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Controlling für die Existenzgründung

Wer eine Existenzgründung plant, sollte im Vorfeld der Existenzgründung stets einen Businessplan erstellten. Diese Weisheit ist nicht neu und trotzdem halten sich viele Gründer nicht daran. Zu oft wird der Businessplan als Zwangsmassnahme verstanden, die eigentlich nur Arbeit macht. Das ist allerdings nicht richtig, denn der Businessplan zeigt auf, ob es noch Lücken im Konzept gibt, ob die geplante Existenzgründung tragfähig ist und wie die finanzielle Situation aussieht. Dabei ist auch die Prüfung des Businessplanes durch einen Experten sinnvoll. Die Finanzplanung im Businessplan erfüllt im Verlauf der Existenzgründung dann aber noch einen weiteren Zweck. Sie ist Vorlage für ein Controlling. Während die meisten Gründer zwar Excel-Dateien vom Steuerberater bekommen, um Ausgaben und Einnahmen zu verfolgen und zu dokumentieren, gibt es meist kein Controlling. Das kann manchen Gründer in Teufels Küche bringen und das schon ganz am Beginn der unternehmerischen Aktivitäten.

Das Controlling fängt beispielsweise damit an, dass die Investitionskosten, die im Businessplan eingeplant wurde, geprüft werden sollten. Wer nicht verfolgt, wie viel bisher ausgegeben wurde und ob die Planung noch eingehalten wird, kann schnell böse Überraschungen erleben, wenn die finanziellen Mittel für Investitionen am Ende nicht ausreichen. Wer nicht genügend Eigenkapital hat, um dann die Finanzen aufzustocken, bekommt schon zu Beginn Probleme mit der Finanzierung. Auch im weiteren Verlauf dient die Finanzplanung aus dem Businessplan für das Controlling der Existenzgründung.

Monatliche Einnahmen und Ausgaben sollten mit den geplanten monatlichen Einnahmen und Ausgaben abgeglichen werden. So zeigt sich schnell, wenn die Finanzen aus dem Ruder laufen und die Rentabilität der Existenzgründung nicht eingehalten werden kann. Werden die geplanten Daten aus dem Businessplan nicht erreicht, ist es ratsam möglichst früh solche Massnahmen zu ergreifen, die dem entgegen wirken. Wer kein Controlling hat, erkennt oft viel zu spät, dass es nicht gut läuft und das kann ein junges Unternehmen sogar in den Ruin treiben. Für das Controlling können verschiedene Tools eingesetzt werden. Oft ist die Anpassung der Excel-Tabelle des Steuerberaters die einfachste Lösung und Excel kann als Controlling-Tool dienen.

Es gibt aber auch unterschiedliche Software, die solche Zwecke erfüllt. Das reicht von kostengünstigen Lösungen bis hin zu teuren Profi-Lösungen für grosse Unternehmen. Die Auswahl sollte sorgfältig getroffen werden; ein genauer Blick auf geeignete Methoden und Tools ist erforderlich. So wird aus der Existenzgründung, die zunächst nur auf dem Papier existiert hat, am Ende ein erfolgreiches Unternehmen, das gute Chancen hat, sich erfolgreich am Markt zu etablieren.