Bloggen für Anfänger: Wie erstelle ich einen Blog?

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Blog erstellen
© anskuw, depositphotos.com

In der Theorie ist es sehr einfach einen eigenen Blog anzufangen. Eine kostenlose Registrierung bei einem der vielen Bloghoster, ein paar Einstellungen am Design vornehmen und den ersten Blogeintrag eintippen. Damit ist der neue Blog online und kann weltweit über das Internet erreicht werden. Um jedoch einen erfolgreichen und interessanten Blog aufzubauen, ist es allerdings ratsam sich davor ein paar Gedanken zu machen und etwas zu recherchieren.

Planung des eigenen Blogs – das Blogthema

Jeder der sich mit der Erstellung eines Blogs auseinandersetzt, hat sich zuvor schon Gedanken zum Blogthema gemacht. Blogs haben den Vorteil, dass sie sich für alle Themen eignen. Doch das richtige Thema für den eigenen Blog zu finden ist vermutlich die schwierigste, aber gleichzeitig die wichtigste Maßnahme und sie sollte im Vorfeld gut überlegt sein.

Interessiert mich das Thema persönlich?

Es ist sehr schwierig über Themen zu schreiben, mit denen man sich nicht befasst. Mag sein, dass mit diesen Themen andere schon zu Millionären wurden, aber es sollte für Dich kein Maßstab sein. Suche Dir ein Thema aus, das Dich auch persönlich interessiert, und worüber Du auch gerne schreibst. Denn es kostet gerade am Anfang sehr viel Überwindung sich hinzusetzen und einen Beitrag zu verfassen. Wenn das Thema einem fremd ist, dann fällt es einem noch viel schwerer. Zudem muss man meist viel mehr recherchieren, so dass die Motivation nicht lange anhalten wird.

Ist das Thema auch für andere Leser von Interesse?

Natürlich kannst Du über Gott und Welt schreiben, oder über Deinen eigenen Garten. Doch die Frage ist doch: Interessiert das wirklich jemanden? Mit einem Blog willst Du Dich der Leserschaft öffnen, über Neuigkeiten informieren, oder Deine Sicht der Dinge zu einem Thema aufzeigen und vielleicht rege Diskussionen anregen. Suche Dir aus diesem Grund ein Thema aus, was nicht nur Dich interessiert, sondern auch für andere interessant sein kann. Erst dann kannst Du damit rechnen, dass Du eine Stammleserschaft bekommst, und Dein Blog auf Dauer erfolgreich werden kann.

Kann ich mich dazu motivieren, regelmäßig Beiträge über das Thema zu verfassen?

Auch ist es sehr wichtig die eigene Motivation zu hinterfragen. Ein Blog benötigt viel Zeit für Pflege. Du musst regelmäßig neue Beiträge verfassen und Ihre Kommentare beantworten. Nur wenn Du Deinen Blog aktuell hältst und mit neuem interessanten Inhalt füllst, wird er auch bekannter durch Suchmaschinen oder Empfehlungen in sozialen Netzwerken und findet mehr Beachtung. Du musst nicht sofort jeden Tag einen Beitrag schreiben, aber 2 – 4 Beiträge pro Monat sollte man schon verfassen. Nur wenn Du dafür Zeit aufbringen kannst, solltest Du einen Blog auch ernsthaft erstellen.

Weitere Faktoren, die eine Rolle spielen

Aber auch andere Faktoren spielen bei dem Aufbau eines erfolgreichen Blogs eine Rolle und sollten auch zu Beginn nicht außer Acht gelassen werden. Insbesondere sollte man gerade zu Anfang viel Zeit investieren können, da man sich nicht nur mit dem Bloginhalt, sondern auch mit der Technik des Blogs, dem Aussehen sowie der Vermarktung auseinander setzen muss. All das kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und manchmal schon zu Beginn die Lust am Bloggen rauben. Trotzdem solltest du motiviert sein, und dich davon nicht abschrecken lassen. Denn meistens wird nach der Einarbeitung auch der Umgang mit dem Blogsystem leichter und routinierter, so dass du dich später auf das Wesentliche, und zwar den Inhalt konzentrieren kannst.

Den eigenen Blog bekannter machen

Trotzdem fallen auch noch später einige Arbeiten an, die kaum umgangen werden können, wenn der Blog bekannter werden soll. Du musst einige Zeit aufwenden, um Deinen Blog auf anderen Blogs oder Foren bekannt zu machen. Auch eignen sich dazu Deine privaten sozialen Profile bei Facebook oder Twitter, mit denen Du Werbung für Deine Beiträge machen können. Haben einige Leser Deinen Blog besucht und gefallen ihnen die Artikel, so werden sie vielleicht später wiederkommen, um neue Artikel von Dir zu lesen. Und so wird dein Blog von Beitrag zu Beitrag immer mehr Besucher haben, die vielleicht wiederkehren, oder aber Deinen Beitrag über Suchmaschinen oder soziale Netzwerke finden.

Achte vor allem zu Beginn nicht zu sehr auf Besucherzahlen

Doch erwarte gerade am Anfang nicht zu viel und sei nicht zu stark fixiert auf den Traffic, also die Besucherzahlen pro Tag. Denn diese werden nur sehr langsam steigen. Das ist völlig normal. Würde Dein Blog nämlich sofort Hunderte von Lesern haben, dann würde Google vermutlich Deinen Blog aus der Suchmaschine entfernen, da die Besuchszahlen sehr untypisch sind und darauf hindeuten, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.

