Eine Übersicht der Einnahmemöglichkeiten für Blogbetrieber

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blog monetarisierung
© ronstik, depositphotos.com

Um mit Blogs Geld verdienen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Hat man diese aber erst einmal erfüllt, stellt sich oft die Frage mit welcher Form der Werbung man eigentlich Einnahmen generieren kann. Es gibt zahlreiche Modelle und Programme. Doch meist ist ein Mix aus verschiedenen Einnahmequellen nötig, um vernünftigen Gewinn erzielen zu können.

Partnerprogramme bzw. Affiliate-Programme

Partnerprogramme sind eine sehr beliebte Art mit einem Blog Geld zu verdienen. Dies funktioniert so, das man Werbebanner oder Affiliate-Links, die zu Themen des eigenen Blogs passen auf der Seite oder innerhalb der Artikel platziert. Eine Provision wird verdient, wenn die Blogbesucher darauf klicken und schließlich auf der Partnerseite etwas kaufen. Auf einem Blog über das Auswandern nach Kanada kann man z.B. Reiseführer über Kanada anbieten oder günstige Flüge dorthin. Dadurch, dass die beworbenen Produkte einigermaßen zum Blog Thema passen ist es wahrscheinlicher das Blog – Besucher dann auch etwas kaufen und man eine Provision dafür bekommt. Die Anmeldung für Partnerprogramme ist zumeist kostenlos, und es existieren auch sogenannte Partnernetzwerke wie zum Beispiel Affili.net bei denen bereits viele Unternehmen vertreten sind. Die Vorteile dabei sind, dass die Provisionen recht hoch sein können.

Insbesondere das Partnerprogramm von Amazon wird von vielen Bloggern genutzt, da sich nach der Anmeldung sehr leicht Produktlinks erstellen lassen. Diese kann man dann zum Beispiel in seine Produktberichte und Tests einbinden. Wichtig ist nur, dass Affiliate-Links auch als solche erkennbar bleiben und mit einem rel=“nofollow“ Attribut versehen werden, da man ansonsten bei den Suchmaschinen abgestraft werden kann.

Vor allem aber bei Werbebannern ist die Werbung offensichtlich für die Leser, so dass man nicht allzu hohe Klickraten zu erwarten hat. Denn viele filtern diese bereits unbewusst aus. Auch verwenden ca. 10 – 20% der Besucher Deines Blogs sogenannte AdBlock-Programme, die eine Anzeige der Werbebanner im Browser automatisch unterbinden. Besser haben es hier allerdings die Affiliate-Links, da diese innerhalb des Artikeltextes platziert werden, und somit automatisch von den Besuchern gelesen und manchmal auch geklickt werden.

Adsense-Werbung

Das AdSense Programm ist bereits seit knapp einem Jahrzehnt ein sehr populäres Werbepgrogramm von dem Internetkonzern Google. Mit ihm lässt sich Werbung auf die eigene Webseite oder Blog einbinden und Google AdSense regelt dabei die Auswahl der Werbebanner. Man kann zwischen Textwerbung und grafischer Werbung wählen, oder beide zusammen nutzen. Mittlerweile sind die AdSense Einnahmen auch nicht mehr so hoch wie noch vor einigen Jahren. Und die Einnahmen orientieren sich stark nach den Branchen und den damit verknüpften Keywords. Trotz allem ist es immer wieder lohnenswert Google Adsense einzubinden und für einige Zeit zu beobachten, welche Einnahmen damit erzielt werden können. Hier ist entscheidend, welche Position, Größe und Farbe die Werbebanner haben. Um gute Einnahmen erzielen zu können, ist eine Optimierung dieser drei Parameter sehr wichtig. Meist wird das Geld über Klicks erzielt. Aus diesem Grund sollte man vor allem bei eher kleineren Blogs keine zu großen Einnahmen erwarten. Selbst große Blogs mit einigen Hundert bis Tausend Besuchern pro Tag verdienen zwischen 1 – 10 Euro pro Tag.

