Das Internet der Dinge – Chancen für die Wirtschaft

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@ chesky_w, depositphotos.com

Das Internet der Dinge – also die Vernetzung von Alltagsgegenständen mit dem Internet, wird unser aller Leben verändern. Auch für Unternehmen bedeutet dieser technische Fortschritt viele Chancen aber auch Risiken.

Als Internet der Dinge bezeichnet man die technische Entwicklung, dass immer mehr Gegenstände mit dem Internet und miteinander vernetzt sind. Gegenstände und Objekte werden durch die Vernetzung zum Internet zu sogenannten intelligenten Objekten, also Smart Objects, und können miteinander kommunizieren. Smart Objects sollen unseren Alltag erleichtern. Sie senden und empfangen Daten rund um die Uhr. Das Internet wird in die reale Welt verlagert.

Zum Beispiel können Kühlschränke in Zukunft vernetzt sein und selbständig Getränke nachbestellen, wenn die Vorräte ausgehen. Der Drucker wird selbständig Patronen nachbestellen können, kurz bevor Farbpatronen komplett leer sind. Das Badewasser wird schon auf dem Weg von der Arbeit eingelassen werden können. Dies ist vielleicht noch Zukunftsmusik, aber schon jetzt spielt das Internet der Dinge in unserem Alltag eine Rolle. Smartphones und Temperatursensoren, vernetzte Überwachungskameras sind heute schon Alltag. Versicherungen verlangen teilweise bereits von Autofahrern, dass sie Sensoren in ihrem Auto installieren, die das Fahrverhalten messen.

LKWs und Autos können künftig auch ohne Fahrer fahren. Dadurch sollen Fahrer entlastet und Unfälle durch Übermüdung vermieden werden. Der Risikofaktor Mensch soll immer mehr durch die Smart cars behoben werden.

Während man bei smart object im Moment vor allem an selbst fahrende Autos oder smart watches denkt, wird das Internet der Dinge in Zukunft vor allem Produktionsprozesse nachhaltig beeinflussen und revolutionieren. Ein weiteres Potential des Internet der Dinge ist die digitale Planung von Stadtverkehr. Fahrpläne von öffentlichen Verkehrsmitteln könnte optimiert werden je nach realem Bedarf. Straßen und Fahrspuren können automatisch gesperrt und freigegeben werden, Sensoren in Autos liefern die entsprechenden Daten. Freie Parkplätze können zugewiesen und Staus umgangen werden.
Sogar die Landwirtschaft könnte durch das Internet der Dinge revolutioniert werden, wenn jedes Tier digital überwacht werden würde und Daten zu Aufenthaltsort und Gesundheitszustand digital verfolgt werden könnten. Das Potential des Internet der Dinge ist also unendlich.

Das Internet der Dinge bietet künftig ganz neue Möglichkeiten. Kosten in den Fertigungsprozessen können gespart werden, wenn Fertigungsprozesse optimiert und automatisiert werden. Produkte können individualisiert werden und Unternehmen können eine ganz neue Art der Beziehung mit Kunden eingehen.

Einfluss auf Unternehmen- und Arbeitswelt

Durch die Digitalisierung und Automatisierung werden in Zukunft immer mehr Arbeitsplätze wegfallen. Ein Großteil der Arbeit kann maschinell geleistet werden. Gleichzeitig entstehen natürlich neue Businessmodelle und Innovationen. Das Internet der Dinge wird sicherlich einige Berufe schaffen, die es heute noch nicht gibt. Ganz sicher wird es aber die Arbeitswelt beeinflussen und grundlegend verändern. Die große Herausforderung wird darin besehen mit der neuen Entwicklung mitzuhalten. Studien sagen voraus, dass uns das Internet der Dinge in den nächsten Jahren das größte wirtschaftliche Wachstum bescheren wird. Für Unternehmen bietet das Internet der Dinge viele Vorteile, so zum Beispiel die kontinuierliche Kommunikation mit dem Kunden. Das Internet der Dinge ermöglicht Firmen ganz individuell auf die Bedürfnisse und Wünsche von Kunden einzugehen.

Sicherheitsrisiko Datenschutz

Ein großes Risiko beim Internet der Dinge ist der richtige Umgang mit den Daten. Datenschutz ist von äußerster Wichtigkeit und wird auch in Zukunft immer wichtiger. Wenn zukünftig jedes elektronische Gerät mit dem Internet verbunden ist, ergeben sich ganz neue Sicherheitsrisiken und Angriffsmöglichkeiten. Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, enthält ein Betriebssystem in dessen Firmware. So wie Computer Viren und Hackerangriffen ausgesetzt sind, so wird es diese Bedrohungen auch für Smart Objects geben. Wenn Hacker Temperatursensoren in Atomkraftanlagen verändern können oder medizinische Geräte steuern, die die Medikamentendosis für Patienten vorschreiben, dann sind das ganz neue Ausmaße an Risiken, die sich durch die technische Entwicklung ergeben. Sicherheit und der Schutz gegen Cyberangriffe können daher nicht wichtig genug genommen werden. Unternehmen sollten offen legen, für was sie Kundendaten eventuell benutzen und außerdem sollten sie Daten gegen Cyberangriffe ausreichend sichern.

Diese neue Technik eröffnet den Unternehmen immer neue Möglichkeiten der Produktentwicklung. Leider gehen neue Produktentwicklungen auch oft mit neuen Sicherheitsrisiken einher. Diese sind dann individuell zu prüfen.

Unternehmer sollten regelmäßig interne Audits machen, um festzustellen über welche Systeme sie verfügen und ob diese mit dem Internet verbunden sind und dann die entsprechenden Risiken abklären. Sie sollten die Expertise von auf IT-Sicherheit spezialisierten Unternehmen zu Rate ziehen. Der Datenschutz sollte immer wieder aktualisiert werden. Durch das Internet der Dinge ergeben sich für Unternehmen Sicherheitslücken, mit denen sie noch nie zuvor zu tun hatten, daher ist es wichtig die Sicherheit immer wieder den neuesten Gegebenheiten und Systemen anzupassen.

Wichtig für Unternehmen ist auch im Falle eines Geräteausfalls ein Ersatzgerät zur Verfügung zu haben.

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