Tipps für die größtmögliche Marge

0
10
marge profit
© Jirsak, depositpotos.com

Unter Marge versteht man im E-Commerce den wichtigen Unterschied zwischen dem Ankaufspreis und dem Verkaufspreis von einem bestimmten Produkt.

Für die Gewinnberechnung und natürlich auch für den zukünftigen Produktpreis ist die Marge unerlässlich. Im Prinzip ist sie für das unternehmerische Handeln die eigentliche ökonomische Basis. Eine Rentabilität ist nämlich nur dann gegeben, wenn die Marge auch dementsprechend hoch ist. Sie muss dabei nicht nur die anfallenden Eigenkosten abdecken, sondern auch noch Gewinne erzielen können.

Nicht in jedem Fall ist die Marge und das Umsatzpotenzial ausreichend, um von einem geschäftlichen Erfolg profitieren zu können. Schuld daran ist übrigens nicht immer nur die wirtschaftliche Lage oder die immer weiter zunehmende Konkurrenz. Auch die Unkenntnis oder ein irrealer Bezug zu dem eigentlichen Aufgabengebiet kann sich extrem negativ auf die Marge auswirken.

Was sind die besten Tipps um die Marge zu steigern?

Mit Konkurrenten wie eBay oder Amazon ist es natürlich nicht gerade einfach, die Marge so ohne weiteres zu steigern. Wer sich allerdings die Zeit nimmt und die Preise etwas genauer beobachtet, kann auch einige interessante Feststellungen machen. Eine der wichtigsten ist, dass viele Kunden bereit sind, für ein spezielles Produkt zu einem bestimmten Zeitpunkt auch gerne mehr dafür bezahlen. Daraus wird ersichtlich, dass das Kaufverhalten nicht nur das billigste Preisverhältnis im Angebot voraussetzt.

Dynamisches Preismanagement

Obwohl das Dynamic Pricing sicherlich nicht für jeden Händler eine absolute Notwendigkeit ist, handelt es sich dabei um ein sehr nützliches Instrument um Margen und Umsatz zu steigern. Es hat sich mittlerweile im Handelsbereich zu einer der besten Tendenzen entwickelt. Ziel dabei ist, jedem möglichen Kunden am richtigen Ort genau zur richtigen Zeit auch den richtigen Preis anzubieten. Obwohl sich das natürlich etwas verwirrend anhört, steckt auch eine gewisse Logik dahinter. Es ist also mit einem für den Kunden individualisierten Preismanagement vergleichbar. Das beste Beispiel hierzu ist übrigens Rewe in Deutschland. Die aktuellen Preise können durch einen einfachen Knopfdruck sofort angepasst werden. Allerdings sind hierzu auch elektronische Preisschilder notwendig.

Kundenservice verbessern

Es ist klar, dass man vor allem als kleiner Händler oder Verkäufer überhaupt nicht in der Lage ist, an elektronische Preisschilder zu denken. Allerdings sollte man überlegen, was man am gebotenen Kundenservice noch verbessern kann. Bei einem optimalen Verkaufserlebnis, sind auch sehr viele Kunden bereit, einen höheren Preis in Kauf zu nehmen. Der Kundensupport kann beispielsweise durch einen Live-Chat aufgewertet werden, sowie vor allem auch durch freundliches und effizientes Personal. Nicht umsonst überzeugen zahlreiche Online-Anbieter die Kunden nicht nur durch die Preise, sondern auch durch die gegebenen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme. Ein Kunde oder ein Besucher muss sich sofort betreut fühlen, ohne dass es übertrieben wirkt.

Mehr auf die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen achten

Selbstverständlich spielt auch die Qualität eine bedeutende Rolle, wenn es um größtmögliche Marge geht. Ist das Feedback von den Kunden eher negativ und häufen sich die Reklamationen, dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn Umsatz und Marge immer weniger werden. Gegebenenfalls sollte man sich auch die Politik in Bezug auf Rückerstattungen einmal etwas Näher ansehen und diese bei Bedarf verändern. Auch in diesem Fall ist es wichtig, dass der Kunde nicht nur einen einmaligen Kauf tätigt, sondern es lohnt sich der Aufwand, ihn in einen zukünftigen Stammkunden zu verwandeln. Wer an seiner Kundschaft Interesse zeigt und das nicht nur beim Kundenservice und auftretenden Fragen, wird überrascht sein, wie sich diese Aktion auch auf die Marge auswirken kann.

Kosten reduzieren und Geschäftsprozesse optimieren

In vielen Fällen spart man als Unternehmer einfach am falschen Ende. Es lohnt sich auf die Betriebskosten zu achten und auf den Versuch, diese gegebenenfalls noch etwas zu drücken. Dies kann beispielsweise bei einem Online-Anbieter für Webspace oder für eine bestimmte Software der Fall sein, der für viel Geld nur wenig Leistung bringt. Zu den Betriebskosten und Geschäftsprozessen zählen auch das Inventar, sowie die Versandmöglichkeiten. Findet man keine anderen besseren Alternativen, dann kann man sich zum Beispiel auch mit der Bitte um Rabatte an die Lieferanten wenden. Vielleicht hat man sogar noch etwas mehr Glück und kann von speziellen Sonderangeboten profitieren.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man auch als Anfänger für eine Steigerung von Umsatz und Marge sorgen kann. Die beste Empfehlung allerdings für alle Branchen ist, sich erst einmal einen guten Überblick über den vorhanden Markt zu schaffen und auch die Bedürfnisse der eigentlichen Zielgruppe besser kennenzulernen.

Die Konkurrenz zum eigenen Vorteil ausnützen

Profitieren lässt sich übrigens auch, indem man aus den Fehlern der Konkurrenz lernt. Mit dieser Kenntnis beispielsweise kann man in der Praxis dann schon die gleichen Fehler vermeiden. Jeder Fehler bedeutet eigentlich auch einen Verlust, noch dazu, wenn man im Verkauf tätig ist. Je besser man die Mitstreiter kennt, desto mehr nützliche Werkzeuge hat man dann auch in der Hand, attraktivere Angebote zu bieten. Und das übrigens nicht nur in preislicher Hinsicht, sondern in so gut wie jeder Beziehung. Der kleinste Vorteil der Konkurrenz gegenüber kann zu einer größtmöglichen Marge in Zusammenhang mit den oben erwähnten Faktoren führen.

Teilen

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here