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THEMA: Hallo zusammen
#3526
Hallo zusammen vor 8 Monaten, 2 Wochen Karma: 0  
Auf den ersten Blick sehen es sicher viele ähnlich, winterk. Die Uhr in der New Economy 2.0 tickt allerdings nur unwesentlich anders als vor 7 Jahren die Uhr der New Economy 1.0, dem Heißluftballon schlechthin. Ich war damals mitten im Geschehen, Gott sei dank nur Zaungast. (blöd formuliert)

Was nutzt der schönste Internetshop, wenn sich dahinter nur ein Esel verbirgt, der weder kalkulieren kann, bei dem kein Tropfen Handelsblut in durch die Adern fließt? Dahingehend, winterk, sind wir auf einer Wellenlänge, - fast: Denn das Design bewerte ich als hübschen Nebeneffekt, der für den Erfolg nicht entscheidend ist. Man hat sich an die Ebay Ansicht gewöhnt, in den letzten 12 Monaten hat sich dort viel getan, doch zuvor war ein Design eigentlich gar nicht vorhanden Gut, Design hat sicher Effekte, aber verdient man damit Geld?

Finanzstarke Häuser haben es im Internet nicht einfacher als der Student. Sie sind nicht einmal unbedingt schneller wenn es um die Einrichtung eines Shops geht, aber darauf kommt es ja nicht an. Eigentlich verlängern die Finanzen nur die Lebenslinie des Etailers, sind aber absolut kein Garant für die Erfolg. Warum sonst haben sich diverse finanzstarke Etailer aus dem Netz zurückgezogen. Die Telekom hatte einen Shop, ich habe den Namen vergessen, er wurde wegen der Verluste dichtgemacht. Und die Anderen? Sie verdienen nicht, hängen am Tropf und sind wann weg?

Nischenhandel als Konzept ist ein viel verbreiteter Irrtum. Nischenhandel kann nur sehr kurzfristig zum Erfolg bringen, kann zwar Einstieg sein, aber ganz schnell zum Abstieg führen. Wir sind nicht mehr im Zeitalter, in dem es die gute grobe Leberwurst nur beim Metzger im nächsten Dorf gibt. Das Internet weckt in jedem Markt sofort die Konkurrenz auf, eine Frage der Zeit bis das Original von den vielen, preiswerteren Geldjägern überrollt wird. Diesen Fortschritt kann man nur durch exklusive Vertriebsrechte aufhalten, doch solche Verträge sind selten geworden.

Neue Ideen können Erfolg bringen. Ein Erfolgsrezept gibt es nie. Doch viel zu wenig beschäftigen sich EU Online Händler mit dem Ausland. Nein, ich denke nicht an den Einkauf in den vielen Billiglohnländern, sondern an den Verkauf in genau diese Länder.

Aber ich will hier im Forum auch niemanden mit meinen Flausen nerven, kann mir aber nicht verkneifen das Etailer in dem Bereich mächtig schlafen. Fast lachen durfte ich vorgestern über die Pressemeldung eines dt. IT Großhändlers, ich glaube ca. 250 Mio Umsatz in 2007, der einen Brückenkopf für ausländische Unternehmen aufbauen will, um diesen den deutschen Markt zu eröffnen. So viel Dummheit weit hinter der Zeit läßt sich kaum erfassen. Das Unternehmen will natürlich an die Börse mit diesem Teil einer Gesamtidee. AG ist schon eingerichtet. Jetzt fehlen nur noch die Aktien-Käufer. Stop, zurück zum Thema. Ich wollte gar nicht abweichen, aua.

So ganz ist mir eigentlich gar nich klar mit womit winterk plant zu handeln. Ist das ein Betriebsgeheimnis? [hr]Hui, die letzten 2 Beiträge vor meinem längeren Text hatte ich nicht gelesen, da hat sich irgendwas überschnitten

Natürlich kann man mit viel Geld viel in Gang setzen, aber echte Gewinner gibt es dabei selten. Früher konnte man sich Stammkunden schaffen, was alleine durch regionale Gegebenheiten und mangelnder Konkurrenz oft kein Problem war. Mit dem Internet ist alles anders geworden. Printmedien sind in der Regel verdammt teuer. Respekt vor dem, der es über einen solchen Weg geschafft hat.

