Börse – Wie kaufe und verkaufe ich Aktien?

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© Yermek, depositphotos.com

Um Aktien kaufen oder verkaufen zu können wird ein Depot benötigt, wo die Wertpapiere gelagert werden. Ein Aktiendepot kann man entweder bei einer Bank oder bei einem Online-Broker eröffnen. Bei vielen Brokern ist das Depot nicht nur kostenlos, sondern auch mit einem Willkommensbonus bei der Anmeldung verbunden.

Kostenpflichtig sind allerdings die Gebühren für die Transaktionen, der Broker sollte deshalb nicht nur aufgrund der angebotenen Renditen ausgewählt werden, sondern auch nach den anfallenden Handelskosten.

Wer Aktien kauft ist in jeden Fall ein Aktionär, es spielt dabei keine Rolle ob die Wertpapiere nur beispielsweise 100 Euro kosten oder mehrere Millionen.

Vor dem Aktienkauf Informationen sammeln und Anlageziele klar definieren

Bevor es an den Kauf und Verkauf von Aktien an der Börse geht, sollten vor allem Anfänger ihre Ziele erst einmal klar definieren. Dabei geht es nicht nur um das zur Verfügung stehende Kapital für den Aktienkauf, sondern auch um die möglichen Renditen und das vorhandene Risiko. Hohe Renditen mit einem dementsprechend großen Risiko sind beispielsweise die Wachstumsbranchen, sicheres Anlegen ist in der Regel bei den Hauptindizes bei langfristigen Investitionen möglich, die dafür aber auch weniger Renditen versprechen. Wer also bestimmte Aktien kaufen will, muss sich die Zeit nehmen, um Informationen über das ausgesuchte Unternehmen zu sammeln. Finanzportale sind mögliche Quellen um wichtige Kennzahlen und Zusatzinformationen über börsennotierte Unternehmen zu erhalten.

Wie kauft man Aktien?

Hat man sich nach den entsprechenden Recherchen für ein bestimmtes Unternehmen entschieden, dann ist es Zeit die Aktie zu kaufen. Der Aktienkurs setzt sich aus Angebot und Nachfrage zusammen, weshalb er sich auch ständig ändert. Dem Broker wird über die Trading Plattform oder Handelsbörse mitgeteilt, welche und vor allem auch wie viele Aktien man in dieses Unternehmen investieren will, entweder zum aktuellen Handelspreis oder zu einem vorher ausgemachten Preis, also dem Zeitpunkt wann die Aktien innerhalb eines bestimmten Zeitraums geordert werden sollen. Der Kaufvertrag wird übrigens in der Regel wieder hinfällig, falls die Aktien zu diesen Konditionen nicht verfügbar sind.

Wer Aktien kauft gehört ab diesem Zeitpunkt zu den Unternehmensteilhabern als Aktionär. Es ist notwendig sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren, auch dann, wenn es sich um langfristige Investitionen handelt.

Gewinne und Verluste bei Aktien

Aktionäre können nicht nur von den Kursgewinnen profitieren. Wird vom Unternehmen ein Gewinn erwirtschaftet, dann ist es möglich, dass an die Shareholder eine Dividende ausbezahlt wird. Der Auszahlungsbetrag ist von der Anzahl der gekauften Aktien abhängig.

Wer die aktuellen Kursentwicklungen an der Börse verfolgt wird schnell feststellen können, wann die Aktien nicht mehr rentabel sind. In diesem Fall sollten die Aktien wieder verkauft werden, wenn damit keine langfristigen Gewinne in Aussicht stehen. Der Aktienverkauf funktioniert im Prinzip wie der Kauf auch, dem Broker wird mitgeteilt welche und in welcher Anzahl die Aktien verkauft werden sollen. Auch hier ist es möglich auf den besten Preis zu warten oder sich zum aktuellen Preis von den Anteilsscheinen zu trennen um mögliche Verluste einzuschränken.

Gibt es eine Aktienstrategie?

Es gibt mehrere Handelsstrategien für Aktien. Eine der bekanntesten ist die Trendfolgestrategie, bei der Anleger auf den Trend von steigenden Kursen über einen längeren Zeitraum spekulieren, dem die meisten Händler folgen. Aktien sollten deshalb zum Trendbeginn gekauft werden um sie beim Trendende wieder erfolgreich zu verkaufen.

Gute Erfolge verspricht allerdings auch die Dividendenstrategie, bei der es um die jährliche Ausschüttung von hohen Dividenden geht. Diese Strategie für den Aktienkauf ist mit einem geringen Risiko verbunden, wenn sich Anleger etablierte Unternehmen suchen, die schon seit Jahren die höchsten Dividenden an ihre Aktionäre ausbezahlen.

Eine gute Basis, um gegebenenfalls eine eigene Strategie zu entwickeln, ist die Value-Strategie. Dabei geht es hauptsächlich um unterbewertete Aktien oder Anteilscheine die auf längere Zeit gesehen ein beträchtliches Kurspotential versichern, also um ein bis jetzt noch nicht erkanntes Potential an der Börse.

Es gibt selbstverständlich noch weitere Aktienstrategien. Sie sind vorwiegend auf langfristige Gewinne ausgerichtet und somit nicht zum spekulieren, beispielsweise beim Daytrading geeignet, also nicht für den Handel auf kurzfristige Zeit. Vor allem Anfänger sollten darauf achten, dass bei keiner Handelsstrategie systematisch getradet wird, es ist bei jeder Entscheidung auch auf einen gesunden und klaren Menschenverstand zu achten.

Der Erfolg vom Aktienkauf oder Aktienverkauf hängt vom Timing ab, also vom besten Zeitpunkt für den Erwerb oder den Abstoß, sowie auch von der richtigen Kombination was die Diversifikation und natürlich auch die ausgewählte Aktienstrategie angeht. Wer seine Trades staffelt kann dadurch das Risiko mit einem falschen Ein- und Ausstieg deutlich verringern.

Da der Aktienkauf und Verkauf mit Orderkosten verbunden ist, sollte man sich vor der Eröffnung eines Depots unbedingt nach den anfallenden Gebühren erkundigen.

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