Self-Directed-Learning – wie wird daraus eine Geschäftsidee?

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self directed learning
© baranq, depositphotos.com

Self-Directed-Learning lässt sich mit selbstorganisiertem oder selbstgesteuerten Lernen übersetzen. Dabei geht es vorwiegend um einen Prozess, bei der Einzelpersonen die Initiative ergreifen ihre Lernbedürfnisse mit oder ohne die Hilfe von anderen zu erweitern. Lernende übernehmen also die volle Verantwortung und Verantwortung was die eigene Lernerfahrung angeht.

Mit SDL, also Self-Directed-Learning ist man so gut wie frei von unnötigen Lehrplänen, festen und geregelten Zeiten, bestimmten Orten und auch von irgendwelchen Arten von Bevormundung. Obwohl sich das im Prinzip fantastisch anhört, ist SDL allerding bei der Riesenauswahl von vorhandenen Informationen nicht so einfach da Lernwillige auf bestimmte Herangehensweisen angewiesen sind, um damit nicht unnötige Zeit zu verschwenden und natürlich auch um Frust zu sparen.

Self-Directed-Learning ist allerdings kein neues Konzept, sondern schon seit 1920 in der humanistischen Pädagogik bekannt. Vor allem in den USA wurden zu diesem Zeitpunkt schon reformpädagogische Versuche in dieser Hinsicht unternommen.

Was sind die Vorteile beim Self-Directed-Learning?

Nicht nur die freie Zeiteinteilung zählt zu den größten Vorteilen von Self-Directed-Learning, sondern auch die Möglichkeit im Vergleich zum traditionellen Lernen den Unterricht individuell nach den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Laut den neuesten Statistiken nimmt über die Hälfte der erwerbstätigen Deutschen regelmäßig an beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten teil, wobei selbstgesteuertes Lernen durch Ausprobieren und Beobachten, oder auch mit Hilfe von Medien, ebenfalls einen beachtlichen Anteil verbuchen kann.

Aufgrund der neuen Informationstechnologie kann der Lernprozess deutlich besser gestaltet werden, da Lernwillige nicht nur zeit- und ortsflexibel lernen können, sondern durch die vorhandene Visualisation in Form von Videos oder anschaulichem Bildmaterial einfach mehr Interesse zeigen und dadurch auch leichter und motivierter lernen
.
Selbstgesteuertes Lernen ist besonders für Erwachsene eine ausgezeichnete Option, um auf berufliche Veränderungen in so gut wie jeder Hinsicht korrekt reagieren zu können.

Was sind die Nachteile von Self-Directed-Learning?

Was die Nachteile angeht, so liegen diese vorwiegend bei Zeitmangel, Unselbständigkeit, sowie auch bei ungünstigen Tendenzen was die eigene Motivation zur Weiterbildung angeht. Mängel in der Fähigkeit selbstorientiert zu lernen, trägt also deutlich zu den Lernproblemen bei.

Im Gegensatz dazu gewinnen Lernende ansonsten an Handlungskompetenz und Autonomie, da sie in der Lage sind selbständig zu planen, aus Fehlern zu lernen und dadurch Probleme im Geschäftsleben viel besser lösen können.

Wie kann Self-Directed-Learning zu meinem Unternehmenserfolg beitragen?

Diese Frage wird eigentlich schon bei den Vorteilen von Self-Directed-Learning beantwortet. In erster Linie kommt es dabei um das eigentliche Ziel an, also was man überhaupt lernen möchte und welches Ziel man dabei vor Augen hat. Der eigentliche Lernbedarf muss deshalb erst einmal erfasst werden um die eigenen Richtungspunkte daraus zu entwickeln. Je höher der berufliche Wert als Orientierung, desto höher sollte auch die Lernbereitschaft sein. Die Richtlinien müssen dabei mit den Fortschritten regelmäßig verglichen werden, weshalb eine kritische Selbstbeurteilung notwendig ist.

Self-Directed-Learning ist natürlich auch in Gruppen möglich. Lehrende sollten deshalb Informationen für bestimmte Recherchen anbieten und die notwendigen Kompetenzen für selbstgesteuertes Lernen fördern, indem institutionelle mit individuellen Lernprozessen durch Arrangements verbunden werden. Lehrende sind beim Self-Directed-Learning eher als Ratgeber zuständig, damit man in der Lage ist, die auftretenden Probleme so gut wie möglich selbst zu lösen.

Beim Self-Directed-Learning ist die Interaktivität besonders wichtig, also die Möglichkeit sich mit Fragen an eine bestimmte Bezugsperson zu wenden. Wer durch diese Lernform seine Geschäftsideen verbessern möchte, hat in der Regel schon einmal einen Riesenvorteil, die jahrelange Berufserfahrung und die erworbenen Fertigkeiten. Durch selbständiges Lernen haben Unternehmer die Möglichkeit nicht nur ihr Fachwissen zu erweitern, sondern auch ihre aktuelle Denk- und Handelsform zu verändern um sich beispielsweise besser an aktuelle Begebenheiten oder an bestimmten Marktgeschehen anzupassen. Beim Self-Directed-Learning spielt die Motivation eine große Rolle, sowie auch das Self-Monitoring und Self-Management.

Self-Directed-Learning oder auch selbst organisiertes Lernen lässt sich online-basiert mit Fernlernkursen verwirklichen. Wichtige Faktoren diesbezüglich sind die Lernbereitschaft, der Persönlichkeitsfaktor und das jeweilige Bildnungsniveau, der Lernstil, sowie auch das Zeitmanagement und die Evaluation was die Lernerfahrungen angeht.

Wichtig ist natürlich auch, dass sich Lernende an den erworbenen Strategien und Kenntnissen optimal in realen Unternehmenssituationen orientieren können, d.h. diese sollten auf jeden Fall praxisbezogen sein, damit er dadurch transferierbare Ideen, Strukturen und Regeln herauskristalliesieren kann und durch Self-Directed-Learning den größten Nutzen ziehen kann.

Als Unternehmer kann man sich beispielsweise mit der Rohgstoffgewinnung befassen, mit Themen wie Umweltbelastung und Entsorgung, mit Produktion und Vertrieb, spezielle Kostenkalkulationen und natürlich auch mit Marketing. Wer beim Lernen auf die Bezugsvielfalt achtet kann durch eine vernetzte und reichhaltige Denkweise nicht nur den eigentlichen Lerngegenstand besser kennenlernen, sondern auch den eigentlichen Kontext der hinter seinem Unternehmen steht.

Eine weitere Geschäftsidee in Bezug mit Self-Directed-Learning wäre allerdings auch, wenn man sein eigenes Fachwissen weitergibt und sich selbst als Lehrer zur Verfügung stellt.

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