Vielleicht sollte man wirklich erklären welche Kosten auf einen Ebayhändler bzw. Etailer zukommen. Mag sein das es so manchen vor einer bösen Pleite schützt, gute Idee, Andreas.
BambooBaer (Benutzer)
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#3527
Hallo zusammen vor 8 Monaten, 2 Wochen Karma: 0  

Was nutzt der schönste Internetshop, wenn sich dahinter nur ein Esel verbirgt, der weder kalkulieren kann, bei dem kein Tropfen Handelsblut in durch die Adern fließt? Dahingehend, winterk, sind wir auf einer Wellenlänge, - fast: Denn das Design bewerte ich als hübschen Nebeneffekt, der für den Erfolg nicht entscheidend ist.


Das meine ich ja. Viele der gefloppten Shopprojekte lassen sich entweder auf mangelnde kaufmännische Fertigkeit oder aber völlige Unkenntnis des Marktes zurück führen. Beim Design an sich hast du Recht, ich habe mich da missverständlich ausgedrückt. Mir ging es nicht ausschliesslich um das Optische, sondern um die Gesamtaufmachung des Shop, das schliesst auch Sachen wie Sicherheit, Schnelligkeit, Abwicklung, Geschäftsbedingungen und Kundenfreundlichkeit ein. Und gerade das sind wichtige Bereiche die sehr oft sträflich vernachlässigt werden. So werden mühsam geworbene Erstkunden gleich wieder vertrieben.

Finanzstarke Häuser haben es im Internet nicht einfacher als der Student. Sie sind nicht einmal unbedingt schneller wenn es um die Einrichtung eines Shops geht, aber darauf kommt es ja nicht an. Eigentlich verlängern die Finanzen nur die Lebenslinie des Etailers, sind aber absolut kein Garant für die Erfolg.

Das ist ja richtig. Wenn aber ein auf Dauer nicht lebensfähiger Shop jetzt im Moment in großem Stil Werbung schaltet, ist es schwer dagegen zu bestehen. Solange es diesen Shop gibt, ist er Konkurrenz, egal ob ich weiß das er in zwei Monaten platt ist oder nicht. Für mich als Konzept kommt das sowieso nicht in Frage, da mir dazu das nötige Kleingeld fehlt

Nischenhandel als Konzept ist ein viel verbreiteter Irrtum. Nischenhandel kann nur sehr kurzfristig zum Erfolg bringen, kann zwar Einstieg sein, aber ganz schnell zum Abstieg führen. Wir sind nicht mehr im Zeitalter, in dem es die gute grobe Leberwurst nur beim Metzger im nächsten Dorf gibt. Das Internet weckt in jedem Markt sofort die Konkurrenz auf, eine Frage der Zeit bis das Original von den vielen, preiswerteren Geldjägern überrollt wird. Diesen Fortschritt kann man nur durch exklusive Vertriebsrechte aufhalten, doch solche Verträge sind selten geworden.

Ob das mit den selten gewordenen Exklusivrechten stimmt, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen. Ich stehe gerade in Verhandlung mit einem in der Sparte recht bekannten Hersteller von "traditionellen Haushaltswaren" in Verhandlung. Dieser hat aufgrund seiner Produktionskapazitäten nur eine lokale Vertriebskette, ist aber weit darüber hinaus bekannt. Eigene eCommerce Fachleute gibt es nicht, so daß hier eine WinWin Situation vorliegen könnte, entsprechende Vertragsgestaltung vorrausgesetzt. Diese Konstellation ist sicher nicht soo selten, daß man von einem einmaligen Konzept sprechen könnte. Wie groß das mögliche Handelsvolumen ist, kann ich noch nicht beurteilen, das muss die Zeit bringen. Eine reelle Chance räume ich dem Projekt aber schon ein.

Doch viel zu wenig beschäftigen sich EU Online Händler mit dem Ausland. Nein, ich denke nicht an den Einkauf in den vielen Billiglohnländern, sondern an den Verkauf in genau diese Länder.

Das könnte ich mit diesem Projekt eben gerade doch. Die Art der Produkte ist für einen ausser-Deutschland, evtl. sogar ausser-EU Handel sehr gut geeignet und nachgefragt.

Aber ich will hier im Forum auch niemanden mit meinen Flausen nerven, kann mir aber nicht verkneifen das Etailer in dem Bereich mächtig schlafen.

