auf Keywords hin optimieren, bekommen Nutzer in der Regel Ihren Unternehmensblog in Suchmaschinen weiter oben angezeigt.

Verschaffen Sie sich z. B. mit dem AdWords Keyword-Planner unter dem Feld »Mithilfe einer Wortgruppe, einer Website oder einer Kate­gorie nach neuen Keywords suchen« einen Überblick über relevante Keywords.

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Google Keyword Planner –  Bildquelle: Google.de

Das wichtigste Keyword sollten Sie sowohl in Ihrer Hauptüberschrift als auch in Title und Description einsetzen, die anderen Keywords in den Zwischenüberschriften und in Ihrem Text verteilen – jedoch nicht um jeden Preis. Achten Sie auf einen angenehmen Lesefluss, denn in erster Linie möchten Sie Ihre Leser zufrieden stellen.

5)     Aussagekräftige Überschriften verwenden

Die Überschrift ist der wichtigste Teil Ihres Textes, denn anhand derer entscheidet ein Interessierter, ob er den Artikel aufrufen wird. Sie sollten sich daher etwas Zeit beim Texten nehmen. Seien Sie dabei nicht zu frei und fantasievoll. Überschriften müssen in erster Linie einen Rückschluss auf den Text zulassen. „Ein Lied von Wind und Wasser“ klingt melodisch, liefert aber kaum Anhaltspunkte darüber, wovon der Blogartikel wohl handelt. Besser wäre: „Energie-Alternativen: Volle Leistung aus Wind und Wasser“.

Orientierung ist die Hauptaufgabe der Überschrift und der Zwischenüberschriften. Sie gliedern einen Text nach »Wichtigkeit« in sechs Abstufungen (H1–H6). Für Suchmaschinen sind vor allem die H1-, H2- und H3-Überschriften relevant.

Wichtigste Vorgaben für Überschriften aus SEO-Sicht

  • Pro Seite nur eine H1-Überschrift verwenden.
  • Auf eine H1-Überschrift folgt eine H2-Überschrift, wenn eine Zwischenüberschrift benötigt wird.
  • Wichtigstes Keyword in die H1-Überschrift aufnehmen.
  • Zwischenüberschriften als H2-Überschriften vergeben.

6)     Doppelte Inhalte vermeiden

Häufig werden in Blog-Systemen Schlagwort-Seiten automatisch generiert und überschneiden sich dann häufig inhaltlich mit den Kategorie-Seiten. Es entstehen doppelte Inhalte, die das Ranking in den Suchmaschinen behindern. Um dies zu umgehen, können Sie die Schlagwort-Seiten auf NoIndex setzen und per 301-Weiterleitung auf die entsprechende Kategorie ver­weisen.

Je länger Sie Ihren Blog betreiben, desto mehr Blogartikel werden pro Kategorie gelistet. Der Übersichtlichkeit wegen bieten sich hier Paginierungsseiten, also Seiten, die mehrere Blogbeiträge listen. Um die Beziehungen zwischen den einzelnen Seiten anzugeben, empfiehlt Google, die beiden Attribute rel=“next“ und rel=“prev“ einzubinden.

7)     Interne Verlinkungen setzen

Suchmaschinen versuchen Ihren Blog zu verstehen und nutzen dafür auch die internen Verlinkungen. Unterschätzen Sie daher nicht die Linkpower von internen Verlinkungen! Setzen Sie Links zu wichtigen Seiten und helfen Sie damit den Suchmaschinen.

Durch die interne Verlinkung aus dem Text heraus können wichtige Kategorien gestärkt werden. Versuchen Sie, folgende Fehler zu vermeiden:

  • Interne Verlinkungen auf 404-Seiten
  • Interne Verlinkungen auf Seiten mit dem Statuscode 301 oder 302
  • Interne Verlinkungen auf Seiten mit Canonical, der nicht auf sich selbst verweist

Linktexte – sinnig und eindeutig

Achten Sie beim Setzen von Verlinkungen darauf, dass Sie eindeutige Linktexte haben und themenrelevante Seiten nicht mit dem gleichen Text verlinken. Wenn „Pullover“ einmal zu „Damen-Pullovern“, einmal zu „Herren-Pullovern“ und einmal zu „Kinder-Pullovern“ verlinkt, sind die Suchmaschinen verwirrt. Seien Sie also präzise bei der Vergabe des Linktextes (z. B. „Pullover für Damen“).

Wenn Sie auf Ihrem Firmenblog mit mehreren Bloggern zusammenarbeiten, empfiehlt sich eine Übersicht, aus der hervorgeht, welcher Linktext zu welcher URL führt.

8)     Bilder optimieren

Häufig werden Bilder in Gesprächen über Suchmaschinenoptimierung vergessen, dabei sind sie nicht nur ein Eyecatcher für den Leser. Bild-Dateien haben die Power, zusätzlichen Traffic zu generieren und die Themenrelevanz des Blogartikels zu erhöhen.

So optimieren Sie Ihre Bilder:

  • Verwenden Sie aussagekräftige Dateinamen.
  • Schreiben Sie die Dateinamen des Bildes klein und ohne Umlaute.
  • Passen Sie die Bildgröße an (nicht größer als nötig) und vermeiden Sie damit lange Wartezeiten.

9)     Natürliche Verlinkungen erhalten

Mit Ihrem Blog positionieren Sie sich als Experte auf einem Gebiet und erstellen viele verlinkenswerte Inhalte. Nutzen Sie das Potential! Für Suchmaschinen sind Verlinkungen zu Ihrem Blog ein bedeutender Ranking-Faktor.

Wie kommen Sie zu Verlinkungen?

Es empfiehlt sich, eine Auswahl von Webseitenbetreibern und Blogs bereits im Vorfeld zu kontaktieren und Meinungen über geplante Content Marketing Aktionen einzuholen. Das bringt Ihnen wertvolle Ideen und Erkenntnisse. Sobald Ihr Blogartikel online geschaltet wurde, sollten Sie ihn publik machen – am besten unter Multiplikatoren.

Zusammenarbeit mit anderen Bloggern

Gehen Sie auch gern Kooperationen mit Bloggern ein, wie das das Unternehmensblog von Ikea beispielsweise getan hat: Blogger gaben Tipps für eine spontane Wohnzim­merparty mit Freunde. Die Gastbeiträge selbst wurden von den Bloggern auf ihren eigenen Blogs verlinkt.

Noch ein Tipp: Bitten Sie anerkannte Meinungsmacher als Gastautoren einen Artikel auf Ihrem Unternehmensblog zu veröffentlichen.

Fazit

Ihr Unternehmensblog bietet Ihnen Platz für Gedanken, Ideen und den Austausch mit (potenziellen) Kunden über das Unternehmen oder Themenfelder, in denen sich das Unternehmen bewegt. Um die Wirkung des Blogs voll auszuschöpfen, sollten Ihre Inhalte in erster Linie einen echten Mehrwert für die Leser haben. Außerdem müssen On-Page-Maßnahmen, wie die Vermeidung von doppeltem Inhalt beachtet werden. Vor allem beim Linkaufbau und bei internen Verlinkungen können Unternehmensblogs zu einer stärkeren Präsenz im Internet beitragen.

Autor des Gastartikels ist Herbert Buchhorn

Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business. Mit mehr als 40 Mitarbeitern betreut die Agentur nationale und internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Zu den Leistungen gehören neben Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA) und eCommerce & Onlineshop Lösungen auch Content Marketing, Social Media Marketing, E-Mail Marketing sowie Conversionoptimierung. Als gefragter Experte hält er regelmäßig Workshops rund um das Thema Online Marketing.

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