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THEMA: Import

2 Jahre, 10 Monate her Import #286

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Hallo,

meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass es viel Lukrativer wäre Waren aus Asien zu importieren. Es gibt da aber ein paar Fragezeichen diesbezüglich... zb. man muss beim Zoll eine Ausgleichsgebühr? und noch dazu die 19% mwst zahlen... Wieso wäre das dann überhaupt gewinnbringender wenn man noch dieses Ausgleichsgebühr noch zahlen muss??? Ausserdem muss man als Importeur auch die verkauften Waren ( nach ein paar Jahren, wenn die ausgedient haben ), abholen lassen und für die Verwertung sorgen, natürlich auf Kosten des Importeurs... Ich versteh garnichts mehr...

Hoffe auf Aufklärung, und bedanke mich im vorraus.

2 Jahre, 10 Monate her Import #3242

Deine Fragen lassen sich pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich haftest Du als Imporeur für die Waren, dann zum Beispiel, wenn dir der Lieferant aus Asien statt einem original Nokia Handy eine Kopie sendet und der Zoll diese Kopie herausfischt. Der Zoll stellt dann fest das Du der Importeur bist, gibt eine Info an Nokia. Nokia steht dann offen eine Klage gegen Dich anzustrenge oder lediglich eine kostenpflichtige Abmahnung zu senden.

Die Haftung wird aber auch häufig überbewertet. Grauenhafte Geschichten kreisen durch das Netz. Gestern las ich irgendwo von einem Importeur der einen Flachbildschirm aus Taiwan eingekauft und weiterverkauft hatte. Der Flachbildschirm fing nach wenigen Stunden Betrieb Feuer, richtete im Wohnzimmer des Kunden einen erheblichen Schaden an. Nun wurde der Importeur nervös. Muss er aber nicht wenn der Flachbildschirm die ROHS und CE Norm erfüllte. In den Fall gab es sogar einen TÜV Stempel. Wohl kein Gericht würde also den Importeur in einem solchen Fall zu Haftungszwecken heranziehen. Denn Fehler kann es immer geben und der Importeur verkaufe ein geprüftes Gerät.

Ob Zollgebühren anfallen ist vom Produkt abhängig. Einfuhrumsatzsteuer bei Kauf ausserhallb der EU wird auf jeden Fall mit 19 Prozent fällig, es sei denn, an führt die Geräte über ein anderes Land der EU mit niedrigerem Steuersatz über ein Konto bei einem grossen Spediteur ein. Da bietet sich zum Beispiel Luxenburg an. Eine solche Vorgehensweise ist absolut legal, wird von den grossen Spediteuren zwar nicht den kleinen Importeuren, aber doch den etwas grösseren Lieferanten hier in Asien angeboten. Als Importeur selbst merkst Du gar nicht das die Ware über Luxenburg kam, der Grosshandel in Asien berechnet die Kosten meist inkusive, und das sind deutlich weniger als 5 Prozent.

Richtig ist die Aussage zwecks Verwertung. Allerdings lässt sich doch mit der Verwertung auch Geld verdienen. Nicht wenige "Schrotthändler" in Deutschland bieten den Service nicht nur kostenlos an, sondern erstatten oft noch Geld aus der Verwertung, denn vor allem Teile aus Computern und LCD Bildschirmen etc. sind sehr beliebt im Recycling.

Noch nie war einkaufen in Asien so günstig wie heute, daran Schuld ist der hohe Euro. Die Waren in Asien werden schliesslich in USD gehandelt, und auch Transportkosten werden in der Regel in USD berechnet. Man muss nur wissen wo man kauft

Hoffe die paar Zeilen haben geholfen.
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