Networking richtig nutzen – privat und beruflich

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© andresr, depositphotos.com

Networking bedeutet ein Netz von Beziehungen und Bekanntschaften aufzubauen und diese dann gewinnbringend einzubringen und von ihnen zu profitieren. Beziehungen und die richtigen Kontakte zu haben, ist in der Geschäftswelt schon immer ein entscheidender Vorteil gewesen, der ausschlaggebend für die Karriere sein kann. Die Geschäftswelt ist schließlich auch nur ein Geflecht von Beziehungen und Kontakten. Durch soziale Netzwerke wird Networking noch einfacher gemacht.

Unter Networking versteht man den Aufbau und die Pflege von persönlichen und beruflichen Kontakten, von dem im besten Fall alle Beteiligten profitieren. Jeder neue Kontakt und damit auch die Kontakte von Kontakten können neue berufliche Vorteile bringen. Ohne die richtige Pflege des Kontakts ist der reine Kontaktaufbau natürlich nutzlos und Networking funktioniert nur dann für alle Beteiligten, wenn alle Beteiligten aktiv sind und ihre Kontakte pflegen. Es ist also ein geben und nehmen. Gerade durch das Internet und die sozialen Netzwerke ist wird Networking auch auf internationalem Niveau leicht gemacht. Plattformen wie Xing, LinkedIn, Viadeo und Facebook erleichtern die Kontaktaufnahme und offenbaren auch welche Kontakte meine Kontakte haben, sodass ein Netzwerk schnell ausgebaut werden kann.

Auch Jobmessen bieten die Möglichkeit der Kontaktaufnahme und des Kennenlernens auf der beruflichen Ebene. Die Empfehlung eines Bekannten kann auch im Bewerbungsprozess den entscheidenden Vorteil bringen. Die richtigen Beziehungen zu haben ist für die Karriere wichtig. Ohne das sogenannte „Vitamin B“ hat man es deutlich schwieriger. Die richtigen Kontakte sind oft ausschlaggebend für die Jobsuche oder eine Beförderung.

Ein weiteres Beispiel für Networking sind Business Clubs wie zum Beispiel der Lions Club oder der Rotary International Club, in denen sich Führungskräfte aus verschiedenen Berufsgruppen regelmäßig treffen und sich austauschen und gleichzeitig soziale Projekte betreiben. Natürlich sind auch gemeinsame Freizeitaktivitäten oder sportliche Aktivitäten Möglichkeiten des Networking. Wenn man sich zum Golfspielen oder Fußball gucken verabredet, ist das eine angenehme Art in Kontakt zu bleiben und sich über geschäftliches auszutauschen. Firmeninterne Treffen und Veranstaltungen oder sogar ein Feierabendbier unter Kollegen können sinnvolle Arten von Networking sein. Auch Treffen von Abschlussklassen und Jahrgängen bieten Möglichkeiten Kontakte aufzubauen und zu pflegen.

Auf die richtigen Kontakte kommt es an

Manchen geht es bei Networking vor allem um das Sammeln von möglichst vielen Kontakten. Je mehr Kontakte man hat, desto unübersichtlicher wird das Netzwerk an Kontakten natürlich und desto schwieriger wird es mit allen Kontakten in Kontakt zu bleiben.

Hilfreich für die Karriere sind vor allem die Qualität der Kontakte und nicht unbedingt die Masse an Kontakten. Wenige wichtige Beziehungen zu den richtigen Leuten sind bedeutender als ein unübersichtliches Netzwerk an Kontakten, die man kaum kennt. Die richtigen Kontakte sind zum Beispiel diejenigen, die die gleichen Ziele verfolgen wie Sie und mit denen man sich über Erfahrungen und Arbeitgeber austauschen kann. Und solche Menschen, die schon das erreicht haben, was Sie noch erreichen wollen. Hier können Sie sich die entscheidenden Tipps und Anregungen holen.

Nicht nur an den eigenen Vorteil denken

Ein klassischer Fehler eines Networkers ist es nur an den eigenen Nutzen zu denken. Wenn Sie Ihren Kontakt nur benutzen, um an Informationen zu kommen oder sich von ihm Vorteile erhoffen, wird Ihr Kontakt kein Interesse an einer solchen Beziehung haben. Beziehungen funktionieren nie einseitig und es sollte ein gewisser Vorteil für beide Seiten bestehen. Wenn man einen neuen Kontakt sofort fragt, ob er einem bei der Jobsuche behilflich sein kann, bringt man sein Gegenüber sehr in Bedrängnis und er oder sie wird Ihnen fortan aus dem Weg gehen. Man sollte über das richtige Feingefühl verfügen.

Richtig networken

Einigen Menschen fällt die Kontaktaufnahme und das Zugehen auf andere Menschen natürlich leichter als anderen. Es ist wichtig mit einem gewissen Selbstbewusstsein auf das Gegenüber zu zugehen und einen Augenkontakt aufzubauen. Man kann sich seinem Gegenüber vorstellen, indem man Gemeinsamkeiten hervorhebt oder betont was einem zum Beispiel an dem Vortrag oder der Präsentation besonders gefallen hat. Stellen Sie eine Verbindung zu Ihrem Gegenüber her durch gemeinsame Fähigkeiten, Kontakte oder Interessen, sodass auch Ihr Gegenüber daran interessiert ist, Sie kennenzulernen. Seien Sie natürlich und verstellen Sie sich nicht. Seien Sie ein guter Zuhörer. Nach dem ersten Gespräch ist es wichtig am Ball zu bleiben und sich durch gelegentliche Emails, Anrufe oder Treffen in Erinnerung zu rufen. Für eine vertrauensvolle Beziehung ist es wichtig ehrlich zu sein.

Die Gefahr des Networking ist, dass durch die sozialen Netzwerke Daten und Lebensläufe immer öffentlicher werden und die Privatsphäre immer weniger geschützt wird. Auch sollte man darauf achten, dass man auf Plattformen wie Facebook Informationen, die der Karriere schaden könnten, nicht für jedermann sichtbar macht. Kompromittierende Fotos in sozialen Netzwerken zum Beispiel könnten schädlich für die Karriere sein.

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