Börsencrash 2016 – von vielen Experten vorhergesagt

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© hanohiki, depositphotos.com

Börsencrash bedeutet auf breiter Front extreme Kursverluste, die hauptsächlich von negativen wirtschaftlichen Faktoren und Nachrichten ausgelöst werden. Diese Daten führen bei Anlegern zu Panik und somit zu Verkäufen, was sich in der Regel als Schneeballeffekt auswirkt.

Nicht nur der weltberühmte Martin Armstrong oder der Nobelpreisträger in Ökonomie Robert Shiller können Börsencrashs voraussehen. Zahlreiche Finanzexperten haben den Börsencrash 2016 schon vor geraumer Zeit vorhergesagt. Bis jetzt allerdings war die Stimmung an den Aktienmärkten noch verhältnismäßig gut. Kurz vor Jahresende konnte der deute Aktienindex eine beachtliche Steigerung von über 11.000 Punkten aufweisen. Nichtsdestotrotz sind die Anzeichen für einen weiteren Börsencrash am steigen.

Welche Anzeichen gibt es für einen zukünftigen Börsencrash?

Es gibt mehrere Gründe die auf einen größeren Crash hinweisen. Dazu zählen beispielsweise die fallenden Rohstoffpreise, sowie die hinter den Erwartungen zurückliegenden Wirtschaftsindikatoren in China und den USA. Was Deutschland angeht, so sind zwar auf den ersten Blick gute Aussichten vorhanden wie an den niedrigen Zinsen, der hohen Beschäftigungsrate und der geringen Inflation ersichtlich ist, allerdings bleibt es im Vergleich trotzdem noch weit hinter dem eigentlichen Leistungsvermögen zurück.

Was den erwarteten Wirtschaftsaufschwung angeht, so sind die Aussichten der Experten im Allgemeinen eher schlecht, was sich letztendlich auch zum jetzigen Jahresauftakt mehr als bestätigen konnte. Die New Yorker Börse konnte seit mehr als achtzig Jahren ihren schlechtesten Handelstag im neuen Jahr aufweisen, was sich aber nicht nur an einem schwachen Börsenstart vom Dow Jones ausdrückte, sondern auch am DAX. In China wurde der Aktienhandel ausgesetzt, da dieser um 7% einstürzte und der Yuan gegenüber dem Dollar am ersten Börsentag zum ersten Mal seit Jahren deutlich abgewertet wurde.

Ernsthafte Verluste auch in Deutschland und Europa zum Jahresstart

Der DAX hatte seit 1988 am Montag dem 4. Januar seinen schwächsten Jahresauftakt mit 4,28 % Abschlag, dieser Absturz bedeutet einen Verlust von fast der Hälfte der im letzten Jahr erzielten Gewinne, und das alleine an nur einem einzigen Tag. Auch der TecDAX und der MDAX wiesen zum Börsenstart deutliche Verluste aus.
Auch der EuroSTOXX 50 wurde von der Krise nicht verschont und schloss mit 3,14 % weniger, auch in diesem Fall handelt es sich um den schlechtesten Start in das neue Börsenjahr. Laut Experten führten die negativen Wirtschaftsmeldungen aus China zusammen mit dem Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran zu Panik bei den Anlegern.

China und USA als Wegweiser

China ist für Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner. Nach dem jahrelangen Wirtschaftsboom steuert es jetzt auf das schwächste Wachstum zu. Der Börsencrash in China wurde durch das im Sommer eingeführte Verkaufsverbot von Aktien ausgelöst und dessen Ablauf jetzt kurz bevorsteht. Allerdings waren davon nur die Großaktionäre betroffen, weshalb sich die kleinen Anleger bereits von ihren Wertpapieren trennten in der Hoffnung dass nach Fristende die Großaktionäre mit dem gleichen Ziel handeln.

China stand bis jetzt bei einer globalen Wirtschaftsleistung von 15 %, nicht umsonst handelt es sich mit um die wichtigste Ökonomie nach den USA. Zu den Dax-Konzernen die am meisten von der chinesischen Börse abhängig sind gehören u.a. Allianz, BASF, die Deutsche Bank, sowie auch die Deutsche Telekom. Aber auch Autobauer wie Volkswagen, BMW und Daimler erwirtschaften ihre Gewinne aus China. Das wirtschaftliche Wohlergehen dieses Landes ist deshalb für die globale Entwicklung entscheidend.

Angeblich ist der erste Handelstag entscheidend für das Börsenjahr, da es den zukünftigen Takt angibt. Die letzten Börsentage liegen bei den meisten Investoren bereits wie ein böses Omen im Magen und lassen auf turbulente und nervenauftreibende Wochen schließen. China war übrigens auch letztes Jahr im August die Ursache für den schwarzen Montag, wo der Dax ebenfalls fast 5 % an seinem Wert einbüßen musste und Dow Jones 4 %. Anlass dazu war die überraschende Abwertung der Währung.

Es bleibt also abzuwarten, wie die Börse auf die politischen und wirtschaftlichen Geschehnisse in diesem Jahr reagieren wird. Aber mit der bereits vorhandenen Vorbelastung wird es schwer sein dem vorausgesagten Börsencrash zu entkommen.

Wie können sich Anleger vor dem Börsencrash schützen?

Eine gute Alternative sich gegen einen zukünftigen Börsencrash zu schützen sind unter anderen CFDs, da auch mit fallenden Kursen spekuliert werden kann. Viele Privatinvestoren haben bei den letzten Börsencrashs sehr viel Geld verloren, da ihnen die Möglichkeit von Short CFDs nicht bewusst war. Mit CFDs kann man also auch in jeder Marktphase Geld verdienen, nicht nur wenn die Kurse am steigen sind.

Eine weitere Option wäre, auf unterbewertete Aktien zu setzen, also auf Wertpapiere die auf den ersten Blick hin absolut uninteressant sind wie beispielsweise griechische Aktien oder andere spektakuläre Investments.

In Krisenzeiten steuert man gerne sichere Häfen an, dazu zählt das Edelmetall. Obwohl beim Börsenstart der Rohstoffmarkt ebenfalls die Talfahrt weitersetzte, konnte sich der Goldpreis um 1,3 % verbessern.

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