Top 5 CMS und Blog-Software im Vergleich

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@ littlebell, depositphotos.com

Ein CMS oder Content Management System (übersetzt Inhaltsverwaltungssystem oder Redationssystem) ist eine Anwendungssoftware, die die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten (Content) ermöglicht und organisiert. Die populärste Software heißt WordPress.

CMS oder Redaktionssysteme zeichnen sich meist durch einfache Installation aus, aber auch durch die vielfältigen Erweiterungsmöglichkeiten, die dem Betreiber eine Vielzahl von Anwendungen ermöglichen. Der darzustellende Informationsgehalt wird in diesem Zusammenhang als Content (Inhalt) bezeichnet. Der Benutzer kann das System auch ohne Programmierkenntnisse bedienen und den Inhalt verwalten. Ein spezielles CMS ist der Blog. Es ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, umgekehrt chronologisch sortierte Liste von Artikeln, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Zunächst stellt der Blog ein einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen und ist insofern dem Internetforum sehr ähnlich.

WordPress war anfangs als ein solches Blog-System konzipiert. Mittlerweile hat es sich aber zu einem vollständigen Content Management System entwickelt. Daneben sind die wichtigsten Systeme Joomla!, TYPO3, Contao und Drupal. Alle zusammen bilden die Top5 der meistgenutzten CMS in Deutschland.

1. WordPress

wordpress
Mit einem Marktanteil von über 60% ist WordPress das meistgenutzte CMS weltweit. Den Schwerpunkt bilden Ästhetik, Webstandards und Benutzerfreundlichkeit. WordPress basiert auf PHP und MySQL, ist frei erhältlich, einfach zu installieren und wird allen Ansprüchen an einen professionellen Webauftritt gerecht. Mittlerweile hat sich WordPress zu einem Alleskönner entwickelt und hat eine sehr große Community hinter sich, was dazu geführt hat, dass mittlerweile unzählige Anwendungen existieren, um die Basisfunktionen zu erweitern.

2. Joomla!

joomla
Joomla! ist ein populäres Open-Source CMS, und mit einem Anteil von 19% das am zweit-häufigsten genutzte CMS weltweit. Aus dem Open-Source-Projekt Mambo hervorgegangen, befindet es sich mittlerweile in seiner 3. Version und eröffnet damit ganz neue Möglichkeiten, z.B. durch die Anbindung von Boootstrap, das Joomla responsive aussehen lässt. Zudem lassen sich Anwendungen durch das neue Joomla Framework noch einfacher programmieren und integrieren. Es hat mit der 3. Version auch ein erweitertes Rechtemanagement erhalten und kann so für vielseitige Projekte eingesetzt werden.

3. TYPO3

typo3
TYPO3 ist ein kostenlos erhältliches Open-Source CMS, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Unternehmen für das Internet, Intranet und Extranet. TYPO3 bietet Funktionen und Module sowie eine Erweiterungsschnittstelle für ein Maximum an Einsatzmöglichkeiten. Eine Spezialität ist das erweiterte Rechtevergabe-Management sowie die Multi-Domain Fähigkeit. Damit können aufwendige Seiten, die auf mehreren Domains veröffentlicht werden durch eine zentrale Instanz verwaltet werden. Damit eignet es sich besonders für große Portale und Marktplätze. TYPO3 ist dabei eher ein deutsches bzw. europäisches Phänomen und hat einen Marktanteil von ca. 12%, weltweit jedoch nur 1,6%.

4. Contao

contao
Contao ist ein sehr flexibles CMS, das versucht die Vorteile anderer CMS zu vereinen und dem Anwender eine leicht zu bedienende Schnittstelle zur Verfügung zu stellen. Mit Contao ist das Verwalten des Inhalts auch für Einsteiger leicht. Dadurch unterscheidet es sich im Wesentlichen von TYPO3, auch wenn es darauf basiert. Durch die Leichtigkeit in der Bedienung und im Code war Contao früher auch bekannt als TYPOlight. Das System ist inzwischen bei Agenturen sehr beliebt und wird für einfache, aber auch für Komplexe Webprojekte eingesetzt. Auch die Anzahl der Erweiterungen ist mittlerweile angewachsen und der Marktanteil steigt stetig. Momentan findet das CMS eher Anwendung in Europa und so liegen in Deutschland die Marktanteile bei bereits 8%

5. Drupal

drupal
Drupal hingegen ist sehr populär in Amerika und ist ein Open-Source CMS und Framework, das man in den verschiedensten Anwendungsgebieten weltweit einsetzt. Seine Hauptanwendung findet Drupal beim Erstellen von großen Portalen und Community-Sites. Es handelt sich dabei um eine freie Software unter der GNU Licence. Unter PHP geschrieben, nutzt es wie andere Systeme auch MySQL als Datenbank. Seine Stärken hat Drupal eindeutig in der Sicherheit. Selbst das Weiße Haus verwendet Drupal für seine Internetpräsenz. Die Marktanteile weltweit liegen bei ca. 6%, in deutschland hingegen nur bei 3%.

2 Kommentare

  1. Toll! So einen Vergleich über die verschiedenen CMS habe ich gesucht, danke! Es ist gar nicht so einfach das passende Content Management System zu finden. Weiter so!

  2. Hallo,
    vielen Dank für den Blogartikel und ich bin gezielt durch die Google Suche zu dir gekommen. Ich suche nach guten CMS-Themen, um mich austauschen zu können und weitere Erfahrungen sammeln zu können. Ich arbeite bereits mit WordPress, Joomla, Drupal, PHP Fusion, Xoops und solchen Exoten wie Subrion CMS.

    Auch darf heute erwähnt werden, dass es gute Flat File CMS gibt. Solche CMS lagern ihre Inhalte im FTP-Account und sind somit datenbanklos. Das erleichtert etwas das Arbeiten. Solche CMS-Beispiele für Flat File CMS sind zum Beispiel GRAV, Mecha, HTMLy und Yellow oder auch etliche andere, die es noch gibt.

    Ich lese immer wieder, dass dem Drupal nachgesagt wird, damit auch sehr grosse Projekte umsetzen zu können. Da es auch ein Forum mitbringt, kann es durchaus mit einer Community funktionieren. Forum gibt es noch beim Xoops, PHP Fusion und Backdrop CMS(Drupal 7 Fork).

    Man darf weiterhin gespannt bleibt wie sich der derzeitige CMS-Markt entwickeln wird. Im Übrigen ist heute mein Feedback-Wochenende und ich verlinke diesen Post im späteren Blogpost auf Internetblogger.de, meinem web-affinen Hauptblog 🙂

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