VORSICHT !!!!!!!!!
Der Einkauf von Waren aus Asien ist sehr problematisch und wird oft unterschätzt. Erst wenn heulende Gesichter eine Zollstelle verlassen, realisiert man das Import nicht nur die Leistung von Zollgebühren oder Einfuhrumsatzsteuerbeträgen bedeutet.
Ich starte mal mit der Transportversicherung. Ich denke sie wollen auf eine entsprechende Versicherung nicht verzichten. Eine nicht nur unter Laien weit verbreitete Vorstellung ist, daß der Transporteur einer Ware für alles verantwortlich ist, was zwischen Abholung beim Verkäufer und Ablieferung beim Käufer geschieht. Passiert unterwegs etwas mit der Ware, so wird dem Transporteur Schadensersatzpflicht unterstellt. Tatsächlich ist die Haftung des Transporteurs gesetzlich stark begrenzt und viele Käufer haben für die Unkenntnis dieser Tatsache schon Lehrgeld bezahlen müssen. Auch über die Höhe der Transportversicherung wird oft viel zu pauschal ausgesagt. Eine Versicherung die zum Beispiel ein Paket für 500 Euro im internationalen Transportwesen versichert, gibt es nicht. Es gilt folgende RegeL:
Landtransport Inland: 17,- SDR pro kg
Landtransport Ausland: 8,33 SDR pro kg
Lufttransport 17,- SDR pro kg
Seetransport 2,- SDR pro kg
Eisenbahntransport 17,- SDR pro kg
Der Kurs der SDR ist den täglichen allgemeinen Kursnotierungen für Devisen zu entnehmen Sie sollten daher sogeannte Incoterms nutzen, mehr darüber finden sie mit Sicherheit in Google. Vielleicht denken Sie jetzt ich übertreibe ein wenig, Dem ist aber nicht so. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist wird sonst das Geschreie gross, denn oft sind Lieferungen einfach chronisch unterversichert. Sie sollten den Lieferanten in folgenden Punkten festnageln:
* Umladungen möglichst vermeiden
* Richtige Transportverpackung wählen
* Gute, gleichzeitig neutrale Markierung
* Korrekte Frachtpapiere
* Stabile Verladung
Der user Payon spricht von Dropshippment aus Asien. Danach wurde zwar nicht gefragt, aber ein Dropshippment darf es nicht geben. Beim Import ist der Empfänger der Ware in Deutschland für den Import selbst und die Ware verantwortlich. Liefert also der Dropshipper zum Beispiel eine Handykopie, wissentlich oder nicht, haftet der Empfänger zunächst, denn ihm wird rechtsseits angelastet bewusst gehandelt zu haben. Der Empfänger muss dann das Gegenteil beweisen. Kann er, allerdings will wohl kein Kunde einen solchen Ärger haben. Fraglich wie lange man dann noch Kunden hat. Mir ist kein Unternehmen bekannt das ähnlich wie zum Beispiel Pixmania ein Dropshippment aus Asien durchführen. Wäre ungewöhnlich, denn die Paketkosten wären wohl kaum zu tragen.
Viel Glück !