Die Digitalisierung der Industrie schreitet voran

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@ Wavebreakmedia, depositphotos.com

Die Digitalisierung der Industrie bedeutet auch eine deutliche Veränderung was die Arbeitswelt betrifft. Allerdings sehen  zumindest bis jetzt die meisten Mitarbeiter keine Bedrohung durch intelligente Roboter und Algorithmen. Bei den meisten Befragungen sehen die Arbeiter eher zusätzliche Chancen durch die digitalen Arbeitsprozesse. Auch sind für die meisten flexiblere Arbeitszeiten und bessere Arbeitsbedingungen wahrscheinlich.

Vor allem jüngere Arbeitnehmer stehen der Digitalisierung positiv gegenüber. Mitarbeiter über fünfzig Jahre allerdings haben diesbezüglich ihre Bedenken. Fest steht allerdings, dass in der Geschichte die Zahl der Arbeitsplätze durch die Automatisierung nicht zurückgegangen ist. Das Arbeitsvolumen und die Wertschöpfung waren in der Vergangenheit sogar am steigen. Die Angst dass man durch künstliche Intelligenz seinen Arbeitsplatz verlieren kann, ist also überhaupt nicht begründet. Die Digitalisierung setzt allerdings auch neue Anforderungen und notwendige Veränderungen bei den Mitarbeitern voraus. Alleine in Europa werden angeblich über eine Million neue Arbeitsplätze durch die internetbasierte Wirtschaft entstehen, da ein Wachstum von rund 20 Prozent bis zum Jahr 2030 vorgesehen ist.

Industrie 4.0. und die industrielle digitale Revolution

Bei der eigentlichen Digitalisierung geht es schon lange nicht nur darum, die Grundlagen für eine vernetzte Produktion zu schaffen, sondern auch die Gesellschaft mehr in den Fokus des digitalen Wandels zu stellen. Smarte Maschinen und Roboter koordinieren schon seit längerer Zeit bestimmte Aufträge und Fertigungsprozesse. Auch können Anlagen oder Maschinen ihre eigene Reparatur veranlassen. Im Prinzip stehen produktbezogene Informationen an den digitalen Arbeitsplätzen zur Verfügung und Bauteile können in einer Produktionsanlage miteinander im sogenannten Ameisenalgorithums kommunizieren. Durch den laufenden Fortschritt der Digitalisierung ist es also kein Wunder, wenn es in naher Zukunft auch zu besonders smarten Fabriken kommt, die auch wirklich alles absolut autark steuern können, also von der eigentlichen Entwicklungsidee ab, bis hin zur Fertigung und Wartung. Allerdings sind auch noch längst nicht alle Unternehmen bereit, den wichtigen Schritt zur Digitalsierung voranzutreiben.

Warum haben viele Unternehmen noch große Bedenken wenn es um Industrie 4.0 geht?

Die Digitalisierung setzt natürlich auch sehr hohe Investitionskosten voraus. Die meisten Unternehmen halten ihre Branche in Hinsicht auf die Digitalisierung noch für zu zögerlich. Vor allem im Anlagen und Maschinenbau sind die Werte hier noch am höchsten. Aber auch der Mangel an den benötigten Fachkräften ist für viele Unternehmen ein Hindernis, sowie natürlich auch die große Komplexität rund um dieses noch umstrittene Thema.

Auch die Datensicherheit spielt bei vielen Unternehmen noch eine bedeutende Rolle wenn es um die Digitalisierung geht. Die Angst das unternehmensinternes Wissen bekannt wird, lässt noch viele Betriebe von diesem wichtigen Schritt zurückschrecken. Es ist deshalb wichtig, sich im Zeitalter der Industrie 4.0. auf fundierte Sicherheitskonzepte verlassen zu können. Nur mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen lässt sich die Produktionssteuerung auch mit den jeweiligen ERP-Systemen integrieren.

Marketing gewinnt durch die Digitalisierung an neuer Bedeutung

Nicht nur in der Produktion und Logistik profitiert man von den Vorteilen der Digitalisierung. Auch im Marketingbereich kommt es dadurch zu einer komplett neuen Bedeutung. Durch die Digitalisierung erhalten die jeweiligen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Kunden nicht nur global anzusprechen, sondern auch gleich die besten und maßgeschneiderten Produkte und Leistungen anzubieten. Die traditionellen Marketingwege verlieren deshalb an Bedeutung. Durch hybride Produkte können die Kundenbindungen noch viel besser gestärkt werden, was übrigens dann auch im Aftersale Bereich ersichtlich wird. E-Commerce, Social Media und natürlich auch Online-Marketing sind deshalb auf neue und interessante Veränderungen in Bezug auf das zukünftige Kundenverhalten angewiesen.

Datenbrillen kommen jetzt auch in Deutschland immer mehr zum Einsatz

Datenbrillen sind ebenfalls ein weiteres Zeichen was den digitalen Fortschritt in der Industrie angeht. Sie kommen jetzt auch in Deutschland immer öfter zum Einsatz. Mit diesen Head Mounted Displays, in der Kurzform auch nur HMD genannt, kann man bequemer und vor allem auch viel schneller arbeiten. Lagerarbeiter beispielsweise sehen sofort, welche Ware aus den jeweiligen Regalen geholt werden müssen. Die notwendigen Informationen sind also vor den Augen direkt sichtbar. Die Datenprozesse werden von einem Server übernommen. Diese Brillen funktionieren mit Akkus, die in der Regel am Gürtel der Mitarbeiter befestigt sind oder gleich in der Datenbrille integriert ist. Gesteuert werden sie entweder über ein Touchpad oder auch durch den Spracheinsatz. Im Prinzip kann man eine Datenbrille mit einem kleinen Computer vergleichen, der wie eine normale Sportbrille aussieht. In Zukunft soll man angeblich per Steuerung durch diese Brillen sogar auch freihändig Autofahren können.

Das beste Beispiel für die Digitalisierung ist mit Sicherheit auch das sogenannte Internet der Dinge, was schon seit Jahren zu einer Realität geworden ist. Sensoren und Software sind heutzutage eigentlich überhaupt nicht mehr aus der Industriebranche wegzudenken. In naher Zukunft soll über Datennetze alles mit allem verbunden und vernetzt werden. Es geht dabei um die sogenannte Industrie von Morgen, sowie um Millionen von neuen Arbeitsplätzen. Für die deutsche Industrie eröffnen sich hierbei jede Menge neue Chancen, die hoffentlich auch gut ausgenützt werden können.

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