Als Neuling bin ich natürlich an Tipps immer interessiert, vielleicht kannst du mir ja einen kleinen Vorsprung in diesem Bereich verschaffen ?

So ganz ist mir eigentlich gar nich klar mit womit winterk plant zu handeln. Ist das ein Betriebsgeheimnis?

Mein mittelfristiges Ziel habe ich schon vorgestellt, ich spiele mit dem Gedanken kurzfristiger eine Art Einstiegsprojekt zu starten, klassisch als Reseller über einen Dropshipping-Großhändler. Ich bin allerdings immer noch auf der Suche, nach einer geeigneten Branche oder vielmehr einen geeigneten Lieferanten, dessen Artikel mir nicht von jeder dritten Auktion oder zweiten Strato-Webshop entgegen springen... Das hätte den Vorteil, das ich mein gewähltes Shopsystem im Livebetrieb testen kann, einige Abläufe optimieren und im Idealfall etwas Gewinn als Startkapital für das Hauptprojekt einstreichen verbuchen könnte.
winterk (Benutzer)
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#3528
Hallo zusammen vor 8 Monaten, 2 Wochen Karma: 0  
An Haushaltsware wäre ich sehr interessiert, wenn es sich um Produkte "Made in Germany" handelt, öffnen sich in Asien schnell Tür und Tor. Viele Glauben das Asiaten "nur billig" kaufen. Absolut falsch! In den USA ist zur Zeit tote Hose...ich schreibe nur Bankenkrise.
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#3529
Hallo zusammen vor 8 Monaten, 2 Wochen Karma: 0  
Das ist es ja gerade. Produkte, die in Deutschland in einer Manufaktur hergestellt werden, aus einer Gegend, die dafür bekannt ist.

Hast du evtl. noch andere Anmerkungen zu meinen Ausführungen
winterk (Benutzer)
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#3530
Hallo zusammen vor 8 Monaten, 2 Wochen Karma: 0  
Ich bin nicht immer von schneller Natur, werde mir meine Gedanken machen. Ich habe den Eindruck das du die Dinge vernünftig angehst. Die "Made in Germany" Produkte könnten eine ungeahnte Geldquelle darstellen. Ich kenne jemanden der klassiche Bierkrüge, diese Steinkrüge mit Deckel, an der Ostküste der USA verkauft. Ein sehr lohnendes Geschäft. Seit ca. 8 Wochen bedient er eine große Hotelkette mit blonder Nachfolgeinhaberin. Er hat einen Trend ausgelöst. Die klassischen Gläser lassen nach. Dabei war die Idee einfach aber genial. Die Steinkrüge bleiben deutlich länger kühl, der Deckel hilft zudem. Beim Roomservice fällt die Flasche neben dem Glas weg. Optimal beim Zimmerservice. Noch steht das Bier im Steinkrug als alternative auf der Karte für den Zimmerservice, aber die ersten Wochen haben gezeigt, er setzt sich durch. Amerikaner mögen Bayern, einige kaufen den Krug sogar, und wenn der Krug erst einmal nach Japan kommt Mittlerweile sind über 10.000 Krüge verkauft. Und die gibt es nicht für 2 Euro, an Endkunden verkauft das Hotel die Teile sogar für ca. 20 USD das Stück.
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#3531
Hallo zusammen vor 8 Monaten, 2 Wochen Karma: 0  
Na das sind doch Aussichten
Was mir noch ein bisschen Sorgen bereitet ist der größere Aufwand bei solchen Auslandsgeschäften. Ich habe mich bisher nicht damit beschäftigt, aber irgendwie schwirren mir das die Komplexe:
- Bezahlung, Internationaler Bankverkehr
- Versandkosten
- Steuerabrechnung
im Kopf herum. Ich persönlich würde wahrscheinlich in einem Shop, der nicht einmal ein Konto in meinem Land hat, nichts bestellen. Gibt es da Erfahrungswerte für das Käuferverhalten, z.B. für die USA? Wie ist das denn mit den Widerrufsrechten, den Rückgaben usw. zu sehen?
Vielleicht sehe ich das zu eng, aber ist diese Art des eCommerce nicht wahnsinnig aufwändig?
winterk (Benutzer)
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