Artikel-Empfehlungen

Auch existieren Unternehmen, die Werbung über Artikel-Einblendungen erzielen. Die beiden wichtigsten Agenturen sind plista.com und outbrain.com. Meist wird der eigene Blog nach Artikeln gescannt und unterhalb der Beiträge erscheinen Artikelvorschläge zu themenrelevanten Beiträgen. Innerhalb dieser wird aber auch Werbung eingeblendet oder Beiträge anderer Zeitungen und Zeitschriften. Klickt der Besucher diese an, so erhält man eine kleine Provision. Auch hier gilt das selbe wie bei Google AdSense. Eine vernünftige Einnahmequelle ist es nur dann, wenn man genug Besucher vorweisen kann.

Advertorials / kommerzielle Blogbeiträge

Advertorials sind zum Beispiel Beiträge, die passend zum Blogthema verfasst wurden, aber auch einen Werbelink enthalten, der dem Blogbetreiber eine Provision einbringt und dabei von den Lesern nicht als störende Werbung wahrgenommen wird. Das gute dabei ist, dass die Unternehmen und Agenturen für die Einstellung des Links bezahlen und die Einnahme unabhängig vom tatsächlichen Besucherfluss ist. Zwar richtet sich der Preis auch nach dem Bekanntheitsgrad des Blogs, aber vor allem Nischeblogs können hier trotz wenig Besucher gutes Geld verdienen. Manchmal zahlen Firmen auch für Blogbeiträge über ihre Produkte, sogenannte Produkttests oder Produktreviews. Der Blogger testet dabei das Produkt und äußert im Blog seine ehrliche und kritische Meinung dazu.

Backlink-Platzierung

Daneben gibt es auch die Möglichkeit dofollow Links innerhab seines Blogs zu integrieren, und dafür Geld zu verlangen. Auch wenn das eine lukrative Einkommensquelle ist, kann das auch schief gehen, da die Suchmaschine Google Linkkäufe und Verkäufe bereits seit einigen Jahren hart bestraft, was zu einem Ausschluss des Blogs aus der Suchmaschine führen könnte. Eine große Plattform hierfür ist zum Beispiel teliad.de.

Welche dieser Einnahmemöglichkeit ist die lukrativste?

Welche der oben genannten Einnahmemöglichkeiten die lukrativste ist, ist natürlich wie immer die spannendste Frage. Leider gibt es darauf keine allgemein gültige Antwort. Der Tipp hier ist – wie oben schon erwähnt – mehrere Möglichkeiten auszuprobieren und die zu wählen, die für den eigenen Blog am besten passt. Wer mehrere Blogs hat wählt oft verschiedene Herangehensweisen der Monetarisierung, da je nach Leserschaft des Blogs, Thema und Besucherzahl unterschiedliche Varianten zum Erfolg führen. Auch spricht nichts dagegen mehrere Werbeformen gleichzeitig, aber wohldosiert im selben Blog zu verwenden.

Cooperate Blogs

Eine weitere Möglichkeit, wie man mit seinem Blog Geld verdienen kann, ist der Einsatz sogenannter Cooperate Blogs. Der Blog dient dabei in erster Linie dazu, das eigene Unternehmen oder das eigene Produkt bekannter zu machen, um so indirekt mehr Verkäufe zu generieren. Buchautoren können so ihre eigenen Bücher bekannter machen und selbst verkaufen, ein freiberuflicher Webdesigner oder Rhetoriktrainer auf seine Dienstleistungen aufmerksam machen und gleich Buchungen über seine Blog – Webseite anbieten. Aber auch viele Unternehmen haben mittlerweile den Nutzen sogenannter Cooperate Blogs erkannt, um über die Beiträge auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Auch verwenden immer mehr Onlineshops solche Blogs, um darüber potenzielle Neukunden anzulocken. Zudem gibt so ein Blog die einmalige Möglichkeit seine Kenntnisse und Fachkompetenz zu präsentieren. Meist sind diese Blogs dazu noch komplett werbefrei, was sie für den Leser attraktiver macht.

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