Mache deinen Blog persönlicher

Wichtig ist auch, dass Du Deinem Blog eine eigene Identität gibst. Das kann natürlich durch das Design gemacht werden. Dazu bieten Bloghoster oftmals verschiedene Design-Vorlagen, die Du farblich anpassen kannst. Aber auch ein ausgefallener Name oder ein tolles Logo können die Identität deines Blogs steigern. Suche Dir ein Thema, mit dem Du dich identifizieren kannst: Und versuche dem Blog ein bisschen deiner eigenen Identität zu geben. Du kannst zum Beispiel Deinen Beiträgen eine persönliche Note verliehen, so dass die Leser sofort erkennen, dass Du den Beitrag geschrieben hast.

Kommuniziere mit deinen Besuchern

Auch die Interaktion mit den Besuchern ist wichtig. Beantworte Kommentare und mache Umfragen, um von Deinen Besuchern zu erfahren, was Du verbessern kannst. Vor allem aber lerne mit Kritik umzugehen. Denn nicht alle Kommentare werden positiv sein. Aber auch die negativen, sofern konstruktiven Kommentare sollte man sich zu Herzen nehmen. Denn über sie kann man seinen Schreibstil und den Inhalt immer weiter verbessern. Nutze auch soziale Kommentarfunktionen, um weitere Diskussionen zu anzuregen. Meistens benötigt man für solche speziellen Features aber besondere Plugins, die man zusätzlich installieren muss. Das hängt aber stark vom Blogsystem ab, das Du nutzt.

Will ich mit meinem Blog in Zukunft Geld verdienen?

Das ist eine wichtige Frage, die Du dir stellen solltest. Zunächst sei gesagt, dass es sehr schwer ist mit Blogs Geld zu verdienen. Dafür muss Dein Blog wirklich erfolgreich und etabliert sein. Und bis Du die ersten Cents mit Deinem Blog verdienen kannst, können Monate oder sogar Jahre vergehen. Das hängt alles davon ab, wie viel Zeit Du bereit bist, in den Aufbau des Blogs zu stecken. Aus diesem Grund ist es wichtig, zunächst nicht mit dem Ziel einen Blog aufzubauen, um damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Denn Du wirst vermutlich sehr schnell enttäuscht werden und Deine Unternehmung sehr schnell beenden.

Planung des eigenen Blogs – wo und wie ?

Wenn die Entscheidung einen Blog zu erstellen gefallen ist, geht es als nächstes um die Frage wo und wie man ihn im Internet online stellt. Kosten, Bedienungsfreundlichkeit der gewählten Plattform und die Möglichkeiten bzw. Einschränkungen, die der Bloghoster bietet sind hier die wichtigsten Kriterien. Halbwegs auf der sicheren Seite ist man hier bei WordPress. Denn WordPress ist das meist verwendete Blogsystem weltweit. Es kann als Stand-Alone System installiert und genutzt, oder auf WordPress.com ohne Installation eingerichtet und genutzt werden. Spätestens jetzt sollte man sich auch einen Namen für seinen Blog ausdenken. Willst Du WordPress über eine eigene Domain nutzen, musst Du hierzu auch eine Domain registrieren und einen sinnvollen Namen wählen. Viele Domainnamen sind schon vergeben und eine Suche nach dem geeigneten Namen kann auch sehr viel Zeit rauben. Verwende aber nicht zu lange Domainnamen, die sich keiner merken kann. Denn insbesondere für Besucher, die wiederkehren ist eine kurze Domain, die man sich gut merken kann, von Vorteil. Je nachdem welchen Domain- und Webprovider Du ausgewählt hast, kostet die Domain samt Webspace und MySQL-Datenbank ca. 1€ pro Monat, aber es gibt auch günstigere Angebote. Einige gute Provider findest du zum Beispiel in meinem Artikel „Domain- & Webhosting-Anbieter im Vergleich“ Viele der Webprovider bieten sogar eine kostenlose Installation von WordPress oder anderen Blogsystemen an, so dass Du auch hier direkt und ohne Vorkenntnisse anfangen kannst zu bloggen.

Der erste Beitrag des eigenen Blogs

Nachdem alle Überlegungen gemacht sind, die Plattform und der Bloghoster oder Webprovider ausgewählt und die Domain registriert ist, geht es daran den ersten Beitrag für den eigenen Blog zu schreiben. Niemand erwartet von Deinem ersten Beitrag eine Meisterleistung, aber beschreibe wenigstens grob wer Du bist, warum Du diesen Blog angefangen hast und was Du damit vorhast. Lege auch eine Seite mit Deinen Kontaktinformationen oder einem Kontaktformular an, so dass die Besucher Deines Blogs Dich kontaktieren können. Und beachte bitte die Impressumspflicht in Deutschland, die für die meisten Blogs Ihre Geltung hat. Es sei denn Dein Blog dient ausschließlich familiären oder persönlichen Zwecken. Aber die Grenzen verschwimmen sehr schnell und aus diesem Grund empfehle ich immer ein Impressum einzufügen. Um auch vernünftige Statistiken Deines Blogs bereits von Beginn an zu erhalten, empfiehlt sich auch die Anmeldung bei Google Analytics. Das ist ein Tool, mit dem Du die Besuchszahlen und vieles mehr erfassen und analysieren kannst. Damit sollte das Grundgerüst für die Erstellung eines Blog stehen, und weitere Beiträge sollten bald folgen.

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