4 Handelsstrategien für Kryptowährungen

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@ BiancoBlue, depositphotos.com

Kryptowährungen sollten auf keinen Fall ohne Strategien gehandelt werden, da der Handel ansonsten eher mit einem Glücksspiel vergleichbar ist. Allerdings sind die Ausgangssituationen bei den Anlegern sehr unterschiedlich und auch die Ziele sind nicht immer die gleichen.

Es gibt unterschiedliche Ansätze zum Handeln von Kryptowährungen, da man sich nicht auf das Bauchgefühl verlassen darf und natürlich auch der beste Zeitpunkt für den Einstieg in den Handel von großer Bedeutung ist.

Die meisten ambitionierten Anleger verlassen sich auf ihre Handelsstrategien, weshalb sie nicht nur für Anfänger wichtig sind. Für welche der nachstehenden Strategien man sich letztendlich entscheidet, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie z.B. die Höhe der geplanten Investition und das eigentliche Anlageziel. Eine wichtige Rolle spielen dabei aber auch die individuellen Erfahrungen im Handel, sowie zumindest Grundkenntnisse der Kryptowährungen und der unterschiedlichen Blockchain Technologien.

1. Trendlinien-Strategie

Kenntnisse über Trendlinien sind für den Handel unerlässlich. Sie sind im Prinzip das meist genutzte Tool beim Trading, da sie ein fundamentaler Bestandteil der technischen Analysen sind. Sie zeigen Widerstand und Unterstützung an, ohne die es keine Kursmarken gäbe. Normalerweise geht man immer davon aus, dass ein Trend entweder die Richtung ändert oder den Trend fortsetzt. Um Trendlinien zu ziehen, werden einfach nur die Extrempunkte vom Chart miteinander verbunden. Dadurch lässt sich dann in der Regel leicht feststellen, an welchen Tief- oder Höchstpunkten am besten gekauft oder verkauft werden kann. Bei den Candlestick Charts der technischen Analysetools wird der Kerzendocht für die Trendlinie mit einbezogen.

2. RSI-Strategie

Die RSI Strategie kommt auch erfolgreich im Forex Trading zum Einsatz. RSI ist die Abkürzung für Relative Stärke Index und im Prinzip handelt es sich dabei um einen bekannten Oszillator. Die Relative Stärke kann eine gute Auskunft darüber geben, ob ein Markt überkauft oder überverkauft ist, da er das Momentum der Marktbewegungen über einen selektierten Zeitraum messen kann. Wenn z.B. der Kurs von einem Altcoin steigt und der RSI am fallen ist, dann kann dies ein deutlicher Hinweis sein, dass der Wert von diesem Coin bald sinken wird. Durch Divergenzen können beim RSI auch zusätzliche Hinweise auf mögliche Trendwechsel gezeigt werden. Allerdings sollte man sich nicht nur alleine auf die RSI Strategie beim Handel von Kryptowährungen verlassen, sondern noch zusätzliche Indikatoren verwenden, da die Werte für eine realistische Kursbewertung natürlich nicht immer klar sind.

3. Ampel Strategie

Die Ampel Strategie ist ideal, um sich grob am Markt zu orientieren und natürlich auch, um im Handel von Kryptowährungen oder anderen Finanzinstrumenten zum Einsatz zu kommen. Im Prinzip werden bei dieser Handelsstrategie Signale wie bei einer Verkehrsampel generiert. Sie besteht aus vier unterschiedlichen Oszillatoren oder Indikatoren, zu denen der MACD (Moving Average Convergence Divergence Indikator) zählen, der RSI, Momentum und auch der Williams Oszillator. Liefern auf Monatsbasis beispielsweise mind. drei von den Oszillatoren Einstiegssignale, dann sollten auch die Basiswerte gekauft werden. Bei drei Verkaufssignalen ist es ratsam, die Positionen zu schließen, da die Ampel in diesem Fall auf Rot springt.

4. Scalping Strategie

Bei dieser beliebten Handelsstrategie geht es vorwiegend um kurzfristige Gewinne, da die Positionen in der Regel nur über wenige Sekunden gehalten werden. Als Händler braucht man in diesem Fall nur kurze Zeitspannen zu beobachten. Scalping ist im Vergleich zu den anderen Strategien allerdings aggressiver, da hier normalerweise keine üblichen Absicherungs-Stopps zum Einsatz kommen. Sie limitieren die Gewinne, weshalb diese Trading Strategie nicht nur für Kryptowährungen risikoreicher ist. Beim Scalping sind täglich über 30 Trades möglich, wobei diese auf wenige Punkte oder Ticks beschränkt sein sollten. Wer sich für die Scalping Strategie entscheidet, sollte allerdings unbedingt auf die Spreads und andere Handelskosten achten, da bei einer hohen Handelsfrequenz natürlich auch viel mehr Kosten und Gebühren anfallen, die dann im Gegensatz  zu den relativ kleinen Gewinnchancen stehen.

Natürlich gibt es noch viel mehr Handelsstrategien für Kryptowährungen, wovon auch nicht jede für den eigenen Anlegertyp und das Anlageziel geeignet ist. In den meisten Fällen muss man vor allem als Einsteiger selbst herausfinden, was die beste Strategie für die Coins ist. Wichtig ist, dass man sich beim Trading erst einmal mit den vorhandenen Handelsinstrumenten auseinandersetzt, denn die besten Indikatoren und Tools werden nicht viel nützen, wenn man dafür kein Verständnis aufbringen kann. Ansonsten ist es ebenfalls von großer Bedeutung, ob man lang- oder kurzfristig in den Handel von Kryptowährungen einsteigen möchte, da davon auch die Entscheidungen und die Strategien abhängig sind. Beim Scalping beispielsweise ist von einer langfristigen Investition abzusehen.

Fazit

Es gibt keine Handelsstrategie die auch wirklich 100 %-igen Erfolg verspricht. Als Anleger muss man sich erst entscheiden, in welche Kryptowährung überhaupt investiert werden soll und ob man auf fallende oder steigende Kurse spekulieren möchte. Wer langfristig Geld mit Kryptocoins verdienen möchte, kann z.B. auch Altcoins mit einem hohen Potenzial kaufen und dann einfach nur abwarten, wie sich der Kurs in den nächsten Monaten oder Jahren entwickelt. Kann sich diese Kryptowährung dann wie der Bitcoin als Zahlungsmittel durchsetzen, dann sollte sich diese Anlage in der Regel auch gelohnt haben, was beispielsweise vor zig Jahren beim Bitcoin der Fall war.

 

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