Businessplan – Wie soll ich meine Geschäftsidee vorführen

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@ pressmaster, depositphotos.com

Im Businessplan werden das Unternehmensvorhaben, die Ziele der Unternehmung und die dazu führenden Wege vorgestellt. Die Aufgabe des Unternehmensgründers ist seine Vision so zu formulieren, dass seine Vorlage den Geldgebern deutlich macht: er hat geeignete Strategien für ein erfolgreiches Geschäft entwickelt.

Der Ersteller soll in seinem „Mission-Statement“ die Zielformulierungen aufführen und – wenn möglich – quantifizieren. Im Dokument sind alle Aspekte hervorzuheben, die für die Umsetzung des Vorhabens von Bedeutung sind und Interesse der Investoren wecken können.

Kritische Auseinandersetzung mit seiner Idee

Empfehlenswert bei der Darstellung des Konzeptes ist Übertreibungen zu vermeiden. Der Unternehmensgründer ist vielleicht völlig überzeugt, dass ihm eine einzigartige und hervorragende Idee eingefallen ist, er darf aber auf keinen Fall in seine Idee verliebt sein. Der Businessplan ist nicht mit einem Werbetext zu verwechseln, das Gründungsvorhaben soll in einem sachlichen und fachlichen Ton, knapp und präzise dargestellt werden. Der Businessplan darf nicht den Eindruck machen, dass die Idee konkurrenzlos ist, oder die Bedeutung des Wettbewerbs unterschätzen. Eine ausführliche Marktanalyse zeigt daher, dass der Gründer ein klares Bild von dem zu betretenden Markt hat.

Eine kritische Einstellung des Unternehmers zum Gründungsprojekt ist auch nachteilig: die erweckt Zweifel im Leser. Zweck des Businessplans ist ja die Geschäftsgründung zu unterstützen, nicht zu behindern. Problematische Themen sollen gemeinsam mit Vorschlägen zur Vermeidung von ungünstigen Wenden vorgeführt werden. Mit einer realistischen Darstellung von potenziellen Risiken und geplanten Gegenmaßnahmen macht der Gründer deutlich, dass er die Gefahren kennt, ist aber strategisch gewappnet, seine Idee erfolgreich umzusetzen. Hierbei ist jede Gelegenheit, die ein vertrauenswürdiges Bild präsentiert und den Investoren Sicherheit bietet auszunutzen.

Die Qualität des erstellten Dokumentes allein öffnet die Geldbeutel der Investoren sicherlich nicht, ein schlechter Businessplan kann ihnen aber schnell davon abraten.

Die Struktur und Hauptelemente des Businessplanes

Bestimmte Hauptelemente sind in jedem Businessplan zu finden:

  • Deckblatt, hier soll man die Geschäftsidee kurz beschreiben.
  • – Die Executive Summary, die Zusammenfassung der wichtigen Aspekte des Businessplans.
  • – Beschreibung der Produkt- oder Dienstleistungsidee
  • – Vorstellung des Unternehmerteams
  • – Vorstellung der Zielkunden des Unternehmens und den Nutzen für die Zielkunden.
  • – Analyse der Wettbewerbssituation
  • – Entwurf für einen Marketingplan
  • Finanzplan
  • – Der Anhang, in dem zusätzliche Informationen, wenn nötig, vorgestellt werden können. Hier kann man technische Details, Tabellen, Zeichnungen einfügen.

Was soll ich in der Executive Summary vorführen?

Ein wichtiger Bestandteil des Businessplans ist die Executive Summary, die auf jeden Fall vorhanden sein muss. Ziel dieses Kapitels ist eine Zusammenfassung der Botschaften des Dokumentes zu geben, um das Interesse der Entscheidungsträger zu gewinnen. Die meisten Investoren lesen erstmal diesen Teil, danach entscheiden sie, ob sie weiterlesen oder nicht, deshalb soll der Ersteller sich Zeit für die sorgfältige Erarbeitung nehmen.
Alle relevanten Themen werden hier kurz dargestellt, wie die Geschäftsidee und das Ziel der Unternehmung, Kundennutzen, Marktanalyse, Vorstellung des Managements, Investitionsbedarf, Chancen und Risiken, Umsatz- und Kostensituation sowie Gewinn- und Wachstumserwartungen.

Wie soll ich meine Produkt- oder Dienstleistungsidee beschreiben?

Es ist angebracht, die Funktion des Produktes oder der Dienstleistung vorzuführen und dabei den Kundennutzen zu schildern. Die Investoren interessieren sich dafür, was dieses Produkt/diese Dienstleistung von den bereits vorhandenen unterscheidet. Empfehlenswert ist daher, eine kurze Analyse des Stands der Produktentwicklung beizufügen und Zusatznutzen und Innovationsvorsprung im Vergleich zum anderen Produkten auszuweisen. Ein Foto oder eine Zeichnung des Produkts erhöht die Verständlichkeit der Beschreibung. Es ist hilfreich, einen Prototyp zu fertigen. Desto besser ist, wenn ein Pilotkunde das Produkt bereits auf die Probe gestellt hat und seine Erfahrungen im Businessplan einbezogen werden können.
Man soll speziell auf das Thema Zulassungen eingehen, wo auch gesetzliche Anforderungen vor Augen gehalten werden müssen. Auflisten von Zulassungen bei TÜV, Bundesgesundheitsamt etc. ist unverzichtbar. Die zum Produkt gehörenden Garantie-, Service- und Wartungspflichten sind auch deutlich zu machen.
Wenn es sich um mehrere Produkte im Businessplan handelt, soll die Produktbeschreibung demgemäß strukturiert, d.h. nach Produkten oder nach Kunden unterteilt werden.

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