Dropshipping – jetzt durchstarten

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@ 3DDock, depositphotos.com

Dropshipping dürfte für viele Start-ups eine interessante Alternative sein, um auch ohne großen finanziellen Aufwand sofort durchstarten zu können. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Streckengeschäft. Der Ursprung stammt aus der Logistik, denn der Händler „lagert“ sozusagen seine Produkte beim Großhändler.

Liegt eine Bestellung vor, dann wird an den Endkunden durch den Großhändler die Ware direkt versandt. Dropshipping kommt übrigens schon lange für vorwiegend großes und aufwendiges Material wie Möbeln oder Baumaterialien zum Einsatz, da nur die wenigsten Händler über dementsprechende Lagerhallen verfügen können.

Welche Vorteile bringt Dropshipping

Mittlerweile entscheiden sich die meisten Shopbetreiber für Dropshipping, da es zahlreiche Vorteile mit sich bringt. In erster Linie kann man dadurch Lagerkosten und wertvolle Zeit sparen. Für den Online-Shop benötigt man dann im Prinzip nur einen Computer mit einem schnellen Internetanschluss. Gespart wird aber auch beim Versand, da sich darum der Großhändler kümmert und dieser an den Endkunden gleich direkt liefern kann. In diesem Fall handelt es sich allerdings um eine neutrale Verpackung. Nachdem man schon alleine durch den Versand richtig Geld sparen kann, sollte man sich überlegen, ob man dadurch nicht auch viel billigere Verkaufspreise anbieten kann. Als Händler oder Shopbetreiber ist man also nicht im Besitz der Ware. Diese wird lediglich durch Dropshopping vermittelt, ohne dabei mit den Waren in einem direkten Kontakt zu stehen.

Im Prinzip lässt sich Dropshipping grob gesehen auch mit den Affiliates vergleichen. Auch in diesem Fall wird die Ware nicht selbst eingekauft, sondern an das zuständige Unternehmen oder an die Firmenpräsenz weitergeleitet.

Gibt es auch Risiken mit Dropshipping?

Ja, Dropshipping kann durchaus gewisse Risiken beinhalten. Der wichtigste Faktor in diesem Aufgabengebiet liegt beim Großhändler, da dieser auch die meiste Verantwortung hat. Der Großhändler muss auf jeden Fall zuverlässig sein und gute Warenqualität anbieten. Es bringt überhaupt nichts, wenn man über seinen Online-Shop ganz tolle Geschäfte abschließen kann und der Großhändler hat beispielsweise dann die Ware nicht auf Lager. Auch kann es durchaus vorkommen, dass die Qualität im Laufe der Zeit abnimmt. Da man als Händler keinen direkten Kontakt zu den jeweiligen Produkten hat, ist eine Kontrolle in dieser Hinsicht natürlich auch so gut wie unmöglich.

Der persönliche Kontakt zum Kunden ist oft für eine Kaufentscheidung ausschlaggebend. Beim Dropshipping allerdings ist man im Prinzip nur ein einfaches Bindeglied in einer Kette. Ein weiteres Problem kann sich übrigens auch mit dem Rückgaberecht ergeben. Der Kunde hat so gut wie immer das Rückgaberecht innerhalb eines befristeten Zeitraums. Als Dropshipper allerdings besteht außer bei Sonderfällen kein Anspruch darauf. Es ist deshalb absolut unerlässlich, in dieser Hinsicht schon vor der Zusammenarbeit genaue Absprachen mit dem Großhändler zu treffen.

Was sind die ersten Schritte um mit Dropshipping sofort starten zu können?

  • Hat man die Vor- und Nachteile von Dropshipping gut überdacht, dann kann man eigentlich auch schon mit den notwendigen Vorbereitungen beginnen. Dazu gehört beispielsweise erst einmal die Suche nach einem geeigneten Großhändler, die man über das Internet finden kann. Es gibt zahlreiche nützliche und empfehlenswerte Plattformen, die speziell für Dropshipping die Adressen und vorhanden Produkte zur Auswahl anbieten. Viele davon sind allerdings auch kostenpflichtig. Der finanzielle Aufwand sollte sich lohnen, wenn es sich dabei um wirklich potenzielle Angebote handelt.
  • Es ist ganz klar, dass man für Dropshipping auch einen eigenen Laden oder Internetshop aufweisen muss. Ein guter Überblick lohnt sich über die angebotenen Modelle, da es auch zahlreiche kostenlose Open Source Alternativen gibt. Die jeweiligen Leistungsfähigkeiten sollten übrigens nicht nur auf die individuellen Anforderungen geprüft werden, sondern auch auf zukünftiger Hinsicht.
  • Wer im Dropshipping tätig sein will, benötigt in der Regel auch einen Gewerbeschein, sowie die Umsatzsteuernummer vom Finanzamt. Ansonsten darf man auch keine Rechnungen mit Umsatzsteuer ausstellen.
  • Ist man sich mit dem Großhändler über alle wichtigen Punkte einig geworden, dann sollte das Vertriebskonzept vom Online-Shop auf keinen Fall vernachlässigt werden. Nur wer einen großen Bekanntheitkreis erreicht, wird auch in der Praxis Erfolg haben. Es lohnt sich deshalb, nicht nur die Shopping-Verzeichnisse mit einzubeziehen, sondern auch Preissuchmaschinen und gegebenenfalls auch Giganten wie eBay oder Amazon.
  • Rechtssicherheit und geeignete Marketingstrategien spielen natürlich nicht nur beim Dropshipping eine wichtige Rolle. Die leider sehr häufigen Rechtsverstöße ziehen kostenpflichtige Abmahnungen mit sich, die man allerdings schon vorher vermeiden kann. Was das Marketing angeht, so ist hierzu ein gut ausgearbeitetes Konzept notwendig, um höhere Umsätze und bessere Verkaufsquoten zu erzielen.

Welche Ware bietet sich für den Handel an?

Insgesamt betrachtet, handelt es sich beim Dropshipping um eine ausgezeichnete Gelegenheit, auch ohne großes Kapital erfolgreich zu werden. Allerdings sollte man sich vorher gut überlegen, welche Produkte überhaupt angeboten werden. Es trägt sicherlich nicht gerade zu satten Gewinnen bei, wenn der Markt heutzutage von diesen Waren sowieso schon so richtig satt und überschwemmt ist. Klar, dass man dabei als totaler Anfänger auch sicherlich keine großen Verkaufschancen hat. Gegebenenfalls lohnt sich erst einmal ein Verkauf von Restposten oder preiswerten Nischenprodukten. Was den Verkauf von Massenware betrifft, so gibt es hierzu schon unzählige Mitstreiter, die sicherlich weit mehr Erfahrungswerte in dieser Hinsicht aufweisen können.

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