SEO Basics für erfolgreiche Shopseiten – 11 Maßnahmen die Shopbetreiber beachten sollten

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© Rawpixel, depositphotos.com

Kaufen im Internet. Noch bis vor wenigen Jahren taten das nur wenige Menschen. Heute wächst das Online-Marktvolumen jährlich um mehrere Milliarden Euro. In diesem Jahr gehen Prognosen davon aus, dass der Online Handel schon mehr als 11 Prozent am gesamten Einzelhandelsumsatz ausmachen wird. Dabei wird die Konkurrenz im Onlinehandel zunehmen, umso mehr Player auf den Markt drängen. Nur wer hier auf die richtige SEO-Strategie setzt, wird also erfolgreich sein.

Vor allem Amazon zeigt vielen Shop Betreibern im wahrsten Sinne des Wortes, „was eine Harke ist“. Mehr als 31 Prozent am deutschen E-Commerce Markt besitzt das Unternehmen bereits, Tendenz stark steigend. Wie Sie sich als Shop Betreiber gegen die Global Player durchsetzen können, zeigen Ihnen die folgenden SEO-Maßnahmen für Shop Betreiber.

1. Unique statt Standard – Setzen Sie auf einzigartige Produktbeschreibungen

Ein Fehler, den viele Shop Betreiber begehen, ist die Verwendung gleicher Produktbeschreibungen von Konkurrenzanbietern. Oftmals kopieren einige von Ihnen einfach die Produkttexte der Hersteller. Die Suchmaschine Google, dessen Marktanteil in Deutschland fast 95 Prozent beträgt, bevorzugt bei ihren Suchergebnissen jedoch vor allem einzigartige Inhalte. Fehlt eine Produktbeschreibung gänzlich, werden die entsprechenden Produkte sehr wahrscheinlich gar nicht in der Google Suche erscheinen.

2. Den User im Focus  – Was will der Kunde?

Viele Shop Betreiber machen sich nur wenig Gedanken darüber, was der Kunde eigentlich will. So muss schon während der Produktbeschreibung speziell auf den Kunden eingegangen werden. Am besten erstellen Sie sich hierfür einen Fragenkatalog mit den wichtigsten Fragen. Ebenso können auch Gespräche mit Freunden und Verwandten helfen, um zu verstehen, was gerade bei diesem oder jenen Produkt für den Kunden wichtig sein könnte. Nehmen wir mal an, Sie wollen Motorradhelme verkaufen. Dann tauchen eventuelle folgende Fragen auf:

  • Warum sollten Kunden meine Motorradhelme kaufen?
  • Was wissen Kunden vielleicht schon über Motorradhelme?
  • Welche Sicherheitsstandards müssen Motorradhelme haben?
  • Wo werden die Helme produziert?

Sicherlich gibt es noch viele weitere Fragen. In jedem Falle sollte man die Bedürfnisse seiner Zielgruppe kennen. Darüber hinaus könnten Sie ihren Nutzern weitere Informationen zu Verfügung stellen. Beispielsweise Tipps, wie Sie ihr Motorrad für die neue Saison wieder startklar machen, oder welche Strecken sie unbedingt mal mit dem Motorrad erleben sollten. Dabei können einzelne Produkte optimal mit den Storys verknüpft werden, die dann in Ihrem Shop zu finden sind.

3. Produktbewertungen zulassen

Laut Studien treffen mehr als 70 Prozent der Käufer erst eine Kaufentscheidung, wenn sie sich Rezensionen von anderen Kunden angesehen haben. Deshalb ist es wichtig, auch für die eigenen Produkte Bewertungen von Kunden zu zulassen. Darüber hinaus wächst ihre Produktseite stetig durch einzigartige Inhalte, für die sie selbst nicht einmal Sorge tragen müssen. Die Seite wird hierdurch stetig aktualisiert, was wiederum einem besseren Ranking in den Suchergebnissen von Google & Co. zu Gute kommt.

4. Rich Snippets anpassen

Rich Snippets sind semantische Erweiterungen für Suchmaschinen-Crawler, welche teilweise in den Suchergebnissen angezeigt werden. Mit vergleichsweise wenig Aufwand  können so zum Beispiel die Google Suchergebnisse mit strukturierten Daten aufgewertet werden. Mit Hilfe der Snippets sorgen Sie für Aufmerksamkeit in den Suchergebnissen und somit für mehr Klicks auf ihre Seite. Dem obigen Beispiel nach könnte ein Rich Snippet für Produkt folgende Angaben enthalten:

  • Ausstattung
  • Marke
  • Farbe
  • Größe
  • Verfügbarkeit
  • Preis

5. SEO-Content für Produktkategorien erstellen

Neben einer einzigartigen Produktbeschreibung ist die Verwendung von häufig frequentierten Suchbegriffen für die Suchmaschinenoptimierung essentiell. Denn selbst ein noch so detailvoller und einzigartiger Produkttext bringt Ihnen kein gutes Ranking, wenn für die Suchmaschine nicht zu erkennen ist, um was es speziell auf dieser Seite geht. Daher sind sowohl Title, Text und Bildunterschriften mit sogenannten Keywords zu versehen, die häufig bei Suchmaschinen eingegeben werden und sich auf das jeweilige Produkt beziehen.

