Daytrader – kann man mit diesem Beruf wirklich reich werden?

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© Imilian, depositphotos.com

Beim Daytrading geht es um den Kauf und Verkauf von Handelswaren innerhalb von einem Tag. Die Positionen werden von den Daytradern an den jeweiligen Börsen eröffnet und zeitweise auch schon innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten abgewickelt. Kurzfristige Kursänderungen müssen dabei rechtzeitig erkannt werden um dann auch gewinnbringend zum besten Zeitpunkt wieder auszusteigen.

Daytrading ist mit einem gewaltigen Nervenkitzel verbunden, Entscheidungsfreude und die notwendige Liquidität wird vorausgesetzt, wenn man in diesem harten Börsengeschäft erfolgreich durchhalten möchte.

Wie lange braucht man um ein erfolgreicher Daytrader zu werden?

Um ein erfolgreicher Daytrader zu werden, benötigt man nicht nur das notwendige Hintergrundwissen über Börsengeschäfte, sondern auch sehr viel Disziplin und vor allem auch eine große Lernbereitschaft. Fehler sind beim Traden mehr oder weniger an der Tagesordnung, wichtig allerdings ist, aus den Fehlern zu lernen und diese zukünftig zu vermeiden.

Im Durschnitt kann man beim Daytrading eine Lehrzeit von 3 Jahren einplanen, das vorhandene Tradingkapital spielt dabei selbstverständlich eine sehr große Rolle, da beim Daytrading jeder noch so kleinste Fehler als Verlust abgeschrieben werden muss. Anfallende Gebühren sind dabei ebenfalls zu berücksichtigen, weshalb sich Daytrader ihre Chancen vorwiegend auf Märkten suchen die eine hohe Volatilität aufweisen.

Was verdient ein Daytrader?

Was die Verdienstchancen angeht, so sind diese erst einmal vom vorhandenen Kapital und der Einsatzbereitschaft abhängig, sowie von der Trefferquote der einzelnen Trades. Es gibt keine Garantie, dass man jeden Tag mit Daytrades Geld verdienen kann. Im Prinzip kann man zwar bei einzelnen Trades durchaus Glück haben, aber das endgültige Ergebnis am Monatsende ist von der Gesamtanzahl der Trades abhängig. Im Durchschnitt sind 1-10 Einstiege je nach Strategie normal, bzw. 100 Trades im Monat. Riskiert man beispielsweise 200 Euro pro Trade mit 3 bis 5 Einstiegen, dann sind durchschnittliche Gewinne von 3000 Euro (vor Steuer) möglich.

Für wen ist Daytrading geeignet?

Daytrading ist vorwiegend für Menschen geeignet, die sich nicht von ihren Emotionen leiten lassen. Dieser Beruf ist eine Option, wenn man absolut selbständig arbeiten möchte und nicht auf eine finanzielle Absicherung angewiesen ist. Es liegt auf der Hand, dass für den Beruf als Daytrader unbedingt Chartkenntnisse notwendig sind, sowie auch das Hintergrundwissen über die technische und fundamentale Analyse.

Daytrader sind auf schnelles Handeln angewiesen. Risiken müssen im richtigen Moment ebenso wie die Chancen analysiert werden, man ist dabei also auf eine umfassende Denkweise angewiesen. Beim Daytrading geht es um den Kampf gegen den Markt, in der Regel ist man dabei auf sich selbst und seine Erfahrungen angewiesen.

Was sind die ersten Schritte um Daytrader zu werden?

Wer sich trotz dem hohen Risiko auf Daytrading spezialisieren möchte, benötigt im Prinzip nur einen guten Rechner mit Internetverbindung und täglich einige Stunden Zeit. Einen guten Einstieg, um mit Daytrading die ersten Erfahrungen zu sammeln, bieten die meist kostenlosen Demokonten die bei den Online-Brokern zur Verfügung stehen.

Anfangs ist es empfehlenswert, erst einmal ein Konto mit beispielsweise 1.000 Euro Einsatz zu eröffnen. Anfänger müssen lernen, nur ein wirklich geringes Risiko einzugehen und sich nicht von ihren Gefühlen heraus leiten zu lassen. Vor allem im Anfangsstadium werden noch sehr viele Fehler gemacht die man hinterher leicht vermeiden kann, die Fehler kosten allerdings viel Geld, weshalb man sich tägliche Grenzen in Bezug auf Verluste und Risiken setzen sollten. Am besten ist es, wenn man nie mehr als 2 Euro/Punkt handelt. Fühlt man sich mit der Zeit dann sicher, dann kann man selbstverständlich nicht nur den Einsatz pro Punkt um einiges erhöhen, sondern auch die Kontogröße.

Mehr als die Hälfte der Daytrader machen Verlustgeschäfte

Einer der wichtigsten Gründe hängt mit der Selbstüberschätzung zusammen, da die meisten Daytrader überzeugt sind, dass sie die Kursbewegungen an der Börse beeinflussen können oder die gewünschten Resultate aus einem bestimmten Gefühl heraus vorhersagen können.

Beim Traden geht es um den korrekten Einsatz von wichtigen Handelsstrategien. Anfänger sollten deshalb auch erst einmal versuchen, mehrere kleinere Gewinne zu machen und zufrieden zu sein, wenn sie Monatsende keine größeren Verluste aufweisen. Kann man Monatsende beispielsweise 20 Gewinnpunkte aufweisen, dann handelt es sich dabei schon um einen interessanten Monatsverdienst.
Daytrader brauchen viel Geduld und Disziplin um mit ihrem Beruf erfolgreich zu werden. Die Fälle von Anfängern, die in wenigen Wochen ein Vermögen aufgebaut haben sind Ausnahmefälle, an denen man sich zwar durchaus orientieren kann, aber das Risiko nicht aus den Augen lassen sollte.

Für Hobbyzocker oder Normalverbraucher ist Daytrading nicht geeignet, da der Erfolg ohne dem notwendigen Hintergrundwissen schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, sowie auch die anfallenden Gebühren und Kosten in der Regel viel höher sind als die zu erzielenden Gewinne.

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