Die Start-Up-IT Checkliste für Unternehmensgründer

0
65
kommunikation
© olly18, depositphotos.com

Eine Neugründung ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Dazu zählen nicht nur die zahlreichen Behördengänge und Planungsarbeiten, sondern auch die notwendige IT-Ausstattung. In erster Linie geht es dabei darum, sich wirklich sicher zu sein, ob man anfangs erst einmal alleine arbeiten möchte, oder ob die Einstellung von weiteren Mitarbeitern nötig ist.

Erst mit einer geeigneten IT-Landschaft ist es erforderlich, sich Gedanken um die notwendige Software und weitere technischen Komponenten zu machen. Die Ziele für das zukünftige Unternehmen sind deshalb schon im Voraus konkret zu definieren. Steht der Unternehmenssitz fest, sowie die Anzahl der Mitarbeiter, dann geht es an die notwendige IT-Grundausstattung, bei der sich die Kosten so niedrig wie möglich halten sollten.

Wie sieht die IT-Checkliste beim Start-Up aus?

Leistungsfähiger PC

Ein leistungsfähiger PC ist für ein Jungunternehmen unerlässlich. Dabei sollte es sich unbedingt um ein geschäftstaugliches Markengerät handeln und nicht um einen billigen Computer im Sonderangebot. Geschäftstaugliches bedeutet in diesem Fall, dass der PC mindestens 8-12 Stunden täglich über Jahre in Betrieb ist. Besonders bei Billiggeräten ist das nicht der Fall, da solche Computer in der Regel nur für den Hausgebrauch geeignet sind.

Ein weiterer wichtiger Faktor beim Kauf eines leistungsfähigen Computers für ein Start-Up ist ein vorhandener „vor Ort Service“. Für einen Jungunternehmer ist es eine Katastrophe, wenn das Gerät bei einem Ausfall mehrere Wochen lang zur Reparatur eingesendet werden muss, abgesehen von dem notwendigen Vertrauen wenn man seine geschäftlichen Daten aus der Hand geben muss.

Zu einem leistungsfähigen PC gehört selbstverständlich auch ein passender Monitor mit 24“. Er sollte in der Höhe verstellbar sein.

Auswahl der Software

Die richtige Auswahl der benötigten Software zählt mit zu den schwierigsten Entscheidungen bei der Checkliste für die IT-Ausstattung. Bei der Software geht es nicht nur alleine um das Betriebssystem, sondern auch um die Office Anwendungen, einen ausgezeichneten und verlässlichen Virenschutz, sowie natürlich auch E-Mail Software, branchenspezifische Programme und Kommunikationslösungen.

Die Auswahl der Software für Start-Ups ist riesengroß, ein Fachmann und Experte kann diesbezüglich konkrete Vorschläge über die besten Möglichkeiten unterbreiten.

Sichere Internetverbindung

Ohne Internetverbindung ist ein Start-Up schon von vornherein zum Scheitern verurteilt. Bei der Auswahl der unterschiedlichen Anbieter geht es in erster Linie darum, die benötigten Anforderungen erst einmal genau zu definieren. Erst dann ist ein Jungunternehmer in der Lage sich zu entscheiden, ob er die Verbindung über sein Kabelfernsehen bzw. Telefonleitung bevorzugt, oder lieber ein attraktives Gesamtpaket mit zusätzlichen Features auswählt. Ein solches Feature sind die sogenannten Clouds. Ist man auf Cloud angewiesen, so sollte man die Angebote vergleichen und sich gegebenenfalls für einen Anbieter entscheiden, der Störungsfälle in einer fest gesetzten Zeit behebt und sich diesbezüglich verpflichtet.

Drucker und Multifunktionsgeräte

Ein Drucker ist meistens überhaupt nicht teuer. Allerdings sollte man vor dem Kauf auch in diesem Fall seine Ziel klar erkennen und zumindest eine Ahnung haben, wie viel Ausdrucke täglich oder monatlich gemacht werden um die weiteren Kosten kontrollierbar zu halten. Drucker sind in der Regel preiswert in der Anschaffung, allerdings kann der Betrieb bei einem hohen Druckvolumen durchaus teuer werden. Es ist deshalb wichtig, die Angebote von Laserdruckern, von Tintenstrahldruckern, sowie auch von Multifunktionsgeräten zu vergleichen.

Wartung

Ist die IT-Ausstattung bei einer Neugründung implementiert, dann sollte man auch auf die Wartung Wert legen. Eine optimale PC-Wartung ist allerdings nicht nur mit regelmäßigen Updates von Programmen verbunden, sondern auch mit einem wenn möglich täglichen Backup. Ein Backup ist zwar auf den ersten Blick lästig und zeitaufwendig, aber bei einem Schadenfall in vielen Fällen unternehmensrettend. Externe Datenträger sind hierbei die beste und vor allem auch die einfachste Lösung für eine garantierte Datensicherung. Gegebenenfalls rentiert sich auch das Aufbewahren der Daten an einem anderen Ort als das Office. Zu den häufigsten Ursachen von Datenverlust zählen nicht nur Einbrüche, sondern auch Wasserschäden und Brände, wie eine Umfrage herausgefunden hat.

Was wird für die Ausstattung sonst noch benötigt?

Bei jeder Neugründung ist die Erreichbarkeit mit am wichtigsten. Zum absoluten Standard zählt deshalb die Kontaktaufnahme per Telefon und auch unbedingt per E-Mail. Beim Telefon stellt sich allerdings von Anfang an die notwendige Frage, ob man auf Festnetz zurückgreift, sich lieber ein geschäftstüchtiges Handy zulegt, oder gegebenenfalls auch beide Optionen für wichtig hält.

Wird die Unternehmenskommunikation ausschließlich über ein einziges Smartphone abgewickelt, dann ist der Neugründer jederzeit erreichbar, dass bedeutet auch an Feiertagen, nach den üblichen Geschäftszeiten und leider auch am Wochenende. Es muss also jeder selbst entscheiden, inwiefern die Erreichbarkeit in das Privatleben Einfluss nehmen darf. Je großzüger die Erreichbarkeit, desto geringer wird auch die Freizeit.

Was die Kommunikation per E-Mail angeht, so ist es für Unternehmensgründer auf jeden Fall viel besser eine eigene Domain zu erwerben. Somit ist man auch bei einem zukünftigen Providerwechsel unabhängig und braucht seine Mailadresse nicht extra zu ändern. Wer von Anfang an gleich professionell denkt und plant, kann also unnötigen Aufwand und natürlich auch Kosten sparen. Mit einer optimalen E-Mailadresse für eine Neugründung lässt sich dann auch viel leichter in Zukunft ein Internetauftritt erstellen und das entsprechende Marketing einleiten.

Kommentieren Sie den Artikel