6. Keyword-Überoptimierungen vermeiden

Die Kunst einer guten Suchmaschinenoptimierung ist, das richtige Maß zu finden. Früher waren oftmals krude Wortwendungen wie „ein guter Motorradhelm kaufen bietet Sicherheit“ zu lesen. Dabei ging es lediglich darum, die Keyword-Kombination „Motorradhelm kaufen“ abzuholen, ohne genau auf den Inhalt des Textes einzugehen. Heutzutage sind solche Überoptimierungen seltener vorzufinden, weil sie im Ranking schlichtweg abgestraft werden.

7. Kategorietexte richtig platzieren

Nicht nur die Produkttexte spielen innerhalb der SEO Basics eine zentrale Rolle. Auch die Kategorietexte sind speziell auf das Suchvolumen hin zu optimieren und auf der Seite zu platzieren.  Generell bewertet Google Inhalte, die oben auf einer Seite stehen, als relevanter. Jedoch sollten Sie dennoch vermeiden, komplette Kategorietexte oberhalb der Produkte zu platzieren.

Denn das wiederum würde ihre Conversion-Optimierung negativ beeinflussen, denn den Produkten fehlt dann ein wertvoller Platz im ersten Sichtbereich des Kunden, wenn dieser die Seite „betritt“.  Auch hier gilt, das richtige Maß zu finden.

8. Servergeschwindigkeit und Seitenladezeiten verbessern

Im Internet ist für den Kunden kaum etwas nerviger, als auf den Aufbau einer Seite zu warten. Schnell kann es dazu kommen, dass dieser entnervt die Seite verlässt und in den Suchergebnissen zur Konkurrenz wechselt. Kurze Ladezeiten sind daher ebenso wichtig wie Keyword-optimierte Seiten. Viele Werbefirmen, die Shopsysteme anbieten, haben das Problem nicht auf dem Schirm. Meist weisen erst professionelle SEO-Agenturen auf die Problematik hin. Dabei sind schnelle Ladezeiten sowohl für das Suchmaschinen-Ranking als auch für die Usability essentiell.

9. Interne Verlinkung aufbauen

Die Interne Verlinkung wird bei der Suchmaschinenoptimierung verwendet, um die „Kraft“ von Links besser zu verteilen und Unterseiten, die weniger Backlinks erhalten, zu stärken. Auf Online Shops kann die interne Verlinkung bereits auf der Startseite beginnen, um tiefer liegende Strukturen des Online Shops anzusprechen. Zudem bieten interne Links Nutzern die Möglichkeit, sich durch die Struktur des Online Shops zu klicken. Das wiederum erhöht die Verweildauer des Nutzers auf dem Online Shop. Dabei können beispielsweise folgende Unterseiten optimal verlinkt werden:

  • Ähnliche Produkte
  • Zubehör
  • Produkte des gleichen Herstellers

10. Produktbilder optimieren

Ein Online Shop lebt von Produktbildern. Diese sollten nicht nur ansprechend gestaltet und in hoher Qualität abrufbar sein. Auch bei Bildern spielt die Suchmaschinenoptimierung eine entscheidende Rolle. Zum einen sollten Bilder für das Internet optimiert sein, um die Ladezeiten zu verkürzen. Zum anderen müssen Bilder entsprechend bezeichnet sein, damit sie auch von Suchmaschinen „gelesen“ werden können. Bei mehreren Produktbildern können die Fotos auch nummeriert werden.

Allerdings wird Google zunehmend Bildinhalte auswerten können, ohne dabei auf die Bildbezeichnung zurückgreifen zu müssen. Schon jetzt kann der Suchalgorithmus Schriften, Objekte und Farben erkennen. Vorerst sollte die Benennung der Bilder jedoch ein integraler Bestandteil der Optimierung sein.

11. Fehler bei Sortimentswechseln vermeiden

Kommt es zu einem Sortimentswechsel, müssen neue Produktseiten angelegt werden. Um gut platzierte Seiten durch das Löschen nicht zu verlieren, sollten die URL`s der gelöschten Produktseiten mit Hilfe eines sogenannten 301-Redirect auf die neuen Produktseiten weiterleiten. So bleiben die Rankings erhalten, weil Google nun weiß, dass anstatt der alten Seite für dieses Suchergebnis die neue Seite ausgegeben werden soll.

Autor des Gastartikels ist Herbert Buchhorn

Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business mit Büros in Berlin, Dresden und München und anerkannter Experte für Suchmaschinenoptimierung (SEO). Seit 2007 ist seine Online Marketing Agentur erfolgreich für Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen in ganz Deutschland und international tätig. Er veröffentlicht regelmäßig Fachbeiträge zum Thema SEO & E-Commerce in verschiedenen Online- und Printmagazinen, ist anerkannter Speaker auf Konferenzen und hält regelmäßig Seminare rund um das Thema Online Marketing.

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