Blockchain-Technologie für das Unternehmen nutzen

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KI und big data
@ limbi007, depositphotos.com

Die Blockchain-Technologie kam zum ersten Mal beim Bitcoin zum Einsatz, aber mittlerweile dient sie nicht nur für neue Kryptowährungen, sondern auch für besonders smarte Verträge, Geldflüsse und aufwendige Transaktionen.

Im Prinzip handelt es sich dabei um einen dezentralen Speicher, der über Computer weltweit für Vermögenswerte, digitale Daten und digitale Transaktionen gemeinsam genutzt werden kann. Dadurch fallen Zwischenhändler weg, der internationale Zahlungsverkehr geht schneller und günstiger, die Betrugsgefahr wird verringert, es besteht die Möglichkeit für Crowdfunding und auch die unterschiedlichsten Arbeitsprozesse lassen sich damit beschleunigen. Dies ist auch der Grund, warum sich immer mehr Unternehmen für Blockchain-Technologien entscheiden. Giganten wie Amazon oder Microsoft haben die Vorteile der Blockchain-Unterstützung natürlich schon längst zu ihren Vorteilen ausgenützt, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen können durchaus von der Blockchain-Technologie profitieren.

Es geht dabei also schon längst nicht mehr rein um Kryptowährungen, sondern um die Vorteile von dieser revolutionären Technologie. Dazu zählen beispielsweise die Dezentralisierung und die Sicherheit, die Zuverlässigkeit und natürlich auch die Möglichkeit, damit intelligente Verträge zu erstellen. Viele Banken weltweit haben sich zwar deutlich gegen Kryptowährungen geäußert, aber die Blockchain-Technologie wurde bereits in ihr Finanzsystem integriert. Dadurch werden die finanziellen Transaktionen sicherer, billiger und auch viel schneller ausgeführt.

Für welche Branchen sind Blockchains interessant?

Im Prinzip ist die Blockchain-Technologie sehr vielfältig, so dass sie fast überall zum Einsatz kommen kann. Sie ist ideal für IT-Firmen und den Handel, Finanzdienstleister, Wirtschaftsprüfer, für die Gesundheitsbranche und Energiewirtschaft, Logistik, sowie auch für den Tourismus. Der Handel als Beispiel kann durch Blockchain-Technologien beschleunigt werden. In der Regel dauert es mehrere Tage, wenn wichtige Handelsdokumente oder Kreditbriefe für den Import und Export versendet werden müssen. Wird allerdings eine Blockchain-Plattform verwendet, dann lässt sich die notwendige Dokumentation in digitaler Form abwickeln und zur Sicherheit auch komplett nachverfolgen.

Durch die Blockchain-Technologien lässt sich auch das Datenmanagement deutlich modernisieren. Schon jetzt haben viele Unternehmen Probleme damit, die riesigen Datenmengen zu verwalten und effizienten Nutzen daraus zu ziehen. Mit Blockchain-Technologien wird das Erfassen und Auswerten von Informationen bei richtiger Anwendung zu einer Kleinigkeit. Im Prinzip kann eine Blockchain mit einer Informationskette verglichen werden. Alle Daten werden in Blöcken in chronologischer Reihenfolge abgelegt. Dadurch sind die Daten für alle Beteiligten an einem Netzwerk einsichtbar und lassen sich auch leicht zurückverfolgen. Da sie nicht in einer zentralen Datenbank gespeichert werden, sondern in einer Blockchain, sind sie auch kryptologisch gesichert.

Welches Risiko besteht bei der Blockchain-Technologie?

Die Blockchain-Technologie gilt als besonders sicher, da die Kontrolle auf verteilte Systeme basiert. Es ist also keine zentrale Autorität für die Transaktionen notwendig. Geldüberweisungen als Beispiel funktionieren durch eine Vielzahl von Computern, die diese Transaktionen durch die miteinander verbundenen Netzknoten akzeptieren. Es können auch keine Daten aus der Blockchain geändert oder entfernt werden, was natürlich noch zusätzlich zur Sicherheit beiträgt. Allerdings ist eine Blockchain auch nicht unbedingt ausfallsicher. Wird sie mit loT-Geräten vernetzt, dann besteht die Gefahr, dass wenn der DNS-Service nicht erreichbar ist, auch die Blockchain gestört wird. Sie kann in diesem Fall die nächsten Kettenteile nicht abrufen. Im Prinzip kann man auch davon ausgehen, dass bei DNS-Attacken auch die Blockchain beeinträchtigt werden kann. Es ist deshalb unbedingt notwendig, dass auf die DNS-Sicherheit und Funktionstüchtigkeit geachtet wird.

In Deutschland spielen natürlich auch die rechtlichen Fragen eine bedeutende Rolle, da die Blockchain-Technologie auf der Dezentralisation basiert. Viele Unternehmen stellen sich die berechtigte Frage, welches Rechtssystem z.B. bei den Smart Contracts gültig ist und wer als rechtliche Instanz bei Problemen verantwortlich ist. Auch ist unbedingt auf den Datenschutz zu achten, da die Blockchains im Prinzip öffentlich sind. Bis sich die Blockchain-Technologie überzeugend bei uns durchsetzen wird, ist also noch von einigen wichtigen Faktoren abhängig.

Lohnt sich die Blockchain-Technologie für mein Unternehmen?

Ganz klar, dass man als Unternehmer die Effizienz auf jeden Fall steigern möchte. Allerdings ist man hierzu nicht unbedingt auf die Blockchain-Technologie angewiesen, da sich in der Regel auch andere individuelle Lösungen finden lassen. Man sollte sich erst einmal gut überlegen, wie man die Blockchain zum eigenen Vorteil ausnützen kann. Amazon als Beispiel ist dadurch in der Lage, schnellstmöglich weltweite Versendungen zu garantieren, aber wer kann als Einzelhändler schon mit diesem Giganten mithalten? Für viele Unternehmen, bei denen die Blockchain-Technologien bereits zum Einsatz kommen, wird sie nicht vollständig ausgenützt, da der komplette mögliche Nutzen einfach noch unbekannt ist.

Die Anwendung der Blockchain kann durchaus brillant sein, aber zumindest zum aktuellen Zeitpunkt befindet sie sich häufig noch in einer theoretischen Phase. Desweiteren ist es auch wichtig, ob man sich für eine öffentliche oder für eine berechtigte Blockchain-Technologie entscheidet. Erstere ist zumindest für viele große Unternehmen überhaupt nicht interessant, da sie in vielen Fällen nicht dafür vorbereitet ist, so große Datenmengen und Transaktionen zu verarbeiten. Anstatt einer Blockchain kann man auch einfach „nur“ eine gemeinsame Datenbank implementieren. Wenn das Unternehmen aber von Dritten für so gut wie alle Tätigkeiten abhängig ist und dies einen extremen Kostenfaktor darstellt, dann kann die Blockchain-Technologie durchaus sinnvoll sein.

Fazit

Bevor man sich als Unternehmer für die Blockchain entscheidet, sollte man erst einmal die Kosten berechnen und vor allem auch analysieren, welchen Nutzen man von dieser neuen Technologie erhalten kann. Banken beispielsweise können durch die Implementierung von Blockchain deutlich ihre Betriebskosten senken, aber wichtig sind auch die Energiekosten, die durch die Blockchain-Technologien entstehen, sowie auch die Preise für den Speicher auf einer Blockchain. Nicht jede Blockchain ist zumindest zum aktuellen Zeitpunkt wirklich kosteneffektiv.

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