Gesunder Büro-Arbeitsplatz – darauf sollten Sie achten!

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@ AndreyPopov, depositphotos.de

Am Arbeitsplatz im Büro verbringt man in der Regel viel mehr Stunden als mit seiner Familie. Die vielen Stunden vor dem Bildschirm, das ewige Sitzen und natürlich auch der Stress und die nervliche Belastung machen dem Körper nach einiger Zeit sehr zu schaffen.

Kein Wunder dass sich die Augen, Handgelenke und insbesondere auch der Rücken bemerkbar machen. Vor allem die Arbeit am Computer ist für die meisten Menschen weitaus belastender als man glaubt. Verkrampfte Haltungen beim ständigen Sitzen führen nicht nur zu extremen Muskelverspannungen, sondern können auch richtig böse Haltungsschäden zur Folge haben. Rund 17 Millionen Menschen verbringen ihren Arbeitstag mit Büroarbeiten, kein Wunder also wenn Büromitarbeiter am meisten von krankheitsbedingten Ausfällen betroffen sind.

Obwohl angeblich Bürotätigkeiten eher als leichte Arbeiten angesehen werden, ist laut Anzahl der offiziellen Krankheitsfälle eher genau das Gegenteil der Fall. Zu den häufigsten Beschwerden zählen vorwiegend Kopfschmerzen, allgemeines Unbehagen, Augenprobleme, Hautprobleme bis hin zu schweren Burnouts und Depressionen. Kein Wunder also das gesundheitsfördernde Maßnahmen und ein gesunder Büro-Arbeitsplatz mittlerweile mit zu den wichtigsten Themen gehören was die betriebliche Gesundheitsförderung angeht.

Gesundheit auf dem Arbeitsplatz erreicht man natürlich nicht alleine indem man sich am Wochenende mit der Familie auf dem Sportplatz austobt, aber mit einigen kleinen Veränderungen kann man es sich durchaus etwas gemütlicher machen, ohne den Arbeitsplatz gleich in eine finanziell viel zu aufwendige Wohlfühloase verwandeln zu müssen.

Die besten Tipps für einen gesunden Arbeitsplatz im Büro

Das passende Raumklima

Ein gesunder Büro-Arbeitsplatz ist von einem gut belüfteten Raum abhängig. Im Idealfall sollte die Raumtemperatur um die 20 °C aufweisen und die Luftfeuchtigkeit etwa 50 %. Hilfreich für ein gutes Raumklima sind übrigens Grünpflanzen, die nicht nur zu einer guten Feuchtigkeit mit beitragen, sondern auch die Schadstoffe in der Luft besser abbauen.

Die optimale Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle was die Gesundheit am Arbeitsplatz angeht. Dunkles Licht kann zwar für die Augen angenehmer sein, aber es macht dafür auch schneller müde. Wenn möglich sollte die Beleuchtung auf keinen Fall blenden und von oben kommen.

Ein guter Lärmschutz

Ein guter Lärmschutz ist für ein gesundes Arbeitsklima wichtig, da man sich bei störenden Lärmfaktoren wie lautem Autohupen auf der Straße, Bauarbeiten ganz in der Nähe, oder auch bei lärmenden  Arbeitsgeräten sehr schlecht konzentrieren kann. Gegebenenfalls sollten laute Geräte in einem Nebenraum untergebracht, oder im besten Fall eine Schallschutzwand aufgebaut werden.

Die richtigen Möbel

Ein gesunder Arbeitsplatz im Büro ist natürlich auch von der Einrichtung und den jeweiligen Möbeln abhängig. Wenn möglich sollte der Schreibtisch ausreichend Platz für die notwendigen Arbeitsgeräte haben und eine gute Beinfreiheit aufweisen. Der Bürostuhl ist an die Körpergröße und an die gewünschte Sitzposition anzupassen, also gegebenenfalls mit einer einstellbaren Rückenlehne. Alternative Sitzbälle können eine aufrechte Sitzhaltung fördern und nach Absprache für Abwechslung im Büro sorgen. Aber auch verstellbare Schreibtische, sogenannte Steh-Sitz Tische,  tragen dazu bei, dass die Körperhaltung regelmäßig verändert und somit die Wirbelsäule insgesamt entlastet wird.

Computer und Zubehör

Was die Computer und Arbeitsgeräte für einen gesunden Büro-Arbeitsplatz angeht, so müssen diese selbstverständlich nicht unbedingt auf dem neuesten Stand sein um vor Unwohlsein und Krankheiten zu schützen. Allerdings ist es empfehlenswert wenn die Arbeitsgeräte wie Maus oder Tastatur bequem erreichbar sind und der Monitor ausreichend groß ist und vor allem auch nicht blendet.

Auch die Psyche spielt eine Rolle

Natürlich ist ein gesunder Büro-Arbeitsplatz nicht nur von den oben aufgezählten Vorschlägen abhängig, da auch die Psyche eine sehr große Rolle spielt. Empfehlenswert sind deshalb kurze Pausen zum abschalten zwischendurch und auch das Integrieren von mehr Bewegung. Dies ist beispielsweise möglich indem man einem Kollegen einen direkten Besuch abstattet, als  wie üblich einfach nur zum Telefonhörer zu greifen oder die Kommunikation über den gewohnten Chat abwickelt.

Nicht nur Kaffeemaschinen sind für ein gutes Betriebsklima wichtig, sondern auch Wasserspender. Mit einem Glas Wasser hält man es leichter bis zur Mittagspause aus, kann sich kurz auf dem Weg dahin die Beine vertreten und viel trinken ist ja sowieso für die Gesundheit sehr wichtig. Gesundes Essen ist übrigens auch ein wichtiger Faktor der zu einem gesunden Arbeitsplatz beiträgt, vor allem wenn keine Mikrowelle in der Küche vorhanden ist oder das Kantinenessen keine wichtigen Nährstoffe aufweist.

Weitere Tipps

Insgesamt betrachtet kann man also sehr viel selbst zu einem gesunden Büro-Arbeitsplatz beitragen.  Nicht außer Acht lassen sollte man auch den Umgangston, die allgemeine und auf keinen Fall übertriebene Höflichkeit, sowie auch die eigene Wertschätzung. Wer sich selbst und seine Arbeit nicht schätzt, braucht sich hinterher auch nicht wundern wenn er verkrampft und angespannt an seinem Schreibtisch sitzt. Oft sind auch freundliche Worte und etwas Fürsorge unter den Kollegen die beste Medizin, um sich am Arbeitsplatz im Büro viel wohler zu fühlen, es muss also nicht in jedem Fall an einer nicht ausreichenden oder falschen Ausstattung liegen. Ansonsten kann man natürlich auch seinen eigenen Arbeitsplatz mit aufmunternden Bildern, Schildern und persönlichen Kleinigkeiten aufwerten und individualisieren, so dass man sich dadurch gleich etwas heimischer fühlt und schon am frühen Morgen bei diesem Anblick einfach viel besser gelaunt ist.

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