Was versteht man eigentlich unter Webdesign mit CMS?

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@ littlebell, depositphotos.com

CMS ist ein Content Management System, zu deutsch Redaktionssystem, das man mit einem Verwaltungssystem für Inhalte von Webseiten übersetzen kann. Hierunter zu verstehen sind webbasierte Systeme, mit denen man eine komplette Webseite gestalten kann. Die Besonderheit besteht darin, dass man hierfür keine Kenntnisse der Programmierung besitzen muss und somit auch keine Programmiersprache beherrschen muss.

Was sind CMS /Redaktionssysteme?

CMS bzw. Redaktionsysteme erleichtern die Verwaltung und Administration Ihrer Website, und versuchen diese so leicht wie mögliche zu gestalten. Als Redakteur benötigen Sie keine aufwendigen Programmierkenntnisse, um Teile Ihrer Webpräsenz aktuell zu halten. Die Verwaltung erfolgt browserbasiert. Dadurch sind Sie in der Lage Ihre Webseite über Ihren Webbrowser online zu bearbeiten. Im Hintergrund wird meist eine Datenbank verwendet, so dass auch sehr aufwendige Webseiten damit realisiert werden können. Da Sie durch die Verwendung von CMS Systemen im laufenden Betrieb Kosten sparen, empfiehlt sich der Einsatz nicht nur für neue Seiten, sondern auch für bereits bestehende Seiten, die von uns in ein solches System überführt werden. Um ein solches CMS installieren zu können, sind allerdings einige PHP und MySQL Kenntnisse erforderlich. Meist aber bieten Webhoster kostenlose Installationen aller bekannten CMS Systeme an, so dass man hier auch ohne Programmierkenntnisse weiterkommt.

Es gibt mittlerweile sehr viele CMS Tools auf dem Markt. Dabei existieren kommerzielle Produkte, sowie kostenlose, quelloffene Software. Zudem nutzen einige Agenturen Ihre eigenen, proprietären miniCMS Systeme. Die meisten Seitenbetreiber entschieden sich jedoch für die Verwendung quelloffener Produkte. Open-Source-Lösungen sind wirtschaftlich attraktiv, weil für Sie keine Lizenzkosten anfallen. Zudem werden die CMS über eine ständige Weiterentwicklung aktuell gehalten und haben eine rege Community, sowie eine riesige Anzahl an Erweiterungen. Sie sind flexibler als kommerzielle und miniCMS Systeme. Denn solch proprietäre Lösungen hingegen haben den Nachteil, dass durch Ihren Einsatz eine starke Bindung zur Agentur/Herstellerfirma entsteht, die dieses Produkt vertreibt. Ein späterer Agentur-Wechsel wird dadurch erschwert. Zudem besitzen sie nur eine geringe Anzahl von Erweiterungen, und jegliche Features müssen kostenintensiv programmiert werden. In puncto Sicherheit sind die proprietären Produkte auch schlecht einzuschätzen, da meist kein breiter Nutzerkreis existiert, so dass Sicherheitslücken meist nicht rechtzeitig auffallen können.

CMS Design als Schlüssel zum Erfolg

Der Aufbau und die Einrichtung eines Content Management System sind manchmal zeitintensiv. Das hängt aber davon ab, für welches Content Management System Sie sich entschieden haben, und wie umfangreich Ihre Webseite werden soll. Denn wollen Sie einen Blog mit Hunderten von Artikeln und einer mehrstufigen Menüstruktur umsetzen, wird das bestimmt zeitaufwendiger, als wenn Sie eine Unternehmenspräsentation mit nur wenigen Unterseiten darstellen wollen. Falls die Webseite doch sehr aufwendig werden sollte, kann man sich auch Hilfe bei Webagenturen holen. Hilfreich ist es dabei insbesondere die grafische Gestaltung aus der Hand zu geben, da diese sehr zeitintensiv werden kann. Zudem vermittelt Ihre Webseite natürlich die Professionalität Ihres Unternehmens. Und ein modernes und gut konzipiertes Design hinterlässt auch einen guten Erst-Eindruck. Viele CMS führen dazu ein Template- bzw. Vorlagen-System, das die Nutzung von Designvorlagen erlaubt. Das hat den Vorteil, dass man keine aufwendigen Programmierarbeiten hat und trotzdem ein kostengünstiges aber gutes Design zur Verfügung stellen kann. Somit kann man sich durch einen Webdesigner oder eine Internetagentur eine Webseite konzeptionieren und erstellen lassen und kann spätere Erweiterungen und Aktualisierungen jederzeit selbst vornehmen. Die Pflege und Erweiterung kann durch das CMS einfach online im Browser vorgenommen werden.

Verschiedene Funktionen machen es flexibel einsetzbar

Durch viele unterschiedliche Module kann man sein Content Management System mit vielen verschiedenen Features aufrüsten. Hier ist beispielsweise die Einrichtung von Foren und Gästebüchern möglich und auch die Einbindung von einem Online-Shop ist durch das CMS kinderleicht zu realisieren. Insbesondere das CMS WordPress bietet dabei unzählige Erweiterungsmöglichkeiten. Auch die Onlineshop Software WooCommerce für WordPress ist das meistgenutzte Onlineshop System weltweit. Aber auch ganz spezielle Erweiterungen kann man meistens erhalten. Denn zumeist gab es schon irgendwo auf der Welt jemanden, der die selbe Idee hatte und bereits dafür eine Erweiterung programmiert hat. Es gibt noch viele weitere Features, die den Geschäftsablauf vereinfachen können. Welche Features im Einzelnen wichtig sind, sollten Sie bereits bei Beginn Ihrer Webseitenkonzeption festhalten. denn mit dieser haben Sie eine Basis, die Sie dann auch evt. mit einer Webagentur besprechen können.
Diese kann dann leicht die Seite hinsichtlich Ihrer Realisierbarkeit prüfen

Verschiedene Systeme für verschiedene Anwendungen

Die vielen Vorteile, die ein Content Management System mit sich bringt, werden erst wirklich bei der Arbeit mit diesem System sichtbar. Die bekanntesten Open-Source, also quelloffene Content Management Systeme sind WordPress, Joomla, TYPO3 und Drupal. Diese 4 genannten CMS haben eine sehr breite Community und bieten unzählige Erweiterungsmöglichkeiten. Jedes dieser Systeme hat seine eigenen Merkmale und Vorteile, so dass nach Anwendungsfall unterschieden wird, welches dieser Systeme sich am besten für den Aufbau der eigenen Internetpräsens eignet. Am weitesten verbreitet ist WordPress. Es empfiehlt sich insbesondere für kleine Webseiten und für Blogs, wobei mittlerweile auch große Magazine auf WordPress schwören. Joomla ist eher für mittelgroße Unternehmen, die mehr Komfort bei der Bedienung, aber auch bei der Rechteverwaltung benötigen. Drupal und TYPO3 bieten unzählige Modifikationen, doch sind sie auch komplizierter und eher für große Unternehmen. Eine Gegenüberstellung dieser CMS Systeme können Sie auch in unserem Artikel „Top 5 CMS und Blog-Software im Vergleich“ nachschlagen.

Welches CMS für Sie das perfekte ist, könnte zum Beispiel auch mit der beauftragten Webagentur erörtert werden. Diese wird Sie genau über die daraus resultierenden Festlegungen und Einschränkungen informieren. Zudem gibt es noch spezifische Lösungen für den e-Commerce Bereich, wie z.B. Magento, xt:Commerce oder SEOShop. Mit Ihnen kann man Online-Shops und Verkaufsportale einrichten und hat hier beinah unbegrenzte Möglichkeiten bei der Administration und Pflege seiner Kunden- und Produktdaten sowie der Durchführung und Kontrolle seiner Geschäftsprozesse. Doch egal wofür Sie sich entscheiden, jedes CMS benötigt auch einen Administrationsaufwand, den Sie nicht unterschätzen sollten. Trotz all dem hat ein CMS viele Vorteile gegenüber einer statischen Webseite, und sollte bei der Erstellung einer neuen Webseite unbedingt in Betracht gezogen werden.

1 Kommentar

  1. Als Trainer für CMS mache ich häufig die Erfahrung, dass Interessenten und Gründer mit großer Hoffnung sich einem CMS widmen, weil sie eine eigene Website für ihre Unternehmen erstellen wollen. Meist ist die Inhaltsverwaltung mit Texten und Bildern recht einfach zu bewerkstelligen und rasch erlernbar. Hier machen die Systeme keinen großen Unterschied. Schwierig wird s, wenn individuelle Designwünsche auf den Plan kommen. Spätestens hier kommen neue Anwender schnell an ihre Grenzen, weil sie über keine ausreichenden HTML und CSS Kenntnisse verfügen. Deshalb sollte man darauf hinweisen, dass es Layoutvorlagen insbesondere in Joomla und WordPress gibt, die solche Layoutwünsche auch ohne Programmierkenntnisse umsetzbar machen. Man muss allerdings die Templates kennen, die das zulassen, hier finden sich auch bei den freien Templates sehr große Unterschiede.

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